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	<title>Kommentare zu: Das Ende des Reisens</title>
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	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Sep 2010 13:35:58 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Yadgar</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-5188</link>
		<dc:creator>Yadgar</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 21:45:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich gehöre zu jenen Menschen, die seit ihrer Jugend einen ganz spezifischen Reisetraum haben, der sie nicht mehr loslässt, darunter allerdings zu jenem (heutzutage vermutlich eher kleinen) Teil, die sich diesen Traum aus unterschiedlichen Gründen nie erfüllen konnten: mit gerade einmal 14 Jahren, im Herbst 1983, verliebte ich mich unsterblich in ausgerechnet Afghanistan.

Damals wäre eine Reise nach Afghanistan (zumal auf jene Hippie-Art, wie sie mir in meiner pubertären Naivität und angeregt durch Globetrotter-Literatur der 70er Jahre vorschwebte) glatter Selbstmord gewesen, auch nach dem Sturz der DVPA-Kommunisten, der Machtergreifung von Mujahedin und schließlich Taliban änderte sich daran bekanntlich nichts - obwohl es einige Unerschrockene sogar aus meiner Generation gab, die sich von den Gefahren des Bürgerkrieges nicht abschrecken ließen, ich erwähne in diesem Zusammenhang den Briten Jason Elliot, der sich schon als 19jähriger Schüler und dann wieder 1995 ausgiebig auf eigene Faust im Land umsah, sehr lesenswert sein Reisebericht &quot;Unerwartetes Licht&quot;!

Lediglich in den Jahren 2002 bis 2005 war es in den meisten Landesteilen ruhig genug, um sich ohne akute Lebensgefahr dort aufhalten zu können - und dieses Zeitfenster verpasste ich aus Sorge um mein berufliches Fortkommen. Inzwischen ist Afghanistan wieder so unbereisbar wie seit 1978, und angesichts der Nachrichten von dort, die ich als Betreuer eines Informations-Website für angehende Entwicklungshelfer regelmäßig verfolge, rechne ich inzwischen nicht mehr damit, dass sich dies im Laufe der nächsten Jahrzehnte ändert.

Aber auch was meine generelle Sehnsucht nach Ferne angeht - und die beschränkte sich von Anfang an keineswegs auf Afghanistan - hat mich die allgemeine kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung weitgehend desillusioniert. Das Flugzeug als Reiseverkehrsmittel kam für mich von Anfang an nie in Frage (ich habe in meinem bisherigen Leben ganze zwei Flugreisen unternommen und hoffe, dass dies auch so bleibt - mir kam es jedes Mal wie banales Länder-Zapping vor, abgesehen davon, dass ich mich in Flugzeugen grundsätzlich nicht wohl fühle), mein Reiseideal war immer durch radikal ökologische Ansprüche bestimmt, so dass angesichts der Entfernungen meiner Sehnsuchtsziele (neben Afghanistan unter anderem Indien, Nordafrika, Argentinien und Chile) eigentlich nur monate- bis jahrelange Fahrradreisen in Frage kamen. Zeit- und Geldmangel verhinderten allerdings auch dieses.

Also musste ich damit vorlieb nehmen, mein Fernweh im Internet zu stillen - und da wurde mir im Laufe der Zeit klar, dass die Banalisierung des Reisens nicht nur durch die Massen von Pauschaltouristen und Billigfliegern vorangetrieben wird, sondern auch durch die mittlerweile praktisch lückenlose Abdeckung des Planeten durch mediale Berichterstattung, auch und gerade im Internet. Es gibt buchstäblich keine weißen oder auch nur grauen Flecken auf der Weltkarte mehr, selbst auf Tristan da Cunha oder im nordsibirischen Putorana-Gebirge waren schon Teams von &quot;Geo&quot; oder &quot;National Geographic&quot; und haben die entlegensten Enden der Welt ins grelle Licht der Hochglanzöffentlichkeit getaucht. Und &quot;alternatives&quot; Reisen, einst eine Domäne langhaariger Ausgeflippter, findet auf Dutzenden von Internetforen statt, wo man dann die immer gleichen Threads über die neuesten technischen Ausrüstungs-Gimmicks, Internetcafés in Lima, Goa oder Papeete, Autoversicherungen und Flugverbindungen liest.

Reisen ist banal geworden, egal, was man auch immer anstellt, um dem touristischen Mainstream zu entkommen... und ich frage mich zunehmend, ob das Zurücklegen von Entfernungen, die über alltägliche Besorgungen hinausgehen, zwingend Bestandteil eines erfüllenden, gelingenden Lebens sein muss.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehöre zu jenen Menschen, die seit ihrer Jugend einen ganz spezifischen Reisetraum haben, der sie nicht mehr loslässt, darunter allerdings zu jenem (heutzutage vermutlich eher kleinen) Teil, die sich diesen Traum aus unterschiedlichen Gründen nie erfüllen konnten: mit gerade einmal 14 Jahren, im Herbst 1983, verliebte ich mich unsterblich in ausgerechnet Afghanistan.</p>
<p>Damals wäre eine Reise nach Afghanistan (zumal auf jene Hippie-Art, wie sie mir in meiner pubertären Naivität und angeregt durch Globetrotter-Literatur der 70er Jahre vorschwebte) glatter Selbstmord gewesen, auch nach dem Sturz der DVPA-Kommunisten, der Machtergreifung von Mujahedin und schließlich Taliban änderte sich daran bekanntlich nichts &#8211; obwohl es einige Unerschrockene sogar aus meiner Generation gab, die sich von den Gefahren des Bürgerkrieges nicht abschrecken ließen, ich erwähne in diesem Zusammenhang den Briten Jason Elliot, der sich schon als 19jähriger Schüler und dann wieder 1995 ausgiebig auf eigene Faust im Land umsah, sehr lesenswert sein Reisebericht &#8220;Unerwartetes Licht&#8221;!</p>
<p>Lediglich in den Jahren 2002 bis 2005 war es in den meisten Landesteilen ruhig genug, um sich ohne akute Lebensgefahr dort aufhalten zu können &#8211; und dieses Zeitfenster verpasste ich aus Sorge um mein berufliches Fortkommen. Inzwischen ist Afghanistan wieder so unbereisbar wie seit 1978, und angesichts der Nachrichten von dort, die ich als Betreuer eines Informations-Website für angehende Entwicklungshelfer regelmäßig verfolge, rechne ich inzwischen nicht mehr damit, dass sich dies im Laufe der nächsten Jahrzehnte ändert.</p>
<p>Aber auch was meine generelle Sehnsucht nach Ferne angeht &#8211; und die beschränkte sich von Anfang an keineswegs auf Afghanistan &#8211; hat mich die allgemeine kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung weitgehend desillusioniert. Das Flugzeug als Reiseverkehrsmittel kam für mich von Anfang an nie in Frage (ich habe in meinem bisherigen Leben ganze zwei Flugreisen unternommen und hoffe, dass dies auch so bleibt &#8211; mir kam es jedes Mal wie banales Länder-Zapping vor, abgesehen davon, dass ich mich in Flugzeugen grundsätzlich nicht wohl fühle), mein Reiseideal war immer durch radikal ökologische Ansprüche bestimmt, so dass angesichts der Entfernungen meiner Sehnsuchtsziele (neben Afghanistan unter anderem Indien, Nordafrika, Argentinien und Chile) eigentlich nur monate- bis jahrelange Fahrradreisen in Frage kamen. Zeit- und Geldmangel verhinderten allerdings auch dieses.</p>
<p>Also musste ich damit vorlieb nehmen, mein Fernweh im Internet zu stillen &#8211; und da wurde mir im Laufe der Zeit klar, dass die Banalisierung des Reisens nicht nur durch die Massen von Pauschaltouristen und Billigfliegern vorangetrieben wird, sondern auch durch die mittlerweile praktisch lückenlose Abdeckung des Planeten durch mediale Berichterstattung, auch und gerade im Internet. Es gibt buchstäblich keine weißen oder auch nur grauen Flecken auf der Weltkarte mehr, selbst auf Tristan da Cunha oder im nordsibirischen Putorana-Gebirge waren schon Teams von &#8220;Geo&#8221; oder &#8220;National Geographic&#8221; und haben die entlegensten Enden der Welt ins grelle Licht der Hochglanzöffentlichkeit getaucht. Und &#8220;alternatives&#8221; Reisen, einst eine Domäne langhaariger Ausgeflippter, findet auf Dutzenden von Internetforen statt, wo man dann die immer gleichen Threads über die neuesten technischen Ausrüstungs-Gimmicks, Internetcafés in Lima, Goa oder Papeete, Autoversicherungen und Flugverbindungen liest.</p>
<p>Reisen ist banal geworden, egal, was man auch immer anstellt, um dem touristischen Mainstream zu entkommen&#8230; und ich frage mich zunehmend, ob das Zurücklegen von Entfernungen, die über alltägliche Besorgungen hinausgehen, zwingend Bestandteil eines erfüllenden, gelingenden Lebens sein muss.</p>
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		<title>Von: Claudia Langer</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-160</link>
		<dc:creator>Claudia Langer</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Als ebenfalls &quot;alte&quot; und erfahrende Reisende hat er uns doch so aus der Seele gesprochen. Mit grossem Vergnügen und Zustimmung habe ich den Artikel gelesen, aber ein kleiner Trost. Es gibt sie (noch), die geheimen weissen Flecken auf dieser Welt. Sicher ist einer davon Suriname, ehemals holl. Kolonie in Südamerika. Ohne Gefahren, aber eben &quot;reisend&quot; auf Entdeckung von Kulturen und Natur gehen. Loslassen können und wollen, dann findet man hier noch ein kleines, vergessenes Paradies.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als ebenfalls &quot;alte&quot; und erfahrende Reisende hat er uns doch so aus der Seele gesprochen. Mit grossem Vergnügen und Zustimmung habe ich den Artikel gelesen, aber ein kleiner Trost. Es gibt sie (noch), die geheimen weissen Flecken auf dieser Welt. Sicher ist einer davon Suriname, ehemals holl. Kolonie in Südamerika. Ohne Gefahren, aber eben &quot;reisend&quot; auf Entdeckung von Kulturen und Natur gehen. Loslassen können und wollen, dann findet man hier noch ein kleines, vergessenes Paradies.</p>
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		<title>Von: Cyrill Burch</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-161</link>
		<dc:creator>Cyrill Burch</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=165#comment-161</guid>
		<description>Eine halbe Stunde habe ich gebraucht, um mich von diesem Text geistig zu lösen. Genial. Der James hat mich soweit vom Jetzt und Hier weggeworfen, in mir soviel kribbelndes Fernweh ausgelöst, dass nur die eiserne Allgegenwärtigkeit der Vernunft mich wieder zurück holte und ein spontanes Abhauen verhinderte. Er betoniert mir meine Vorstellung vom Leben und Reisen. Auch ich will die Welt nicht nur gesehen und von ihr profitiert haben. Ich will sie gefühlt und geatmet haben! Schon mit 17 habe ich angefangen herum zu trampen, genau aus dem Verlangen nach Erlebnissen wie sie Hamilton beschreibt. Klar haben sich die Zeiten verändert, auch spürt man zum Teil einen gefrusteten oder desillusionierten Autor, was mich aber nicht hindert nach solchen/seinen Erlebnissen zu streben! Die Lektüre provoziert mir sogar die Fragen: Was will ich? Was wollen wir? Und wenn ich als normaler Jugendlicher von Vielem schreibe, mich fähig fühle, aber von einer dicken Wand von allgemeinen Möglichkeiten stehe. Ja von ihr eingeschlossen, umzingelt bin und an der Unfähigkeit mich zu entscheiden, geistig und &lt;&lt;perspektivisch&gt;&gt;  zu ersticken drohe, gibt mit das verströhmte Herzblut des Autors frische Luft! Welt ich komme! Aber zuerst jetzt an meine Maurerhusi!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine halbe Stunde habe ich gebraucht, um mich von diesem Text geistig zu lösen. Genial. Der James hat mich soweit vom Jetzt und Hier weggeworfen, in mir soviel kribbelndes Fernweh ausgelöst, dass nur die eiserne Allgegenwärtigkeit der Vernunft mich wieder zurück holte und ein spontanes Abhauen verhinderte. Er betoniert mir meine Vorstellung vom Leben und Reisen. Auch ich will die Welt nicht nur gesehen und von ihr profitiert haben. Ich will sie gefühlt und geatmet haben! Schon mit 17 habe ich angefangen herum zu trampen, genau aus dem Verlangen nach Erlebnissen wie sie Hamilton beschreibt. Klar haben sich die Zeiten verändert, auch spürt man zum Teil einen gefrusteten oder desillusionierten Autor, was mich aber nicht hindert nach solchen/seinen Erlebnissen zu streben! Die Lektüre provoziert mir sogar die Fragen: Was will ich? Was wollen wir? Und wenn ich als normaler Jugendlicher von Vielem schreibe, mich fähig fühle, aber von einer dicken Wand von allgemeinen Möglichkeiten stehe. Ja von ihr eingeschlossen, umzingelt bin und an der Unfähigkeit mich zu entscheiden, geistig und <
<perspektivisch>>  zu ersticken drohe, gibt mit das verströhmte Herzblut des Autors frische Luft! Welt ich komme! Aber zuerst jetzt an meine Maurerhusi!</p>
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		<title>Von: Garabet Gül</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-162</link>
		<dc:creator>Garabet Gül</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=165#comment-162</guid>
		<description>Ich habe diesen Artikel gestern im Zug auf dem Weg nach Hause gelesen. Wunderbar geschrieben. Obschon ich langsam aber sicher das Wort Klimawandel oder -erwärmung nicht mehr hören kann. Doch bei Herrn Hamilton-Paterson steckt mehr Herzblut, Leidenschaft und Sehnsucht, mehr gesunder Egoismus, mehr Ehrlichkeit und mehr (Selbst-)Ironie im Text als bei vielen anderen Möchtegern-Ökomoralisten, deren ätzende Selbstlosigkeit so falsch daherkommt, dass sie wie eine Karikatur (ihrer selbst) daherkommen - ich behaupte, selbstbewusst wie ich bin, dass in meinem linken Ei mehr Altruismus steckt als im ganzen Organismus von Al Gore. Zuhause angekommen, führe ich mir die Tageschau zu Gemüte. Die Schweizer seien noch nie zuvor so viel in die Ferien geflogen wie in diesen Sommer. Den Kuonisprecher freuts. Das schlechte Wetter triebe die Schweizer unter die Sonne am Mittelmeer. Und was antworten einem diese Menschen, wenn man sie auf ihren ökologischen und kulturellen(!) Schwachsinn, eine Woche nach Spanien oder in die Türkei zu fliegen, anspricht? &quot;Das Flugzeug würde auch ohne mich fliegen&quot;.Genau. Verdammt! Die Flieger fliegen so oft und billig, weil eben zu viele Menschen so denken! Wieder einmal scheint es Zeit zu sein für eine grundsätzliche &quot;Umwertung der Werte&quot;.
Anfangen könnte man vielleicht mit ein wenig Bildung.Aber erst nach dem Fick und dem Kebap in der Südtürkei. Zu mehr reicht eine Woche nicht aus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe diesen Artikel gestern im Zug auf dem Weg nach Hause gelesen. Wunderbar geschrieben. Obschon ich langsam aber sicher das Wort Klimawandel oder -erwärmung nicht mehr hören kann. Doch bei Herrn Hamilton-Paterson steckt mehr Herzblut, Leidenschaft und Sehnsucht, mehr gesunder Egoismus, mehr Ehrlichkeit und mehr (Selbst-)Ironie im Text als bei vielen anderen Möchtegern-Ökomoralisten, deren ätzende Selbstlosigkeit so falsch daherkommt, dass sie wie eine Karikatur (ihrer selbst) daherkommen &#8211; ich behaupte, selbstbewusst wie ich bin, dass in meinem linken Ei mehr Altruismus steckt als im ganzen Organismus von Al Gore. Zuhause angekommen, führe ich mir die Tageschau zu Gemüte. Die Schweizer seien noch nie zuvor so viel in die Ferien geflogen wie in diesen Sommer. Den Kuonisprecher freuts. Das schlechte Wetter triebe die Schweizer unter die Sonne am Mittelmeer. Und was antworten einem diese Menschen, wenn man sie auf ihren ökologischen und kulturellen(!) Schwachsinn, eine Woche nach Spanien oder in die Türkei zu fliegen, anspricht? &quot;Das Flugzeug würde auch ohne mich fliegen&quot;.Genau. Verdammt! Die Flieger fliegen so oft und billig, weil eben zu viele Menschen so denken! Wieder einmal scheint es Zeit zu sein für eine grundsätzliche &quot;Umwertung der Werte&quot;.<br />
Anfangen könnte man vielleicht mit ein wenig Bildung.Aber erst nach dem Fick und dem Kebap in der Südtürkei. Zu mehr reicht eine Woche nicht aus.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Michi Zollinger</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-163</link>
		<dc:creator>Michi Zollinger</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=165#comment-163</guid>
		<description>Ein sehr schöner Artikel, der mich ziemlich traurig gestimmt hat, denn was im zweiten Teil über Umweltzerstörung geschrieben wird, ist leider war und habe ich während der letzten 12 Monate reisen in Südamerika auch gesehen. Nicht nur in der Schweiz verschwinden die Gletscher. Ich sah Fotos des Cotopaxi in Ecuador, wie er vor dreissig Jahren ausgesehen hat.Heute ist noch knapp ein Drittel des Schnees vorhanden.Auch der Dschungel wird immer mehr zurückgedrängt, muss Viehzuchten weichen. Auch wenn heute nicht mehr so viel über das Abholzen des Dschungels geschrieben wird, so wird doch weiterhin fleissig geholzt. Ich brach aus ähnlichen Gründen wie James Hamilton-Paterson auf, die Welt zu entdecken. Ohne Lonely Planet oder Footprint, sondern mit einer Landkarte. Irgendwann erstand ich in einem Büchertausch doch ein South American Handbook, um  nicht an die gleichen Orte zu gehen wie alle anderen Backpacker, aber auch deshalb, weil ich es später wieder für zehn Dollar verkaufen konnte und mich das eingetauschte Buch knapp zwei Franken kostete. Die Zeiten des Reisens haben sich sicherlich geändert, ich kann zwar nicht den alten Zeiten nachtrauern, weil ich damals noch nicht da war. Heute  sind die Around-the-World-Tickets sehr in Mode. Ein Jahr Auszeit, ein Zwischenjahr, 12 Monate für sechs Kontinente und 30 Länder.  Einmal traf ich sogar einen Amerikaner, der nur drei Monate Zeit hatte, aber trotzdem das ganze Programm wollte. Also einmal rundherum, gewissermassen in 80 Tagen. Und  er meinte dann, er hätte alles gesehen...In den 13 Monaten, die meine Reise dauern wird, habe ich fünf Länder gesehen, zwei davon  aber nur rund einen Monat, dafür Ecuador, Bolivien und Kolumbien in Ruhe. Ich würde immer noch behaupten, dass Reisen die beste Schule ist, sozusagen ein &quot;Studium der Lebenskunst&quot;, aber es wird immer schwieriger, vom Gringotrail loszukommen. Es braucht einfach ein bisschen mehr Kreativität und Geduld.
Am besten reist man wahrscheinlich per Fahrrad und Schiff.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr schöner Artikel, der mich ziemlich traurig gestimmt hat, denn was im zweiten Teil über Umweltzerstörung geschrieben wird, ist leider war und habe ich während der letzten 12 Monate reisen in Südamerika auch gesehen. Nicht nur in der Schweiz verschwinden die Gletscher. Ich sah Fotos des Cotopaxi in Ecuador, wie er vor dreissig Jahren ausgesehen hat.Heute ist noch knapp ein Drittel des Schnees vorhanden.Auch der Dschungel wird immer mehr zurückgedrängt, muss Viehzuchten weichen. Auch wenn heute nicht mehr so viel über das Abholzen des Dschungels geschrieben wird, so wird doch weiterhin fleissig geholzt. Ich brach aus ähnlichen Gründen wie James Hamilton-Paterson auf, die Welt zu entdecken. Ohne Lonely Planet oder Footprint, sondern mit einer Landkarte. Irgendwann erstand ich in einem Büchertausch doch ein South American Handbook, um  nicht an die gleichen Orte zu gehen wie alle anderen Backpacker, aber auch deshalb, weil ich es später wieder für zehn Dollar verkaufen konnte und mich das eingetauschte Buch knapp zwei Franken kostete. Die Zeiten des Reisens haben sich sicherlich geändert, ich kann zwar nicht den alten Zeiten nachtrauern, weil ich damals noch nicht da war. Heute  sind die Around-the-World-Tickets sehr in Mode. Ein Jahr Auszeit, ein Zwischenjahr, 12 Monate für sechs Kontinente und 30 Länder.  Einmal traf ich sogar einen Amerikaner, der nur drei Monate Zeit hatte, aber trotzdem das ganze Programm wollte. Also einmal rundherum, gewissermassen in 80 Tagen. Und  er meinte dann, er hätte alles gesehen&#8230;In den 13 Monaten, die meine Reise dauern wird, habe ich fünf Länder gesehen, zwei davon  aber nur rund einen Monat, dafür Ecuador, Bolivien und Kolumbien in Ruhe. Ich würde immer noch behaupten, dass Reisen die beste Schule ist, sozusagen ein &quot;Studium der Lebenskunst&quot;, aber es wird immer schwieriger, vom Gringotrail loszukommen. Es braucht einfach ein bisschen mehr Kreativität und Geduld.<br />
Am besten reist man wahrscheinlich per Fahrrad und Schiff.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Hans Dellenbach</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-ende-des-reisens/comment-page-1/#comment-164</link>
		<dc:creator>Hans Dellenbach</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=165#comment-164</guid>
		<description>Natürlich trifft Herr Hamilton-Paterson exakt den Punkt. Wer oft unterwegs ist braucht keine weiteren Beweise dafür, dass uns die moderne Fliegerei infantilisiert und dass die zunehmende Reiserei unseren Horizont nur einengt. Der Ton des Artikels ist allerdings beissend vor Selbstmitleid. Wie viel edler früher doch alles war (als der Autor noch reiste) und wie schlimm doch die Welt geworden ist, in der man Häuser in der Toscana nicht mehr für einen Pappenstiel kaufen kann. Wer mit offenen Sinnen durchs Leben geht sucht  zum eigenen Glück das Abenteuer nicht mehr im brasilianischen Dschungel und die Exklusivität nicht mehr in Lybien, sondern jeden Tag gleich vor der Haustür: Einfach da, wo sonst keiner hinschaut - wie das schon früher der Fall war.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich trifft Herr Hamilton-Paterson exakt den Punkt. Wer oft unterwegs ist braucht keine weiteren Beweise dafür, dass uns die moderne Fliegerei infantilisiert und dass die zunehmende Reiserei unseren Horizont nur einengt. Der Ton des Artikels ist allerdings beissend vor Selbstmitleid. Wie viel edler früher doch alles war (als der Autor noch reiste) und wie schlimm doch die Welt geworden ist, in der man Häuser in der Toscana nicht mehr für einen Pappenstiel kaufen kann. Wer mit offenen Sinnen durchs Leben geht sucht  zum eigenen Glück das Abenteuer nicht mehr im brasilianischen Dschungel und die Exklusivität nicht mehr in Lybien, sondern jeden Tag gleich vor der Haustür: Einfach da, wo sonst keiner hinschaut &#8211; wie das schon früher der Fall war.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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