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	<title>Kommentare zu: Das Evangelium nach Google</title>
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	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
	<lastBuildDate>Sat, 13 Mar 2010 18:14:20 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Patrick Weiss</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-evangelium-nach-google/comment-page-1/#comment-165</link>
		<dc:creator>Patrick Weiss</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Gerade weil das Thema so spannend, weil wohl auch die Spannung zwischen Googles positivem Selbstbild und seiner Unternehmensphilosphie einerseits, seiner wirtschaftlichen, technischen und symbolischen Macht andererseits ziemlich irritierend ist, hätte ich mir vom Interview im ‚Magazin‘ ein bisschen mehr erhofft. Auf jeden Fall einen anderen Stil seitens des Interviewers.

Rico Czerwinskis macht indessen auf Konfrontation. Vor allem: Immer wieder polarisiert er zwischen den armen, unschuldigen, schützenswerten Usern und der bösen, allmächtigen, unaufhaltsam expandierenden Krake Google. Nicht, dass alles was er fragt und feststellt abwegig wäre. Was die objektive Funktion der kommerziellen Angebote von Google angeht, und wie das Unternehmen mit privaten Daten umgeht - natürlich kann und muss man hier radikal kritisch denken. Aber Vorwürfe in jedem zweiten Satz nach dem Motto „Ihr seid doch die Bösen“ scheinen mir in zweifacher Hinsicht am Thema vorbeizugehen:

Die IT- (Internet, Web-2.0 usw.-) Revolution ist eine technologische und gesellschaftliche Tatsache; was da passiert, wird sicher von Google massgeblich gestaltet, aber vom Grundprinzip her nicht erfunden. Wie mit allen technischen Möglichkeiten muss man sich auch mit allen Folgen der Internet-Technologien auseinandersetzen – aber (solange nicht wirklich destruktive Kräfte am Werk sind) nicht auf der Ebene von Beschuldigungen. 2. Czerwinski kommt es nicht in den Sinn, die epochalen Möglichkeiten durch die IT-Revolution, wie sie durch Google vorangetrieben werden, sagen wir einmal differenziert oder mit einer Mischung aus Anerkennung und Skepsis zu würdigen. Technischer Fortschritt war schon immer widersprüchlich.

Oder soll das Ganze durch Polarisierung, durch bewusste Schwarz-Weiss-Kontrastierung bestechen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade weil das Thema so spannend, weil wohl auch die Spannung zwischen Googles positivem Selbstbild und seiner Unternehmensphilosphie einerseits, seiner wirtschaftlichen, technischen und symbolischen Macht andererseits ziemlich irritierend ist, hätte ich mir vom Interview im ‚Magazin‘ ein bisschen mehr erhofft. Auf jeden Fall einen anderen Stil seitens des Interviewers.</p>
<p>Rico Czerwinskis macht indessen auf Konfrontation. Vor allem: Immer wieder polarisiert er zwischen den armen, unschuldigen, schützenswerten Usern und der bösen, allmächtigen, unaufhaltsam expandierenden Krake Google. Nicht, dass alles was er fragt und feststellt abwegig wäre. Was die objektive Funktion der kommerziellen Angebote von Google angeht, und wie das Unternehmen mit privaten Daten umgeht &#8211; natürlich kann und muss man hier radikal kritisch denken. Aber Vorwürfe in jedem zweiten Satz nach dem Motto „Ihr seid doch die Bösen“ scheinen mir in zweifacher Hinsicht am Thema vorbeizugehen:</p>
<p>Die IT- (Internet, Web-2.0 usw.-) Revolution ist eine technologische und gesellschaftliche Tatsache; was da passiert, wird sicher von Google massgeblich gestaltet, aber vom Grundprinzip her nicht erfunden. Wie mit allen technischen Möglichkeiten muss man sich auch mit allen Folgen der Internet-Technologien auseinandersetzen – aber (solange nicht wirklich destruktive Kräfte am Werk sind) nicht auf der Ebene von Beschuldigungen. 2. Czerwinski kommt es nicht in den Sinn, die epochalen Möglichkeiten durch die IT-Revolution, wie sie durch Google vorangetrieben werden, sagen wir einmal differenziert oder mit einer Mischung aus Anerkennung und Skepsis zu würdigen. Technischer Fortschritt war schon immer widersprüchlich.</p>
<p>Oder soll das Ganze durch Polarisierung, durch bewusste Schwarz-Weiss-Kontrastierung bestechen?</p>
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		<title>Von: Ricotta</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/das-evangelium-nach-google/comment-page-1/#comment-166</link>
		<dc:creator>Ricotta</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die entscheidende Frage wurde in diesem Interview leider nicht gestellt. WER definiert bei Google WIE, was böse ist?

z.B. Bei Google Adsense können Firmen Seitensprung-Portale bewerben. Ist das Unterstützen  vom Fremdgehen etwas Gutes?

Denn wie Vint Cerf sich ausdrückte: &quot;da sind auch Dinge in der realen Welt, die es wert sind, sie zu tun. Würdet ihr sie gern ausprobieren? &quot;

Anhand was wird Gut und Böse definiert bei Google? Gesunder Menschenverstand? Wer hat dann gesunden Menschenverstand und wer nicht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die entscheidende Frage wurde in diesem Interview leider nicht gestellt. WER definiert bei Google WIE, was böse ist?</p>
<p>z.B. Bei Google Adsense können Firmen Seitensprung-Portale bewerben. Ist das Unterstützen  vom Fremdgehen etwas Gutes?</p>
<p>Denn wie Vint Cerf sich ausdrückte: &quot;da sind auch Dinge in der realen Welt, die es wert sind, sie zu tun. Würdet ihr sie gern ausprobieren? &quot;</p>
<p>Anhand was wird Gut und Böse definiert bei Google? Gesunder Menschenverstand? Wer hat dann gesunden Menschenverstand und wer nicht?</p>
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