20.10.2007 von Andrea Schenkel
Was ich mag: Lange schlafen, was Luxus ist bei drei Kindern, den ganzen Tag im Schlafanzug vertrödeln, hier scheint der Luxus schon gar nicht mehr enden zu wollen; heiss duschen und baden, vielleicht werden die Japaner deshalb so alt; Regen, Blitz, Donner und das Geräusch fallender Tropfen; den Geruch, der nach dem Regen in der Luft liegt; irgendwo sitzen und die Wolken anschauen und an das Gedicht mit der Wolke von Bertolt Brecht denken; nachts an beleuchteten Fenstern vorbeifahren und sich zu jedem Fenster Geschichten ausdenken; Bücher, denn sie haben für mich etwas Heiliges – der Umschlag, das Papier, der Druck, der Geruch; Jazz, die Stimme von Maria Callas, Opern (am liebsten tragische), auch wenn ich absolut keine Ahnung von Musik habe; Kurt Weill, Lotte Lenya, Kandinsky.
Was ich nicht mag: Sport, Ferien auf dem Bauernhof, Thomas Mann (ich mag Klaus und Heinrich lieber), Lodenmäntel, Hüpfburgen, Freibäder, Elternstammtische, Fitnessstudios, Smalltalk, Menschen, die sich selbst zu wichtig nehmen.

Bild: Grafilu