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	<title>Kommentare zu: 9000001 Velos in Peking</title>
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	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
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		<title>Von: Peter Aufenast</title>
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		<dc:creator>Peter Aufenast</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 12:00:03 +0000</pubDate>
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		<description>Schmunzelnd habe ich die Peking-Velo-Story von Marting Beglinger konsumiert. Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir dieses “schnuggelige Städtchen” auch wieder einmal besucht und auf eigene Faust erkundet.

Obwohl die Taxis sehr billig sind, haben wir als Exoten unter den „Touris“ mehrheitlich Bus und U-Bahn bevorzugt und in den meistens hoffnungslos überfüllten Wagen den Alltag vieler Einheimischen hautnah miterlebt. Mehrmals haben wir staunend erlebt, dass die in den Wagen mitfahrenden Schaffnerinnen, junge Chinesinnen und Chinesen energisch aufforderten, uns ihren Sitzplatz zu überlassen. Es stellt sich nun die berechtigte Frage: „War der Grund, weil wir Touristen waren oder sahen wir so alt und gebrechlich aus?„ Na, lassen wir das! 

Auch den den Rummel vor dem Bahnhof muss man erlebt haben. Leider ist der Zutritt zu den vollgestopften Wartesälen und zu den Bahnsteigen mit den direkten Fernzügen in die Mongolei und Russland nur noch mit Ticket möglich. Vor einigen Jahren haben wir Peking mit der Bahn angesteuert. Dauert zwar etwas länger als mit dem Flieger, aber eine, zugegeben etwas strapaziöse Reise von Bern, Bahnhof Nord via Russland und die Mongolei nach Peking und dann weiter nach Hongkong auf der Schiene mit normalen Linienzügen muss man erlebt haben! 

Das quirlige Alt-Peking mit den belebten engen Gassen und den noch übriggebliebenen einmaligen Hutongs, wo die Zeit anscheinend stillgestanden ist, haben wir mit dem Fahrrad -- Modell: etwas speziell, ohne Übersetzungen!, ausgerüstet mit der obligaten überlebenswichtigen Riesenklingel erforscht. Aber Vorsicht -- Kompass nicht vergessen! Könnte sein, dass wir sonst noch heute in diesem Labyrinth unterwegs rumradelten!

Auch die letzten Hutongs etwas außerhalb des Zentrums sind einen Trip mit oder ohne Velo wert. Dort sichtet man weit und breit keine „Touris“. Man kommt sich auf den Strassen mit den Massen von Menschen, die mehr oder weniger leckere Speisen auf der Gasse zubereiten oder von der Zahnbürste bis zum Fernseher alles verkaufen schon ein wenig deplaziert vor. Ein Gespräch ist praktisch unmöglich. Hier spricht man ein Chinesisch, das auch Chinesen aus Shanghai nicht verstehen. Auch das ist Peking. Fragt sich nur, wie lange noch. Olympia 2008 steht vor der Tür. Ganze Quartiere werden abgerissen, Einkaufszentren und Hotels der Superlative erstellt und die ehemaligen Bewohner umgesiedelt. Ob zu ihrem Wohl ist eine andere Frage! Peking will sich 2008 im Glanz einer modernen Metropole der Welt präsentieren. 

Nebst den weltbekannten Sehenswürdigen sind die vielen traumhaften Parks mit kleinen bis größeren Seen mit Bootsvermietung, Theater und Musikdarbietungen immer wieder für Überraschungen gut. Interessant sind auch die unzähligen Freiluft-Fitnessanlagen, die man mitten in den Quartieren findet. Staunen ist angesagt: Uralte Chinesinnen und Chinesen turnen an diesen kuriosen Geräten ohne eine Miene zu verziehen wie Teenagers! Wir haben es zum „Gaudi“ der Einheimischen „Sportler“ auch ausprobiert. Macht Spaß und Muskelkater! Und Hunger! 

Apropos Hunger: Unzählige gemütliche, mehrheitlich von Einheimischen frequentierte Restaurants von Einfach bis Luxuriös können hier Abhilfe schaffen. Meine Frau und ich sind Genussmenschen und haben für ein exzellentes chinesisches Mehrgangessen mit süffigem Wein (auch das gibt es in China!) oder einem kühlen Bier, jeweils zwischen umgerechnet 5 bis 10 Franken für zwei Personen bezahlt. In den „Touri“ Lokalen zahlt man etwas mehr, dafür ist das Essen weniger schmackhaft! Nicht in jedem Restaurant gibt es eine englische Speisekarte. Ein Reiseführer mit den wichtigsten Wörtern auf chinesisch ist Gold wert und man hat nicht plötzlich einen Hund, eine Kröte oder eine Ratte auf dem Teller. Haben wir mal angenommen! Und detailliertes Nachfragen haben wir uns auf Reisen abgewöhnt. Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht - so einfach ist das! Lediglich die Weinbestellung ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. In unserem chinesischen Sprachführer war wohl das Wort „Wein“ vermerkt, jedoch von weiß oder rot keine Spur. Manchmal standen bis zu 5- und mehr Bedienerinnen um unseren Tisch und versuchten zu erraten, wenn wir das chinesische Wort „Wein“ in Verbindung mit roten Gegenständen bringen wollten. Alles lediglich eine Frage der Zeit. Das Problem wurde immer mit dem üblichen chinesischen Lächeln gelöst! 

Abschließend nur noch dies: Peking mit oder ohne Velo ist, respektive war immer eine Reise wert. Nur, nach Olympia 2008 habe ich da so meine leichten Zweifel. Was soll’s. Auch Shanghai und weitere Städte in diesem ziemlich großen “Ländli” sind eine Reise, mit oder ohne Drahtesel wert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schmunzelnd habe ich die Peking-Velo-Story von Marting Beglinger konsumiert. Vor noch nicht allzu langer Zeit haben wir dieses “schnuggelige Städtchen” auch wieder einmal besucht und auf eigene Faust erkundet.</p>
<p>Obwohl die Taxis sehr billig sind, haben wir als Exoten unter den „Touris“ mehrheitlich Bus und U-Bahn bevorzugt und in den meistens hoffnungslos überfüllten Wagen den Alltag vieler Einheimischen hautnah miterlebt. Mehrmals haben wir staunend erlebt, dass die in den Wagen mitfahrenden Schaffnerinnen, junge Chinesinnen und Chinesen energisch aufforderten, uns ihren Sitzplatz zu überlassen. Es stellt sich nun die berechtigte Frage: „War der Grund, weil wir Touristen waren oder sahen wir so alt und gebrechlich aus?„ Na, lassen wir das! </p>
<p>Auch den den Rummel vor dem Bahnhof muss man erlebt haben. Leider ist der Zutritt zu den vollgestopften Wartesälen und zu den Bahnsteigen mit den direkten Fernzügen in die Mongolei und Russland nur noch mit Ticket möglich. Vor einigen Jahren haben wir Peking mit der Bahn angesteuert. Dauert zwar etwas länger als mit dem Flieger, aber eine, zugegeben etwas strapaziöse Reise von Bern, Bahnhof Nord via Russland und die Mongolei nach Peking und dann weiter nach Hongkong auf der Schiene mit normalen Linienzügen muss man erlebt haben! </p>
<p>Das quirlige Alt-Peking mit den belebten engen Gassen und den noch übriggebliebenen einmaligen Hutongs, wo die Zeit anscheinend stillgestanden ist, haben wir mit dem Fahrrad &#8212; Modell: etwas speziell, ohne Übersetzungen!, ausgerüstet mit der obligaten überlebenswichtigen Riesenklingel erforscht. Aber Vorsicht &#8212; Kompass nicht vergessen! Könnte sein, dass wir sonst noch heute in diesem Labyrinth unterwegs rumradelten!</p>
<p>Auch die letzten Hutongs etwas außerhalb des Zentrums sind einen Trip mit oder ohne Velo wert. Dort sichtet man weit und breit keine „Touris“. Man kommt sich auf den Strassen mit den Massen von Menschen, die mehr oder weniger leckere Speisen auf der Gasse zubereiten oder von der Zahnbürste bis zum Fernseher alles verkaufen schon ein wenig deplaziert vor. Ein Gespräch ist praktisch unmöglich. Hier spricht man ein Chinesisch, das auch Chinesen aus Shanghai nicht verstehen. Auch das ist Peking. Fragt sich nur, wie lange noch. Olympia 2008 steht vor der Tür. Ganze Quartiere werden abgerissen, Einkaufszentren und Hotels der Superlative erstellt und die ehemaligen Bewohner umgesiedelt. Ob zu ihrem Wohl ist eine andere Frage! Peking will sich 2008 im Glanz einer modernen Metropole der Welt präsentieren. </p>
<p>Nebst den weltbekannten Sehenswürdigen sind die vielen traumhaften Parks mit kleinen bis größeren Seen mit Bootsvermietung, Theater und Musikdarbietungen immer wieder für Überraschungen gut. Interessant sind auch die unzähligen Freiluft-Fitnessanlagen, die man mitten in den Quartieren findet. Staunen ist angesagt: Uralte Chinesinnen und Chinesen turnen an diesen kuriosen Geräten ohne eine Miene zu verziehen wie Teenagers! Wir haben es zum „Gaudi“ der Einheimischen „Sportler“ auch ausprobiert. Macht Spaß und Muskelkater! Und Hunger! </p>
<p>Apropos Hunger: Unzählige gemütliche, mehrheitlich von Einheimischen frequentierte Restaurants von Einfach bis Luxuriös können hier Abhilfe schaffen. Meine Frau und ich sind Genussmenschen und haben für ein exzellentes chinesisches Mehrgangessen mit süffigem Wein (auch das gibt es in China!) oder einem kühlen Bier, jeweils zwischen umgerechnet 5 bis 10 Franken für zwei Personen bezahlt. In den „Touri“ Lokalen zahlt man etwas mehr, dafür ist das Essen weniger schmackhaft! Nicht in jedem Restaurant gibt es eine englische Speisekarte. Ein Reiseführer mit den wichtigsten Wörtern auf chinesisch ist Gold wert und man hat nicht plötzlich einen Hund, eine Kröte oder eine Ratte auf dem Teller. Haben wir mal angenommen! Und detailliertes Nachfragen haben wir uns auf Reisen abgewöhnt. Entweder es schmeckt oder es schmeckt nicht &#8211; so einfach ist das! Lediglich die Weinbestellung ist mit gewissen Schwierigkeiten verbunden. In unserem chinesischen Sprachführer war wohl das Wort „Wein“ vermerkt, jedoch von weiß oder rot keine Spur. Manchmal standen bis zu 5- und mehr Bedienerinnen um unseren Tisch und versuchten zu erraten, wenn wir das chinesische Wort „Wein“ in Verbindung mit roten Gegenständen bringen wollten. Alles lediglich eine Frage der Zeit. Das Problem wurde immer mit dem üblichen chinesischen Lächeln gelöst! </p>
<p>Abschließend nur noch dies: Peking mit oder ohne Velo ist, respektive war immer eine Reise wert. Nur, nach Olympia 2008 habe ich da so meine leichten Zweifel. Was soll’s. Auch Shanghai und weitere Städte in diesem ziemlich großen “Ländli” sind eine Reise, mit oder ohne Drahtesel wert.</p>
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		<title>Von: Benjamin Birkenhake</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/9000001-velos-in-peking/comment-page-1/#comment-2671</link>
		<dc:creator>Benjamin Birkenhake</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 07:32:07 +0000</pubDate>
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		<description>Nachdem ich nun schon seit vielen Woche stetig in Versuchung geführt und immer enttäuscht wurde, ist dies der erste Artikel über unsere diesjährige Olympiastadt, der sich zu lesen lohnt.

Was wir Europäer nur mit wissenschaftliche Experimenten und großem Tamtam wie Shared Space http://www.shared-space.org/ herausfinden, erkennt die Chinesische Volksseele scheinbar inutitiv.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich nun schon seit vielen Woche stetig in Versuchung geführt und immer enttäuscht wurde, ist dies der erste Artikel über unsere diesjährige Olympiastadt, der sich zu lesen lohnt.</p>
<p>Was wir Europäer nur mit wissenschaftliche Experimenten und großem Tamtam wie Shared Space <a href="http://www.shared-space.org/" rel="nofollow">http://www.shared-space.org/</a> herausfinden, erkennt die Chinesische Volksseele scheinbar inutitiv.</p>
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		<title>Von: Ronnie Grob</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/9000001-velos-in-peking/comment-page-1/#comment-2670</link>
		<dc:creator>Ronnie Grob</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2008 17:18:57 +0000</pubDate>
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		<description>Peking mit dem Fahrrad ist tatsächlich grossartig, ich mietete mein schwarzes &quot;Newland&quot;, überraschenderweise in der richtigen Grösse und voll funktionstüchtig, jeweils für eine Tagesmiete von 15 RMB (max. von 6 - 23 Uhr).

Richtig beeindruckt im Strassenverkehr von Peking hat mich die Querung einer breiten Strasse aus einer anderen breiten Strasse. Wie sich, pfeift und winkt der Verkehrspolizist auf der Kreuzung, 50 oder 100 Fahrräder gleichzeitig in Gang bringen und dann wie ein, o Intelligenz der Massen, Fischschwarm im allgemein anerkannten, sehr angenehm langsamen Gemeinschaftstempo durch die auf allen Seiten wartenden und fahrenden Autos bewegen.

Ist es nicht ein Gefühl von niemals erwarteter Geborgenheit und Sicherheit, das einen erwartet, radelt man inmitten einer solchen Traube?

Zurück in Europa fiel mir dann die allgemeine mangelnde Koordinationsfähigkeit auf. Nicht nur beim Radfahren, bei allen möglichen Tätigkeiten, die man zwangsläufig innerhalb der Masse verrichtet, wie Bus- und Zugfahren (Ein- und Aussteigen, Platz finden, etc).

Peking hat so viele Menschen und alle sind unterwegs. Dennoch kann ich mich nicht daran erinnern, dass mich in insgesamt über einer Woche Peking jemand angerempelt hätte. Gefahr geht da vor allem von den Touristen (ich inklusive) aus, von denen viele auffallen durch ihre höchst ungeschmeidige Einbindung in die allgemeinen Bewegungsabläufe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Peking mit dem Fahrrad ist tatsächlich grossartig, ich mietete mein schwarzes &#8220;Newland&#8221;, überraschenderweise in der richtigen Grösse und voll funktionstüchtig, jeweils für eine Tagesmiete von 15 RMB (max. von 6 &#8211; 23 Uhr).</p>
<p>Richtig beeindruckt im Strassenverkehr von Peking hat mich die Querung einer breiten Strasse aus einer anderen breiten Strasse. Wie sich, pfeift und winkt der Verkehrspolizist auf der Kreuzung, 50 oder 100 Fahrräder gleichzeitig in Gang bringen und dann wie ein, o Intelligenz der Massen, Fischschwarm im allgemein anerkannten, sehr angenehm langsamen Gemeinschaftstempo durch die auf allen Seiten wartenden und fahrenden Autos bewegen.</p>
<p>Ist es nicht ein Gefühl von niemals erwarteter Geborgenheit und Sicherheit, das einen erwartet, radelt man inmitten einer solchen Traube?</p>
<p>Zurück in Europa fiel mir dann die allgemeine mangelnde Koordinationsfähigkeit auf. Nicht nur beim Radfahren, bei allen möglichen Tätigkeiten, die man zwangsläufig innerhalb der Masse verrichtet, wie Bus- und Zugfahren (Ein- und Aussteigen, Platz finden, etc).</p>
<p>Peking hat so viele Menschen und alle sind unterwegs. Dennoch kann ich mich nicht daran erinnern, dass mich in insgesamt über einer Woche Peking jemand angerempelt hätte. Gefahr geht da vor allem von den Touristen (ich inklusive) aus, von denen viele auffallen durch ihre höchst ungeschmeidige Einbindung in die allgemeinen Bewegungsabläufe.</p>
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