25.07.2007 von Barbara Weber
Was ich mag: Luna (den Hund meines Bruders), Sonne auf der Haut, Leben im Widerspruch, Zerrissenheit, keinen Netz-Empfang auf meinem Handy, Verschwendung, viel Liebe einfach so, Grillen auf dem Balkon. Freunde, die in unserer Wohnung schlafen, freche kleine Jungs, Diamanten, Schmuck von Cartier, Carl Hegemann, Pilze suchen, alte Liebesbriefe lesen, die falschen Fragen stellen dürfen, spazieren gehen alleine, schöne Schuhe, Glück, schöne Männer, mich üben in Gelassenheit, düstere Gedanken, Frauen mit tiefen Stimmen, Abstürzen einfach so, Fassbinder, den Bauch meines Freundes, Koffein, französischen Pop, weisse Bettwäsche, älter werden, Böötli, mit dem Nachtzug verreisen, nachdenken über all das Verpasste.
Was ich nicht mag: Mode-Opfer, Obrigkeitshörigkeit, Security, eingebildete Künstler, ironiefreie Zonen, hochheiraten, Trendrestaurants, Menschen, die sich ihr Leben lang nur erreichbare Ziele setzen, Filterkaffee, perfekte Hausfrauen, schwarzfahren und dabei erwischt werden, Feigheit, Notausstieg, Luxus-Opfer, synthetische Parfüms, Heuschnupfen.

Bild: Image by Grafilu