<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Alles halb so schlimm</title>
	<atom:link href="http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/</link>
	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 02:22:49 +0200</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Kassandrea</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4955</link>
		<dc:creator>Kassandrea</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 05:57:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4955</guid>
		<description>Ich kann Mario Schärli und Kyrillos nur beipflichten.
Fast zwei Wochen lang lag das Interview von Suter und Ganz ungelesen auf meinem Nachttischen und jedes Mal, wenn ich ins Bett kroch, dachte ich mir: „Das sind doch zwei sympathische Typen, wie sie so leicht kauzig-verträumt von diesem Schwarzweiss-Foto schmunzeln und –wie ich annahm – über das Älterwerden philosophieren, weise und gelassen. Doch weit gefehlt! Ich weiss nicht, aus welchem Zitat der Titel „Alles halb so schlimm“ gewonnen werden konnte in diesem zutiefst kulturpessimistischen Wörternebel. Mir scheint es eher, als wäre alles „doppelt so schlimm“. Der Prozess des Älterwerdens bleibt auf der Ebene des Doppelkinns stehen. Wo bleibt die Weisheit? Man kann hoffen, dass Ganz sich bewusst entschlossen hat, in diesem Interview eine diametral entgegengesetzte Figur zu den liebenswerten, zeitlos Weisen in seinen Filmen, zu mimen. Statt sich über die subjektiven Veränderungen und Perspektiven zu unterhalten, wird nur in Stammtisch-Manier über den stereotypen „Jungen“ hergezogen, der sich irgendwo in einem diffusen Bereich zwischen aspirierendem Wirtschaftsmanager und verschlagenem „Füsse-nicht-von-den-Sitze-Nehmendem“. Dabei gerät die Mehrheit der Jugendlichen in Vergessenheit. Ein Professor sagte kürzlich, die Idee, alles wäre früher besser gewesen, sei ein Topos seit der Antike. So entsprechen  viele Statements auch ganz schlicht nicht den Tatsachen. Die Jugendkriminalität hat statistisch abgenommen (auf jeden Fall stand das vor einer Weile im Tagi-Magi), es studieren mehr Jugendliche als früher ob an Fachhochschulen oder Universitäten und es gibt nach wie vor viele Junge, die gerne lesen (die Fangemeinde von Suter ist da keineswegs eine Ausnahme). In meiner Klasse, den damaligen Parallelklassen und auch im Jahrgang meines Bruders begann nur einer von 24 Schülern gleich nach Abschluss der Maturität ein Studium, alle anderen gingen auf Reisen und schnorrten sich wohl auch ab und zu zwanzig Franken. Der Abgesang auf die heutige Jugend lässt sich von meiner subjektiven Warte aus nicht bestätigen. Ich kenne natürlich nicht alle Jugendlichen, aber ein ziemlich breitgefächertes Spektrum der heutigen 20- bis 25-Jährigen. Wahrscheinlich gibt es auch Exemplare der von Suter und Ganz evozierten Sorte, doch sie stehen meiner Meinung nach nicht stellvertretend für die ganze Jugend. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Gruppe der Jugendlichen in den letzten 40 Jahre ähnlich heterogen geblieben ist. Fazit: Ich mag Bruno Ganz einiges besser, wenn ihm die Drehbuchautoren die Worte in den Mund legen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann Mario Schärli und Kyrillos nur beipflichten.<br />
Fast zwei Wochen lang lag das Interview von Suter und Ganz ungelesen auf meinem Nachttischen und jedes Mal, wenn ich ins Bett kroch, dachte ich mir: „Das sind doch zwei sympathische Typen, wie sie so leicht kauzig-verträumt von diesem Schwarzweiss-Foto schmunzeln und –wie ich annahm – über das Älterwerden philosophieren, weise und gelassen. Doch weit gefehlt! Ich weiss nicht, aus welchem Zitat der Titel „Alles halb so schlimm“ gewonnen werden konnte in diesem zutiefst kulturpessimistischen Wörternebel. Mir scheint es eher, als wäre alles „doppelt so schlimm“. Der Prozess des Älterwerdens bleibt auf der Ebene des Doppelkinns stehen. Wo bleibt die Weisheit? Man kann hoffen, dass Ganz sich bewusst entschlossen hat, in diesem Interview eine diametral entgegengesetzte Figur zu den liebenswerten, zeitlos Weisen in seinen Filmen, zu mimen. Statt sich über die subjektiven Veränderungen und Perspektiven zu unterhalten, wird nur in Stammtisch-Manier über den stereotypen „Jungen“ hergezogen, der sich irgendwo in einem diffusen Bereich zwischen aspirierendem Wirtschaftsmanager und verschlagenem „Füsse-nicht-von-den-Sitze-Nehmendem“. Dabei gerät die Mehrheit der Jugendlichen in Vergessenheit. Ein Professor sagte kürzlich, die Idee, alles wäre früher besser gewesen, sei ein Topos seit der Antike. So entsprechen  viele Statements auch ganz schlicht nicht den Tatsachen. Die Jugendkriminalität hat statistisch abgenommen (auf jeden Fall stand das vor einer Weile im Tagi-Magi), es studieren mehr Jugendliche als früher ob an Fachhochschulen oder Universitäten und es gibt nach wie vor viele Junge, die gerne lesen (die Fangemeinde von Suter ist da keineswegs eine Ausnahme). In meiner Klasse, den damaligen Parallelklassen und auch im Jahrgang meines Bruders begann nur einer von 24 Schülern gleich nach Abschluss der Maturität ein Studium, alle anderen gingen auf Reisen und schnorrten sich wohl auch ab und zu zwanzig Franken. Der Abgesang auf die heutige Jugend lässt sich von meiner subjektiven Warte aus nicht bestätigen. Ich kenne natürlich nicht alle Jugendlichen, aber ein ziemlich breitgefächertes Spektrum der heutigen 20- bis 25-Jährigen. Wahrscheinlich gibt es auch Exemplare der von Suter und Ganz evozierten Sorte, doch sie stehen meiner Meinung nach nicht stellvertretend für die ganze Jugend. Ich wage sogar zu behaupten, dass die Gruppe der Jugendlichen in den letzten 40 Jahre ähnlich heterogen geblieben ist. Fazit: Ich mag Bruno Ganz einiges besser, wenn ihm die Drehbuchautoren die Worte in den Mund legen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kyrillos</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4939</link>
		<dc:creator>Kyrillos</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 00:25:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4939</guid>
		<description>Lieber Thomas Laeubli: Ich sprach vom Gejammer und der Kritik über meine Generation. Ich bin vielmehr sehr interessiert an der Meinung aller Mitglieder dieser Gesellschaft, egal welchen Alters. Ach, Sie sprechen von Muschg! Welcher es doch am besten zum Punkte bringt, was ich mit &#039;Sich wandelnder Welt&#039; meine. (http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_gerettete_einzelheit_1.782100.html) Wenn Sie sagen: &#039;Heute hat fast jeder von nichts mehr eine Ahnung&#039;, dann kann ich nur antworten: Gibt es nicht immer eine Ahnung? Meinen sie im Ernst, da sei nur Britney Spears im Spiel? Das sind engstirnige, etws hifllos anmutende Betrachtungen, die überhaupt zu nichts führen. Darüber wünschte ich mir Schweigen, und wie gesagt: Anstatt dessen eine Neugier und Offenheit für neue Werke und Ahnungen der Welt, die (Sie werden es nicht glauben) sehr wohl vorhanden sind. Und was mir das nützt? Die &#039;ewiggleichen Strukturen&#039; vielleicht in neuen Spielformen zu erfahren, denn darin, hoffe ich , könnte man sich einig sein: Dass diese Strukturen immer, wirklich immer wieder einen neuen Ausdruck finden in der Welt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Thomas Laeubli: Ich sprach vom Gejammer und der Kritik über meine Generation. Ich bin vielmehr sehr interessiert an der Meinung aller Mitglieder dieser Gesellschaft, egal welchen Alters. Ach, Sie sprechen von Muschg! Welcher es doch am besten zum Punkte bringt, was ich mit &#8216;Sich wandelnder Welt&#8217; meine. (<a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_gerettete_einzelheit_1.782100.html" rel="nofollow">http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/die_gerettete_einzelheit_1.782100.html</a>) Wenn Sie sagen: &#8216;Heute hat fast jeder von nichts mehr eine Ahnung&#8217;, dann kann ich nur antworten: Gibt es nicht immer eine Ahnung? Meinen sie im Ernst, da sei nur Britney Spears im Spiel? Das sind engstirnige, etws hifllos anmutende Betrachtungen, die überhaupt zu nichts führen. Darüber wünschte ich mir Schweigen, und wie gesagt: Anstatt dessen eine Neugier und Offenheit für neue Werke und Ahnungen der Welt, die (Sie werden es nicht glauben) sehr wohl vorhanden sind. Und was mir das nützt? Die &#8216;ewiggleichen Strukturen&#8217; vielleicht in neuen Spielformen zu erfahren, denn darin, hoffe ich , könnte man sich einig sein: Dass diese Strukturen immer, wirklich immer wieder einen neuen Ausdruck finden in der Welt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: allezusammen</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4937</link>
		<dc:creator>allezusammen</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 12:53:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4937</guid>
		<description>also das die jugend den bach runtergeht hab ich nicht das gefühl, und auch meine ich, haben wir jungen Leuts mehr Möglichkeiten etwas mit uns anzustellen als früher, etwas wirklich mit dieser chance anzustellen liegt an uns selber und auch wie wir erzogen worden sind, von eurer generation.
ich komme aus einer migrationsfamilie, habe dabei das glück gehabt nicht von dessen religionen beeinträchtigt zu werden - mein tanzstudium beginnt und ich freue mich fast auf die aussicht, nicht viel geld in der zukunft zu verdienen, weil ich dann weiss, ich werd von moment zu moment schauen müssen, das leben wird passieren, wie es grad passiert und nicht wie ich es plane. Wahre Reisende wissen nicht wohin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>also das die jugend den bach runtergeht hab ich nicht das gefühl, und auch meine ich, haben wir jungen Leuts mehr Möglichkeiten etwas mit uns anzustellen als früher, etwas wirklich mit dieser chance anzustellen liegt an uns selber und auch wie wir erzogen worden sind, von eurer generation.<br />
ich komme aus einer migrationsfamilie, habe dabei das glück gehabt nicht von dessen religionen beeinträchtigt zu werden &#8211; mein tanzstudium beginnt und ich freue mich fast auf die aussicht, nicht viel geld in der zukunft zu verdienen, weil ich dann weiss, ich werd von moment zu moment schauen müssen, das leben wird passieren, wie es grad passiert und nicht wie ich es plane. Wahre Reisende wissen nicht wohin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Laeubli</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4926</link>
		<dc:creator>Thomas Laeubli</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 22:57:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4926</guid>
		<description>Bruno Ganz hat ganz recht. Die heutige Jugend hat zwei Leitfragen: &quot;Was nützt mir das?&quot; und &quot;Warum muss ich mir dein Gejammer und deine Kritik gefallen lassen?&quot;.

Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich im Leben auch mit Dingen beschäftigt, die einem im Leben &quot;nichts nützen&quot;. Heute hat fast jeder von nichts mehr eine Ahnung. Eine gewisse Bildung gehört eben zur Grundausstattung eines Bürgers. Schliesslich stimmt man ja auch ab und zu über Kredite für Kulturinstitutionen ab, und eigentlich dürfte jemand, der Britney Spears als die grössere Kunst wie ein Shakespeare-Drama betrachtet, darüber gar nicht befinden.

Die Bemerkung, Herr Ganz möge doch würdig und still das Leben lieben und möglichst schweigen, ist Ausdruck eines Kulturpessimismus, wonach niemand mehr Kritik äussern dürfe. Wen es nicht interessiert, der soll einfach nicht hinhören und SCHWEIGEN. Kritik ist omnipräsent: Gewisse Politiker wettern gegen die angebliche politische Korrektheit (womit sie bloss ihr eigenes Weltbild in der Öffentlichkeit zementieren wollen). Gewisse Medien machen die Intellektuellen fertig und verhöhnen sie (z.B. Muschg im TA, Hürlimann in der NZZ). Hingegen ist es mittlerweile verpönt, wenn Kulturschaffende Kritik äussern: Sie werden als Spiesser, Landesverräter oder Moralapostel verhöhnt, man spricht ihnen die Urteilsberechtigung ab oder sie werden einfach totgeschwiegen. Mit ihren Argumenten will man sich schon gar nicht mehr auseinandersetzen - es reicht, wenn man ihre Kritik unbegründet als &quot;sinnlos&quot; bezeichnet. Damit ist das apodiktische Urteil schon ausgesprochen.

Es nützt zudem nichts, von einer wandelnden Welt zu sprechen, wenn man nicht die immergleichen Strukturen darin wieder aufblitzen sieht (Liebe, Schicksal, Intrigen, Macht, Gewalt, Tod etc.) Dies sind im übrigen auch die Themen von Kunst und Kultur, an denen die utilitaristisch verkürzte Frage &quot;Was nützt mir das?&quot; schon in manchem Lebensentwurf gescheitert ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bruno Ganz hat ganz recht. Die heutige Jugend hat zwei Leitfragen: &#8220;Was nützt mir das?&#8221; und &#8220;Warum muss ich mir dein Gejammer und deine Kritik gefallen lassen?&#8221;.</p>
<p>Früher war es eine Selbstverständlichkeit, dass man sich im Leben auch mit Dingen beschäftigt, die einem im Leben &#8220;nichts nützen&#8221;. Heute hat fast jeder von nichts mehr eine Ahnung. Eine gewisse Bildung gehört eben zur Grundausstattung eines Bürgers. Schliesslich stimmt man ja auch ab und zu über Kredite für Kulturinstitutionen ab, und eigentlich dürfte jemand, der Britney Spears als die grössere Kunst wie ein Shakespeare-Drama betrachtet, darüber gar nicht befinden.</p>
<p>Die Bemerkung, Herr Ganz möge doch würdig und still das Leben lieben und möglichst schweigen, ist Ausdruck eines Kulturpessimismus, wonach niemand mehr Kritik äussern dürfe. Wen es nicht interessiert, der soll einfach nicht hinhören und SCHWEIGEN. Kritik ist omnipräsent: Gewisse Politiker wettern gegen die angebliche politische Korrektheit (womit sie bloss ihr eigenes Weltbild in der Öffentlichkeit zementieren wollen). Gewisse Medien machen die Intellektuellen fertig und verhöhnen sie (z.B. Muschg im TA, Hürlimann in der NZZ). Hingegen ist es mittlerweile verpönt, wenn Kulturschaffende Kritik äussern: Sie werden als Spiesser, Landesverräter oder Moralapostel verhöhnt, man spricht ihnen die Urteilsberechtigung ab oder sie werden einfach totgeschwiegen. Mit ihren Argumenten will man sich schon gar nicht mehr auseinandersetzen &#8211; es reicht, wenn man ihre Kritik unbegründet als &#8220;sinnlos&#8221; bezeichnet. Damit ist das apodiktische Urteil schon ausgesprochen.</p>
<p>Es nützt zudem nichts, von einer wandelnden Welt zu sprechen, wenn man nicht die immergleichen Strukturen darin wieder aufblitzen sieht (Liebe, Schicksal, Intrigen, Macht, Gewalt, Tod etc.) Dies sind im übrigen auch die Themen von Kunst und Kultur, an denen die utilitaristisch verkürzte Frage &#8220;Was nützt mir das?&#8221; schon in manchem Lebensentwurf gescheitert ist.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kyrillos</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4924</link>
		<dc:creator>Kyrillos</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 10:14:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4924</guid>
		<description>Die Unwissenheit über das Hier und Jetzt eines jungen Menschen in diesem Text ist unheimlich. Es kann einem nur leid tun, wenn eine so abenteuerliche und in allen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen hochspannende, bewegte Gegenwart auf Kulturpessismus und Leistungsgesellschaftsopfertum reduziert wird. Das Wahnsinnige an Hamlet ist doch, dass er sich sowieso wiederholt, auch wenn er nicht gelesen wird. Ich respektiere das Schaffen und die Werke dieser erprobten Herren, doch ich wünsche mir von den Alten: Entweder würdig und still das eigene Leben zu lieben und zu SCHWEIGEN, oder sich mit der neuen Ordnung der sich doch immer WANDELNDEN Welt offen und neugierig zu befassen. Dann könnte aus ihrer Erfahrung vielleicht  sinnvolle Kommentare darüber abgegeben werden, und nicht...schon wieder Gejammer. 
Ein Fünfundzwanzigjähriger!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Unwissenheit über das Hier und Jetzt eines jungen Menschen in diesem Text ist unheimlich. Es kann einem nur leid tun, wenn eine so abenteuerliche und in allen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen hochspannende, bewegte Gegenwart auf Kulturpessismus und Leistungsgesellschaftsopfertum reduziert wird. Das Wahnsinnige an Hamlet ist doch, dass er sich sowieso wiederholt, auch wenn er nicht gelesen wird. Ich respektiere das Schaffen und die Werke dieser erprobten Herren, doch ich wünsche mir von den Alten: Entweder würdig und still das eigene Leben zu lieben und zu SCHWEIGEN, oder sich mit der neuen Ordnung der sich doch immer WANDELNDEN Welt offen und neugierig zu befassen. Dann könnte aus ihrer Erfahrung vielleicht  sinnvolle Kommentare darüber abgegeben werden, und nicht&#8230;schon wieder Gejammer.<br />
Ein Fünfundzwanzigjähriger!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Mario Schärli</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4923</link>
		<dc:creator>Mario Schärli</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 22:33:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4923</guid>
		<description>Wenn ich die Antworten von Herrn Ganz in diesem Interview lese, dann muss ich leider (und das als einer der &quot;Jungen&quot;) sagen, dass sie mich befremden. Sie bestätigen - man kann es nicht anders sagen - einige Clichés, welche den &quot;Alten&quot; entgegen gebracht werden. Auf geradezu schockierend irrationale Weise schliessen Sie aus den Taten weniger auf eine Mentalität der Jungen. Diese Fälle von Gewaltanwendung &quot;aus Spass&quot; sind wahrlich nicht repräsentativ für eine Generation.
Weiter sind die Füsse-auf-den-S-Bahn-Sitzen-Lasser offenbar durch ihr Verhalten bestimmt mit Ausländern und schlechtem Deutsch zu konnotieren, notabene ohne dass sie von ihnen je zurecht gewiesen worden wären. Die von ihnen dargestellte Mentalität haben sie hier schon so zur Gewissheit hochstilisiert, dass sie nicht mehr hinter sie zurück können und auf ihr aufbauend Vorurteile für bestätigt ansehen.
Dem Heute können sie nichts Positives abgewinnen, dem Gestern aber schon, wobei sie aber vergessen, dass sie auch in diesem Heute leben, dass dieses Heute auch eine Folge bzw. Entwicklung aus dem Gestern ist. Es ist die ihre Generation, welche die Gesellschaft mit geprägt hat, und so zu dem geformt hat, was sie heute ist. Das nicht als Vorwurf, sondern als Anstoss.
Nein, Herr Ganz, sie haben sich nicht arrangiert, und nein, es ist nicht alles halb so schlimm.
Sie sprechen von Würde im Alter: Diese könnte vielleicht auch im Heute stattfinden. Würde wäre meiner Ansicht nach sich, ohne sich im Alters-Spielplatz wiederfinden zu müssen, trotzdem als Teil dieser Gesellschaft zu sehen, sich der Realität zu stellen und ihr angemessen zu begegnen: Unbefangen, als Mitglied einer Gemeinschaft, zu der man sich selbst als zugehörig betrachtet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich die Antworten von Herrn Ganz in diesem Interview lese, dann muss ich leider (und das als einer der &#8220;Jungen&#8221;) sagen, dass sie mich befremden. Sie bestätigen &#8211; man kann es nicht anders sagen &#8211; einige Clichés, welche den &#8220;Alten&#8221; entgegen gebracht werden. Auf geradezu schockierend irrationale Weise schliessen Sie aus den Taten weniger auf eine Mentalität der Jungen. Diese Fälle von Gewaltanwendung &#8220;aus Spass&#8221; sind wahrlich nicht repräsentativ für eine Generation.<br />
Weiter sind die Füsse-auf-den-S-Bahn-Sitzen-Lasser offenbar durch ihr Verhalten bestimmt mit Ausländern und schlechtem Deutsch zu konnotieren, notabene ohne dass sie von ihnen je zurecht gewiesen worden wären. Die von ihnen dargestellte Mentalität haben sie hier schon so zur Gewissheit hochstilisiert, dass sie nicht mehr hinter sie zurück können und auf ihr aufbauend Vorurteile für bestätigt ansehen.<br />
Dem Heute können sie nichts Positives abgewinnen, dem Gestern aber schon, wobei sie aber vergessen, dass sie auch in diesem Heute leben, dass dieses Heute auch eine Folge bzw. Entwicklung aus dem Gestern ist. Es ist die ihre Generation, welche die Gesellschaft mit geprägt hat, und so zu dem geformt hat, was sie heute ist. Das nicht als Vorwurf, sondern als Anstoss.<br />
Nein, Herr Ganz, sie haben sich nicht arrangiert, und nein, es ist nicht alles halb so schlimm.<br />
Sie sprechen von Würde im Alter: Diese könnte vielleicht auch im Heute stattfinden. Würde wäre meiner Ansicht nach sich, ohne sich im Alters-Spielplatz wiederfinden zu müssen, trotzdem als Teil dieser Gesellschaft zu sehen, sich der Realität zu stellen und ihr angemessen zu begegnen: Unbefangen, als Mitglied einer Gemeinschaft, zu der man sich selbst als zugehörig betrachtet.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Röthlisberger</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4922</link>
		<dc:creator>Christian Röthlisberger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:00:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4922</guid>
		<description>oh, jetzt ist es plötzlich da. auch eine antwort. – merci viu mau.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>oh, jetzt ist es plötzlich da. auch eine antwort. – merci viu mau.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christian Röthlisberger</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4920</link>
		<dc:creator>Christian Röthlisberger</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:28:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4920</guid>
		<description>darf man fragen, warum dieses wunderbare interview online nicht verfügbar ist? ich wollte es eben im blog weiterempfehlen. 

neue strategie?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>darf man fragen, warum dieses wunderbare interview online nicht verfügbar ist? ich wollte es eben im blog weiterempfehlen. </p>
<p>neue strategie?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter Aufenast</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4919</link>
		<dc:creator>Peter Aufenast</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 17:27:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4919</guid>
		<description>Schmunzelnd habe ich die Antworten dieser zwei, noch etwas taufrischen Jünglinge konsumiert. Insbesondere das Statement von unserem guten Bruno: “ ... sie sind braun gebrannt, tragen Basecap und Turnschuhe und fühlen sich so jung”, könnte auf mich, einen trotz etwas klapprigen Knochen und einigen abgestorbenen grauen Hirnzellen, noch einigermaßen gut erhaltenen “70 plus” zutreffen. Vor Jahren war ich beruflich weltweit tätig. Heute genieße ich den dritten Lebensabschnitt und bereise als Globetrotter mit Rollkoffer, wie es sich für „Gruftis“ geziemt und hin und wieder, Schande!, mit Rucksack und Schlafsack die Welt. Ich bevorzuge soweit möglich Bahn, Schiff, Bus und Miet-Pkw anstelle von Airlines. In den Gastländern benutze ich die gleichen (manchmal etwas komischen!) Verkehrsmittel wie die Einheimischen. Als Genießer lasse ich mich auch in den abgelegensten Orten kulinarisch überraschen und probiere (fast) alles aus! Auf meinen Reisen treffe ich auch immer wieder auf Junge, die zwischen Matura und Studium oder nach der Lehre die Welt selbstsicher und mit offenen Augen bereisen, aber auch Junge die schon als Greise zur Welt gekommen sind. Und dann gibt es auch die Alten, die mit Basecap und Turnschuhen, wie ich auf unserem (noch) schönen blauen Planeten auf mehr oder weniger abenteuerliche Weise voller Elan unterwegs sind und eine extreme Selbstzufriedenheit ausstrahlen. „Das ist so  furchtbar!“, sagt Bruno. Und Martin spricht von einer nervenden Begeisterungsfähigkeit! 

So oder so, ich bleibe bei meiner Philosophie: Das Leben ist zu kurz, um es nicht in vollen Zügen zu genießen und beherzige das Zitat: Die Welt ist ein Buch, wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wenn ich einmal das hölzerne Pyjama anziehen und die Radieschen von unten ansehen  muss, will ich sagen können: „Pesche, dein Leben war lebenswert!“</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schmunzelnd habe ich die Antworten dieser zwei, noch etwas taufrischen Jünglinge konsumiert. Insbesondere das Statement von unserem guten Bruno: “ &#8230; sie sind braun gebrannt, tragen Basecap und Turnschuhe und fühlen sich so jung”, könnte auf mich, einen trotz etwas klapprigen Knochen und einigen abgestorbenen grauen Hirnzellen, noch einigermaßen gut erhaltenen “70 plus” zutreffen. Vor Jahren war ich beruflich weltweit tätig. Heute genieße ich den dritten Lebensabschnitt und bereise als Globetrotter mit Rollkoffer, wie es sich für „Gruftis“ geziemt und hin und wieder, Schande!, mit Rucksack und Schlafsack die Welt. Ich bevorzuge soweit möglich Bahn, Schiff, Bus und Miet-Pkw anstelle von Airlines. In den Gastländern benutze ich die gleichen (manchmal etwas komischen!) Verkehrsmittel wie die Einheimischen. Als Genießer lasse ich mich auch in den abgelegensten Orten kulinarisch überraschen und probiere (fast) alles aus! Auf meinen Reisen treffe ich auch immer wieder auf Junge, die zwischen Matura und Studium oder nach der Lehre die Welt selbstsicher und mit offenen Augen bereisen, aber auch Junge die schon als Greise zur Welt gekommen sind. Und dann gibt es auch die Alten, die mit Basecap und Turnschuhen, wie ich auf unserem (noch) schönen blauen Planeten auf mehr oder weniger abenteuerliche Weise voller Elan unterwegs sind und eine extreme Selbstzufriedenheit ausstrahlen. „Das ist so  furchtbar!“, sagt Bruno. Und Martin spricht von einer nervenden Begeisterungsfähigkeit! </p>
<p>So oder so, ich bleibe bei meiner Philosophie: Das Leben ist zu kurz, um es nicht in vollen Zügen zu genießen und beherzige das Zitat: Die Welt ist ein Buch, wer nie reist, sieht nur eine Seite davon. Wenn ich einmal das hölzerne Pyjama anziehen und die Radieschen von unten ansehen  muss, will ich sagen können: „Pesche, dein Leben war lebenswert!“</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: lizzy</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/alles-halb-so-schlimm/comment-page-1/#comment-4914</link>
		<dc:creator>lizzy</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2009 16:35:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=3498#comment-4914</guid>
		<description>Das hat ja wieder einmal gut getan: Statt endlich einmal Ermunterung oder ein Lob zu bekommen, was die Jungen alles gut machen (Neugier, Unverdorbenheit, Eifer, Sehnsucht, Humor, Unvoreingenommenheit...) bekommen wir von einem ‚alten’ Mann, der seine Pfründe abgeholt hat, zu hören, dass mit der Jugend alles ‚den Bach runter’ gehe. 

Irgendwann einmal war es Tugend, alte Menschen für weise zu halten, reich an Erfahrungen, von denen junge Leute lernen können. Diese Verantwortung haben viele ‚Alte’ längst abgegeben, und viele Lehrer und Dozierende wissen oft selbst nicht, wovon sie sprechen, wenn sie uns den Faust vorlegen. 

Dieser alte Mann scheint sich im Leben so sehr etabliert zu haben, dass er sich keine Fragen mehr zu stellen braucht. 

Da ist null Einfühlungsvermögen in die Jugend, die sich ihren Weg zur Sinnhaftigkeit selber bahnen muss, und dazu noch von ‚oben’ bespuckt wird. Schade, dass ein so berühmter Name letztlich ein weiteres Mal nur enttäuscht. 

Was soll ich von einem solchen Menschen lernen, der zwar die Füsse nicht auf die Sitzbank legt, ansonsten aber nichts mit der Jugend zu teilen hat? Der von ‚Verarmung’ (woran?) spricht, nur weil er sich selbst nicht mehr zu sorgen braucht? Was soll dieser Frontalangriff auf die Nachkommen? Wo ist die Überlieferung der ‚wirklichen Werte’ an die Nachwelt steckengeblieben?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das hat ja wieder einmal gut getan: Statt endlich einmal Ermunterung oder ein Lob zu bekommen, was die Jungen alles gut machen (Neugier, Unverdorbenheit, Eifer, Sehnsucht, Humor, Unvoreingenommenheit&#8230;) bekommen wir von einem ‚alten’ Mann, der seine Pfründe abgeholt hat, zu hören, dass mit der Jugend alles ‚den Bach runter’ gehe. </p>
<p>Irgendwann einmal war es Tugend, alte Menschen für weise zu halten, reich an Erfahrungen, von denen junge Leute lernen können. Diese Verantwortung haben viele ‚Alte’ längst abgegeben, und viele Lehrer und Dozierende wissen oft selbst nicht, wovon sie sprechen, wenn sie uns den Faust vorlegen. </p>
<p>Dieser alte Mann scheint sich im Leben so sehr etabliert zu haben, dass er sich keine Fragen mehr zu stellen braucht. </p>
<p>Da ist null Einfühlungsvermögen in die Jugend, die sich ihren Weg zur Sinnhaftigkeit selber bahnen muss, und dazu noch von ‚oben’ bespuckt wird. Schade, dass ein so berühmter Name letztlich ein weiteres Mal nur enttäuscht. </p>
<p>Was soll ich von einem solchen Menschen lernen, der zwar die Füsse nicht auf die Sitzbank legt, ansonsten aber nichts mit der Jugend zu teilen hat? Der von ‚Verarmung’ (woran?) spricht, nur weil er sich selbst nicht mehr zu sorgen braucht? Was soll dieser Frontalangriff auf die Nachkommen? Wo ist die Überlieferung der ‚wirklichen Werte’ an die Nachwelt steckengeblieben?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
