Der graue Gürtel

Senioren besetzen die besten Plätze im Hörsaal und bremsen Diskussionen mit endlosen Monologen. Das nervt.

20.10.2007 von Miriam Glass , 8 Kommentare

Wir sassen auf dem Balkon beim Abendessen. Meine Freundin Annette, Geschichtsstudentin in Basel, hörte nicht auf zu klagen. «Bei Picard ist es besonders schlimm», sagte sie. Jacques Picard ist Professor für Geschichte und jüdische Studien an der Universität Basel, und schlimm ist es bei ihm deshalb, weil jede Menge betagte Hörerinnen und Hörer in seine Vorlesungen und Seminare strömen. Dort machen sie sich auf den besten Plätzen breit, stellen dumme Fragen und monologisieren pausenlos. Manche jedenfalls. Das erzählt nicht nur Annette, fast alle Studenten, die ich frage, konstatieren dasselbe. Professor Picard sagt: «Es gibt immer Hörer, die sich in Szene setzen wollen.» Ich weiss. Aus meiner eigenen Studienzeit, und die liegt noch nicht weit zurück. Aber ich gehe doch noch mal hin, um es zu überprüfen.
Picard referiert im Hörsaal 115 über die «Geschichte der Juden in Deutschland von 1745 bis 1945». Annette hatte recht: Den Saal ziert der «graue Gürtel», wie Studierende das Band von grauen und kahlen Köpfen in den vorderen Bankreihen nennen. Zwanzig Minuten vor Vorlesungsbeginn treffen sich drei ältere Damen im Flur vor dem Hörsaal. «Wir sollten langsam rein, sonst müssen wir noch auf der Treppe sitzen», mahnen sie einander. über Pensionierte, die extra früh kommen und Plätze blockieren, ärgern sich die jüngeren Studenten. «Die Alten setzen sich auf die Randplätze. Und regen sich auf, wenn man etwas zu spät kommt und sie aufstehen müssen, um einen vorbeizulassen», sagt Daniela, die in Basel Kunstgeschichte studiert. Die drei Damen, denen ich in den Hörsaal folge, setzen sich tatsächlich an den Rand.
Während Professor Picard einleitende Worte spricht, zähle ich die Köpfe vor mir und ordne sie nach Alter. Gut fünfzig Leute sind da, rund ein Drittel dürfte über sechzig Jahre alt sein. Die meisten von ihnen sind Gasthörer, Auditoren. Sie bezahlen weniger Gebühren als reguläre Studierende, sind nicht zu Prüfungen zugelassen, können aber an Vorlesungen und einigen Seminaren teilnehmen. Ein paar von ihnen erkenne ich wieder, die waren schon da, als ich mein eigenes Studium angefangen habe, vor gut acht Jahren. Der Typ mit der Augenklappe zum Beispiel und der mit dem Spitzbart auch.
Eingeklemmt zwischen einem Schnauzträger mit Siegelring und einer der Damen, die mir im Flur aufgefallen sind, verfolge ich Picards Thesen zu innerjüdischen Konfliktlinien im 18. Jahrhundert. Die Dame neben mir interessiert sich seit einer Krakau-Reise für jüdische Geschichte, hat sie mir erzählt. Deshalb besucht sie Picards Vorlesungen, «hochwertige Kost». Sie hat keine Matur und auch nie studiert. Allerdings hätte sie die Möglichkeit dazu gehabt: An der Uni Freiburg können Leute über dreissig nach einer Prüfung regulär studieren, auch ohne Matur. Die Dame hat die Prüfung bestanden, aber aus familiären Gründen auf das Studium verzichtet. Sie hätte von Baselland nach Freiburg ziehen müssen, aber Mann und Mutter, Haus und Kinder brauchten sie. Deshalb sitzt sie jetzt, mit 61, in Basel im Hörsaal und schreibt eifrig mit. Seminare besucht sie keine. «Da können wir Hörer nur rein, wenn wir auch Referate halten.»
Das ist für viele kein Hinderungsgrund. Sie bringen sich aktiv ein – und fallen negativ auf, weil sie sich selber gern ausführlich reden hören. «Alle, die schon mal mit so jemandem ein Referat vorbereiten mussten, wissen: Es ist die Hölle», berichtet die Kunstgeschichtsstudentin Daniela. «Da prallen verschiedene Rhythmen aufeinander.» Die Alten haben mehr Zeit, sich vorzubereiten. «Wenn man dann selber anfängt, sich ins Thema einzulesen, haben sie schon alle Bücher ausgeliehen und geben sie nicht her.»  Daniela versteht das nicht. «Warum tun sie das? Sie machen ja nicht einmal einen Abschluss. Für sie geht es um nichts!»

Die Besserwissergesellschaft

Die Luft im Saal ist stickig, draussen scheint die Sonne. Warum setzen sich die Alten hier rein, wenn es ihnen doch um nichts geht? Die Dame neben mir sagt: «Je mehr man erfährt, desto mehr will man wissen.» Sie wird ihr Leben lang immer weiter lernen wollen. Da geht sie mit dem Trend, «lebenslanges Lernen» ist Bürgerpflicht, und wer sie nicht erfüllt, schon fast ein Aussätziger. Angebote für die lebenslang Lernenden florieren. Die Hochschulen bieten spezielle Senioren-Unis an, in Zürich schreiben sich rund 2000 ältere Semester pro Semester für das Angebot ein.
Aber nicht alle wollen dort hin. Die Dame neben mir sagt, sie fühle sich an der Senioren-Uni «wie ein Teenager unter all den Alten». Da besucht sie lieber die regulären Veranstaltungen. In Zürich tun es ihr pro Semester etwa 700 Hörer gleich, in Basel über 400, in Bern und Freiburg je rund 150. In Lausanne waren im letzten Semester 93 Hörer angemeldet. Nadine Richon von der Informationsabteilung der Uni Lausanne vermutet jedoch, dass in Wirklichkeit weit mehr Alte in den Vorlesungen sassen. Lausanne hat mit Connaissance 3 eine private Universität für Senioren. Sie können an der Uni Lausanne Veranstaltungen besuchen, ohne sich als Hörer anzumelden. Sie alle wollen trotz fortgeschrittenem Alter teilhaben an der Wissensgesellschaft. Und versperren mit ihren lernbereiten Köpfen den Jüngeren die Aussicht auf die Powerpoint-Präsentation des Professors.
Soll man ihnen das verargen oder gar verbieten? Sie haben das Recht dazu, sich zu bilden, und bezahlen tun sie auch dafür. Manche Professoren schätzen die Anwesenheit von lebenserfahrenen Hörern. Georg Kohler, Professor für Philosophie an der Universität Zürich, sagt: «Viele ältere Teilnehmer sind hervorragend vorbereitet, sie bringen gute Leistungen und sind ein Ansporn für die anderen.» Von den Studenten hört man anderes. Ja, die Senioren seien fleissig und beteiligten sich – aber das bremse eher, als dass es ansporne. «Wenn ein Dozent eine Frage stellt, setzen viele sofort zu einer Antwort an. Es geht ihnen vor allem darum, etwas zu sagen und andere zu belehren», beklagt sich Daniela. Sie würde lieber selbst üben, Antworten auf komplexe Fragen zu formulieren, als fremden Lebensweisheiten zu lauschen.

«Sie sind ja noch jung» Picard geht dazu über, die Begriffe «Staat», «Kultur» und «Nation» zu erklären, und ich schweife ab, zurück in mein eigenes erstes Semester. Ich hatte gerade einen Vortrag in Kunstgeschichte hinter mir, über Camille Pissarros Bild «Die ährenleserinnen». Naiv hatte ich die Frauen auf dem Bild als Bäuerinnen bezeichnet. Eine Mitstudentin in den Sechzigern erhob sich und sagte: «Sie sind ja noch sehr jung, da können Sie das nicht wissen, aber…» Sie dozierte über den Unterschied zwischen ährenleserinnen und Bäuerinnen. Es dauerte, bis sie sich setzte und schwieg. Ich wagte nicht mehr, den Mund aufzumachen. Lächeln konnte ich erst wieder, als mir der Assistent, der das Seminar leitete, später sagte: «War ein gutes Referat. Und wissen Sie, den Kommentar der Kommilitonin können Sie in der Pfeife rauchen.» Dem Assistenten winke ich heute noch zu, wenn wir uns begegnen.
Die Dozenten müssten mehr gegen Hörer unternehmen, die in den Veranstaltungen stören, fordert Ulrich Schutz, der in Basel im Studierendenrat sitzt. Er wünscht sich Benimmregeln für Gasthörer. Sie sollen Studierenden in arbeitsintensiven Lehrveranstaltungen den Vortritt lassen, wenn es Platzprobleme gibt, sich Fragen verkneifen, die am Thema vorbeiführen, und auf unwissenschaftliche Beiträge verzichten. Schutz fordert die Dozenten auf, dafür zu sorgen, dass solche Regeln eingehalten werden. Zusammen mit der Studentischen Körperschaft der Universität Basel hat er eine Stellungnahme zum «HörerInnenproblem» ausgearbeitet, zuhanden des Rektorats. Dort erklärt man sich als nicht zuständig.

Ungebetene Gäste

Professor Picard spricht inzwischen über die biologische Bestimmung des Judentums, der Finger einer ergrauten Dame in der zweiten Reihe schnellt in die Höhe. Picard ignoriert sie eine Weile, dann sagt er höflich: «Gedulden Sie sich etwas, ich möchte zuerst meine Ausführungen beenden.» Später beantwortet er die Frage knapp und fährt sofort im Text fort. Es sei ihm klar, dass er den Umgang mit manchen Senioren «sehr bewusst gestalten» müsse, sagt er am Tag nach der Vorlesung am Telefon. «Manche Leute ignoriere ich, weil ich weiss, dass sie eine Viertelstunde reden, wenn ich sie zu Wort kommen lasse. Andere bitte ich unter vier Augen, sich zurückzuhalten; aber immer sehr diplomatisch und positiv. Ich appelliere an ihre Reife und sage, sie sollten den Jüngeren mehr Raum geben. Das wirkt.»
Andere haben keine solchen Tricks. Eine 32-jährige Assistentin sagt, sie wage kaum, die Alten zurechtzuweisen. Im Geist aber füge sie ihre Hände oft verzweifelt zum Timeout-Zeichen. Manche Beiträge freilich sind ihr willkommen: «Die älteren Teilnehmer stellen sich immer wieder als Zeitzeugen heraus, die Spannendes zu erzählen haben.» Da sind Studierende anderer Meinung: «Weil sie gewisse Dinge selber erlebt haben, kann man mit ihnen nicht mehr diskutieren. Denn nur sie wissen, wie es wirklich war», beklagt sich Geschichtsstudentin Sylvia.
ältere Hörer melden sich vor allem für Fächer der Philosophisch-Historischen Fakultät an, besuchen Vorlesungen in Geschichte und Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie. Die Bologna-Reform werde dafür sorgen, dass Senioren in Zukunft eher als immatrikulierte Studenten denn als Hörer an die Uni kämen, meint Professor Kohler. Denn das Studium wird reglementierter, es gibt weniger grosse Vorlesungen, in denen man einfach zuhören kann, und mehr Seminare, an denen nur eingeschriebene Studenten teilnehmen dürfen. Auch heute gibt es etliche Betagte, die sich für ein ganzes Studium einschreiben und die Prüfungen absolvieren. Im Wintersemester 2006/2007 waren an Schweizer Universitäten 1463 Personen über 50 eingeschrieben, rund drei Viertel davon in den Geistes- und Sozialwissenschaften.
Viele der älteren, die Ernst machen mit dem Studium, ärgern sich wie ihre jüngeren Studienkollegen über besserwisserische Gasthörer. Linda, 70, hat im Sommer ihren Abschluss in Ethnologie, Religionswissenschaften und Altertumswissenschaften gemacht. Sie findet es «ekelhaft, wenn Senioren sich mit ihrem Spezialwissen verbreiten», als «bildungsbürgerliche Cliquen» in ägyptologieseminare kommen und von ihren Reisen erzählen. Sie selbst habe sich immer zurückgehalten und den Jüngeren den Vortritt gelassen – das allerdings behaupten alle Senioren von sich, die ich anspreche. Vielleicht sind es die, bei denen das lebenslange Lernen etwas genützt hat.

Die Diskussion

8 Reaktionen

  1. Oliver Reichenstein

    Das alles gab es inkl. dem Typen mit der Augenklappe genau so schon zu meiner Zeit (vor 10-15 Jahren). Unser Begriff war "die grauen Zöpfe" und die Probleme waren genau die bechriebenen. Rücksichtslosikeit, Besserwisserei, kein Gespür für die Situation, bildungsbürgerliche Schwärmereien, klugscheisserische Erfahrungsberichte, Besetzung der besten Plätze, etc, etc. Selbstverständlich wurde der Professor nach der Vorlesung sofort isoliert und von den grauen Zöpfen in Beschlag genommen. Uni ist für junge Köpfe. Über 30 sollten nur noch Ausnahmetalente sich unter die jungen Stundenten mischen dürfen.

  2. Myriam Isenring

    Als Geschichtsstudentin an der Uni Zürich kenne ich das Phänomen der Silberköpfe in den ersten 2-3 Reihen. Allerdings kann ich nicht sagen, dass diese mir je negativ aufgefallen wären, zumal die meisten Vorlesungen kaum interaktiv sind und die vordersten Plätze bei den Studenten eh nicht begehrt sind…zudem sind mir von den Seminaren auch (junge) Altersgenossen bekannt, welche stundenlang ihre neomarxistischen Ideen verbreiten..und es gibt weiss Gott grössere Probleme, welchen man im Studium begegnen kann, so find ich Studieren und studieren lassen!

  3. Antonina Rotach

    Entgegen dem propagierten Image der Jugend als Träger der Toleranz und Offenheit (siehe Motto der Street Parade), trieft der Artikel von Intoleranz, Neid und Missgunst. Er ist direkt diskriminierend.
    - M. Glass wirft den Senioren vor, dass sie sich im Unterreicht „aktiv reinbringen“ und „sofort zu einer Antwort ansetzen“ Als Gründe nennt sie: „Zeit, sich besser vorzubereiten“ und „Besserwisserei“. Hat sie aber daran gedacht, dass Senioren vielleicht zuweilen intelligenter sind als die jungen Stundenten? (IQ verändert sich nicht mit dem Alter (ich nehme nicht an, dass sie von über 80jährigen spricht), und Intelligenz ist bekanntlich individuell) und dass sie vielleicht rascher reagieren können als die jüngeren Studenten? Es verbietet den Jungen doch niemand, genauso schlagfertig und ein Bruchteil der Sekunde schneller zu antworten.

    - Warum sollten die Alten „den Jüngeren Vortritt lassen?“ Diese lassen ihnen auch keinen Vortritt, indem sie sie z.B. aus dem Geschäftsleben verdrängen. Da haben die Jungen keine Skrupel. So schliesst sich der Kreis. Irgendwo müssen sich doch all die Frühzeitig Pensionierten aufhalten. Und warum nicht an den Universitäten?

    - Die Woodstock Generation ist aufgeschlossen, interessiert, differenziert und engagiert. Ausserdem körperlich fit und meistens gebildet. Sie lässt sich nicht so schnell abschieben. Und so lange sie am Leben ist, hat sie die gleichen Rechte wie die junge und die mittlere Generation.

  4. Lorenz Trachsel

    Lamentieren, nicht debattieren, scheint das Motto der Autorin und des Assistenten zu sein. Denn sonst hätte man nicht im nachhinein "…den Kommentar der (alten) Kommilitonin in einer Pfeife geraucht", sondern man hätte eben gleich in der Diskussion den Kommentar zerzaust. Aber vielleicht war das gar nicht so leicht, und so machen die jungen Studenten und Assistenten lieber die Faust im Sack. Die Uni ist keine geschützte Werkstatt.

  5. Tschan

    Als Professorin schätze ich die älteren Studierenden sehr. Ich habe genügend didaktische und pädagogische Fähigkeiten, um sowohl junge als auch alte Studierende, die sich daneben benehmen, zu steuern – und das gilt auch für die meisten meiner KollegInnen.
    Eine böse Bemerkung: Es gibt neben dem absoluten noch ein relatives Alter: Und eine Studiendauer von 8 oder mehr Jahren ist ‘relativ’ lang ..

  6. Richard Dähler

    Sehr geehrte Frau Glass,

    Ihren Beitrag las ich nicht nur Interesse,
    sondern auch mit viel Sympathie.

    Ich gehöre auch zu den Grauen, wie Sie meiner
    VCard entnehmen können.

    Stets hielt ich mich zurück, ich war mir bewusst,
    die Uni ist für die Jungen, nicht für die Alten, da.
    Das während 10 Jahren ausnahmslos sehr gute Verhältnis
    mit den Jungen fasse ich als Beweis dafür auf, dass ich
    nicht lästig fiel.

    Erlauben Sie mir aber ein Wort zum Verhalten von, nicht der,
    Jungen.

    Während der Vorlesung essen, trinken ginge noch, nein, auch
    unterhalten muss man sich, und das ohne Hemmungen und natürlich
    so laut, dass die Nachbarn mithören dürfen. Ich wunderte mich
    immer, dass die Dozenten das hinnahmen, vermutlich deshalb, weil
    sie nicht auch noch Anstand dozieren wollen.

    Während der Pause im Saal auf die Tische sitzen, die Schuhe auf
    den Sitzflächen, ist weit verbreitet. Zum Abfall haben Viele die
    gleiche Beziehung wie auf öffentlichen Plätzen, man lässt ihn
    hemmungslos liegen, die Tassen bringt man nicht zur Ausgabestelle
    zurück, und von den besonders erlesenen Studenten/innen, die sich
    nach dem Vorbild des Zürcher Stadtverschmierers und Schweizer Pioniers
    Nägeli berechtigt fühlen, die Uni innen und aussen zu besprühen,
    will ich nicht weiter sprechen.

    Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches Studium.

  7. Denise Clavadetscher

    Als studierende Midvierzigerin begebe ich mich hier wohl auf sehr dünnes Eis, gelte ich doch selbst in den Augen vieler meiner Komilitonen als Gruftie. Studieren ist bei uns – glücklicherweise – keine Frage des Alters und jeder der die Voraussetzungen besitzt, soll Studieren dürfen. Was ich aber problematisch finde, ist die überbordende Zahl von Auditoren, die in eh schon überfüllten Proseminaren und auch in einigen Vorlesungen den regulären Studierenden die Plätze streitig machen.

    Proseminare und Seminare sollten den Nährboden für angeregte Diskussionen bieten. Je grösser die Gruppe, desto schwieriger wird dieses Unterfangen. Deshalb bin ich der Meinung, Institute und Seminarien sollten in diesen Veranstaltungen Auditoren nur unter gewissen Umständen zulassen und auch bei Vorlesungen sollte darüber nachgedacht werden, ob die Anzahl Auditoren limitiert werden solle.

  8. Lisa

    Zugegeben, ich bin etwas spät dran. Trotzdem: warum studiert man im "hohen" Alter nochmals? Was sind die Beweggründe dafür?
    Ich muss der Autorin leider Recht geben. Auch mich ärgern die älteren Kommilitoninnen teilweise gründlich. Aber ich verstehe vorallem den Grund für das Studium nicht: Beginnt man mit 40 ein Psychologie- oder Medizinstudium, hat man mit ca. 55 den Fachtitel erreicht. Ist das sinnvoll?

    Ich persönlich glaube ja, dass unsere Gesellschaft an einer "Diplom-Störung" leidet! Deshalb möchte ich mich hier bei allen bedanken, welche Bücher lesen ohne dafür Kreditpunkte oder Zertifikate haben zu müssen. Ich finde Bildung auch ohne Nachweis klasse! Vor allem, wenn dieser nichts bringt.

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