Die Krux mit dem Ersparten

22.01.2010 von Daniel Binswanger , 19 Kommentare

Lange war das Drei-Säulen-System der Altersvorsorge der Stolz unserer Sozialwerke. Von der Weltbank wurde es gelobt, die Deutschen haben mit der Riester-Rente das Schweizer Modell imitiert. Worin liegt der immer wieder besungene Vorteil eines Alterseinkommens, das nur partiell durch das sogenannte Umlagesystem (die AHV), zum grossen Teil aber durch das Kapitaldeckungssystem (die zweite Säule) gewährleistet wird? Die Antwort ist bekannt: Das Kapitaldeckungssystem bietet die richtige Ergänzung der nicht existenzsichernden AHV, weil es gefeit ist gegen das Grundproblem, mit dem die Altersversorgung in den meisten Industrieländern zu kämpfen hat: gegen die Überalterung.
Im Kapitaldeckungssystem spart jeder Versicherte das eigene Alterskapital selbst an. Jeder Arbeitnehmer legt Geld auf die hohe Kante. Das Verhältnis zwischen aktiver Bevölkerung und Rentenempfängern, das sich immer mehr zu Ungunsten der Lohnarbeiter verschiebt, bringt deshalb die Kapitaldeckung nicht aus dem Gleichgewicht. Die Renten können trotz Überalterung grosszügig und sicher bleiben.
So ist die offizielle Lehre — aber leider nicht die Realität. Die garantierten Beträge der aus der zweiten Säule ausbezahlten Renten zeigen nur in eine Richtung: nach unten. Sowohl der Zinssatz, zu dem das geäufnete Kapital dem sparenden Arbeitgeber gutgeschrieben wird, als auch der Umwandlungssatz, der festlegt, wie viel Prozent des Sparguthabens dem Rent¬ner jedes Jahr ausgezahlt werden, müssen immer wieder gesenkt werden. Bei der kommenden Abstimmung über die An¬passung des Umwandlungssatzes geht es erneut um eine Sparrunde. Wie soll die Rentensenkung begründet werden? Mit der Überalterung!
Es ist unvermeidbar, dass die Abstimmung über den Umwandlungssatz zu einem Plebiszit über den Sinn des Kapitaldeckungsverfahrens wird. Die zweite Säule hält ihr Grundversprechen nicht. Und damit nicht genug.
Nicht zugunsten der zweiten Säule spricht auch die Tatsache, dass sie eine idealtypische Versuchsanordnung für strukturelle Misswirtschaft darstellt. Staatlicher Zwang für die Versicherten, aber grosse Freiheit für die Versicherer; Kassenbindung ohne Wahlmöglichkeit für den Arbeitnehmer, aber immer liberalere Investitionsmöglichkeiten für die Kassen selber. Solche kartellisierten Halbmärkte sind ein lehrbuchmässiger Bodensatz für ineffiziente Kapitalallokation. Die Vermögensverwaltungskosten im 700-Milliarden-Geschäft der Pensionskassenbetreuung sind über die letzten Jahre explodiert. Es ist landläufig bekannt, dass «Kickbacks» für Pensionskassenberater und das bevorzugte Investieren in besonders provisionsintensive Anlagevehikel zur gängigen Praxis gehören.
Diese Probleme sind schwerwiegend, aber der Grundfehler des Kapitaldeckungsverfahrens ist viel fundamentaler. Woran leidet die Schweizer Volkswirtschaft am meisten? An ihrem zu tiefen Produktivitätswachstum. Wie kann man die Produktivität erhöhen? Durch das Bereitstellen von Investitionskapital und durch die Ankurbelung des Konsums. Investitionskapital gibt es in der Schweiz in rauen Mengen. Die Sparquote ist so hoch, dass die Kapitalreserven nicht mehr attraktiv angelegt werden können und ins Ausland verschoben werden. Das Zwangssparen durch die zweite Säule bringt deshalb keinen Nutzen für das Wachstum.
Im Gegenteil: Das Sparen entzieht den Arbeitnehmern einen Teil ihrer Kaufkraft. Dadurch sinkt der Konsum, und es wird schwieriger für Schweizer Unternehmen, Gewinne zu erzielen. Die inländische Investitionsquote liegt deshalb tiefer als nötig. Wenn in der Schweiz weniger gespart würde, könnte die Wirtschaft grössere Produktivitätsfortschritte machen. Nur eine immer produktivere Wirtschaft kann letztlich dafür sorgen, dass es auch in Zukunft für alle reichen wird, obwohl immer weniger Aktive für immer mehr Rentner aufkommen müssen.
Das Kapitaldeckungsverfahren schadet der Schweizer Volkswirtschaft. Nutzen bringt es einzig den Finanzdienstleistern. Wir kennen das leider auch aus anderen Kontexten.

Fotografiert von Sébastien Agnetti
Fotografiert von Sébastien Agnetti

Die Diskussion

19 Reaktionen

  1. David Uhlmann

    Ich bin sehr erstaunt über diese kurzsichtige Analyse. “Spare für die Not” ist eine alte Weisheit, die privat wie auch im unternehmerischen Bereich richtig und wichtig ist. Das fehlende Eigenkapital der Banken war ja schlussendlich eine Folge des “Nicht-Sparens” von erarbeiteten Mitteln. Sprich, man hatte einfach zu wenig Eigenkapital gebildet und stattdessen alles den Aktionären und dem Management überlassen.

    Es ist eine Mär der letzten Jahre, dass Wachstum unendlich ist. Das wäre aber genau die Schlussfolgerung aus dem Artikel. Irgendwann ist Schluss, irgendwann habe ich den Fernseher, den Computer, das Essen. Ich kann ja nicht dreimal so viel essen, nur damit das Wachstum da ist. Es ist nicht im Sinne der Ökologie, nur für die Müllhalde zu konsumieren.

    Wir leben schon heute in einer Wegwerfgesellschaft, haben von allem viel zu viel. Und nun schreiben Sie Herr Binswanger, wir sollen noch mehr konsumieren. Viele Güter, die wir kaufen, bringen unserer Wirtschaft nur einen Bruchteil. Wir haben keine geschlossene Binnenwirtschaft, diese Zeiten sind def. vorbei.

    Es ist leider eine Wahrheit, dass sich die Alters-Pyramide umkehrt. Die Gründe liegen nicht nur in der höheren Lebenserwartung, sondern auch darin, dass es nicht genug Nachwuchs gibt. Diese Schere geht immer weiter auf und wir können unseren Kindern nur raten und dabei helfen, einen möglichst gut bezahlten Job zu bekommen, um dem drohenden sozialen Abstieg zu entrinnen.

    Denn wer, Herr Binswanger, soll das schlussendlich finanzieren? Die Frage dazu konnte bisher von niemandem beantwortet werden, denn Wachstum ist nun mal endlich.

  2. a200000

    Wie üblich schreibt Genosse Binswanger über Sachen die er nicht versteht, er kann sich trösten, bei diesem Thema ist er in guter Gesellschaft, 99.9% Politiker haben keine Ahnung warum unsere Rentensysteme, weltweit, nicht funktionieren und langfristig nie funktionieren werden, einige reden über die demographische Entwicklung, andere über zu wenig Wachstum und die Notwendigkeit den Konsum anzukurbeln. Einen Anschauungsunterricht wie es endet, wenn Politiker es versuchen den Konsum anzukurbeln gibt es jetzt in den USA, Pleite ist angesagt.
    Was die meisten nicht ahnen, das Problem liegt nicht in den Rentensystemen selber, sondern im korrupten Geldsystem, sprich, in einer ständigen Entwertung des Geldes. Die Inflation ist nämlich nicht Gottes gegeben sondern Folge einer nicht gedeckter Währung. Wäre unser Geld mit Gold und Silber gedeckt, bräuchte man die staatlichen Rentensysteme gar nicht. Würde ein Arbeitnehmer und seine Firma 40 Jahre lang auf sein persönliches Sperrkonto im gleichen Umfang wie bisher einzahlen, wäre zusammen mit Zinsen am Tag der Pensionierung genug Geld da um den Lebensabend zu finanzieren. Seltsam, der Skandal des US Betrügers Maddof und sein Schneeballsystem hat in der Presse grosse Wellen geschlagen, wenn die Politiker das Gleiche mit unserem Geld machen, regt sich niemand auf.

  3. mario f salomon

    Ich finde die Satire von Hr.Binswanger immer wieder erfrischend. Auch diesmal musste ich den Bericht mehrmals lesen um die versteckte Pointe zu finden.Ja er will uns sagen das unser Geld bei den Pensionskassen nicht nur teuer verwaltet wird, so wie man es hört um die 700Chf pro Kopf. Und nicht nur das, es nützt niemanden etwas ausser denen die es Verwalten. Nun kommt er mit der glorreiche Idee dieses Geld anstatt der Vorsorge direkt in den Konsum einfliessen zu lassen. Es würde die Wirtschaft beleben. Richtig! Die Idee finde ich geil! Genau für dieses scheinbar sinnlos angelegtes Geld könnte ich nun z.B. in die USA fliegen um dort einzukaufen, oder ich mache einfach nur Ferien. Ha, da wir nun mehr Geld zum Kunsum haben sollten wir auch mindestens 4 Wochen mehr Ferien bekommen. Diesen muss man jedoch selbst organisieren. Hier schage ich vor einen Avatar für die Zeit einzusetzen (eventuell ein Hartz4 Empfänger welcher leicht zu finanzieren wäre). Nun ja, einmal wird man dann jedoch auch 78jahre alt (soweit wird das Rentenalter erhöht)

  4. mario f salomon

    Ich finde die Satire von Hr.Binswanger immer wieder erfrischend. Auch diesmal musste ich den Bericht mehrmals lesen um die versteckte Pointe zu finden. Ja, er will uns sagen das unser Geld bei den Pensionskassen nicht nur zu teuer Verwaltet wird, und zum Teil schlecht angelegt wird (laut R.Strahm) so wie man es hört Verwaltungskosten um die 700Chf pro Kopf. Und nicht nur das, es nützt niemanden etwas ausser denen die es Verwalten. Nun kommt er mit der glorreiche Idee dieses Geld anstatt der Vorsorge direkt in den Konsum einfliessen zu lassen. Es würde die Wirtschaft beleben. Richtig! Die Idee finde ich geil! Genau für dieses scheinbar sinnlos angelegtes Geld könnte ich nun z.B. in die USA fliegen um dort einzukaufen, oder ich mache einfach nur Ferien. Ha, da wir nun mehr Geld zum Konsum haben sollten wir auch mindestens 4 Wochen mehr Ferien bekommen. Diesen muss man jedoch selbst organisieren. Hier schlage ich vor einen Avatar für die Zeit einzusetzen (eventuell ein Hartz4 Empfänger welcher leicht zu finanzieren wäre). Nun ja, einmal wird man dann doch noch Pensioniert, jedoch mit 78jahren soweit wird das Rentenalter erhöht) Nach dem Motto: einmal muss er doch ins Gras beissen. Da dieses Alter nicht viele erreichen werden auch gleichzeitig die AHV Probleme gelöst. Und wer älter werden sollte kommt dann falls er kein Geld mehr haben sollte ausser der AHV Rente in ein staatliches Greisenhaus. Da er alles Geld bereits Konsumiert hatte und mit viel Lust das Leben genossen hat ist nun nichts mehr übrig. Somit eine Wohnung nicht mehr drin ist für den vitalen Rentner. In der Zwischenzeit sind alle Immobilien fest in Deutscher Hand! Nebenbei mein Nachbar Stefan Meierhans, er soll die Preise überwachen?! Hat sich noch nicht zu diesem Thema äussern können. Er war zu sehr beschäftigt. Ein alter Nachbar Rudolf Strahm jedoch sagte: so nicht! So zeigte er TV genau auf wie mit unserem Geld spekuliert wird z.b. in Hedge Fonds. Originalton: „Je risikofreudiger eine Pensionskasse das Vermögen der Versicherten angelegt hat, desto mehr hat sie verloren. Kassen, die in Hedge-Funds und andere spekulative Anlageformen investiert haben, haben nicht nur reparierbare Buchverluste, sondern auch unwiederbringliche Verluste erlitten. Vor dem Crash hatten die Pensionskassen bereits 40 Milliarden Franken in Hedge-Funds investiert. Bei diesen sowie bei weiteren Dollaranlagen und bei geschlossenen Kapitalschutzfonds resultieren sicher 10 bis 20 Milliarden an realen Verlusten. Das ist nichts anderes als eine Enteignung der Versicherten.“ Gats no? Deswegen ein deutliches Nein zur Pensionskassenkürzung! Es ist Euer Geld! Runter geht’s schnell Hoch nie mehr!!

  5. Skeptiker

    Ich kann dem allgemeinen Frust der Vorredner nur beipflichten. Das Problem ist systemisch:
    Unsere Politiker sind weder willens noch fähig, dieses wie irgend ein Problem, konsequent, fair und realitätsbezogen anzupacken, geschweige denn zu lösen.
    Das System ist gewollt intransparent, ineffizient, voller kleiner und grossen Pfründen.
    Die Schräubchen sind doch völlig klar: Rentenalter, Mindestzins, Umwandlungssatz, Jahresprämien. jeder Gymnasiast lernt dieses Zahlenspielchen bereits, mindestens im Prinzip. Als Basis braucht er nur noch Sterbetafeln des statistischen Amtes.
    Die Abzocker betrachten die 2. Säule als Monopoly-Spielwiese, erfinden astronomische Verwaltungskosten, lügen den Mindestzins herunter und spekulieren mit dem Geld der Versicherten schamlos. Gewinne gehen in den eigenen Sack, Verluste werden eiskalt zu Lasten der Kassen verbucht.
    Den vielen superklugen, super gut verdienenden Bankberatern, die uns dauernd Traumrenditen bei praktisch Null Risiko vorlügen, sollte es doch möglich sein, eine realistische, ehrliche Festlegung des Mindestsatzes und der nötigen Verwaltungskosten zu berechnen. DANN erst kann ein transparentes System für die zweite Säule entwickelt werden. Bevor ich ein solches System erkennen kann, stimme ich jedenfalls in der Abstimmung dagegen.

  6. Skeptiker

    Zum Konsumismus: In der Tat ist unser System schwer krank. Das Geld, das die Pensionierten als Rente beziehen ist ja angelegt, nach der gängigen Syastemtheorie “arbeitet” es ja, ist investiert. Schon da kann ich Binswanger diesmal nicht folgen: Wie kann er es dann nochmals in Umlauf bringen und als Konsument verjubeln?
    Noch grundsätzlicher: der Konsumismus!
    Es kann die Wirtschaft angeblich nicht exisiteren, wenn sie nicht dauernd wächst? Denken wir mal in einer Zeitkonstante von 30 Jahren (= eine Generation).
    2% Wachstum ergibt nach 30 Jahren 148%,
    3% Wachstum ergibt nach 30 Jahren 242%,
    4 % Wachstum ergibt nach 30 Jahren 324%,
    u.s.w.
    Ziemlich absurd,sowas! Es gelten daneben in der ganzen Natur die Erhaltungssätze der Physik und Chemie. 100% bleiben 100%. Immer. Unabhängig davon, ob das Material oder Energie betrifft. Basta. Sonst wird halt irgend einer betrogen.
    In der Finanzwelt ist das aber vöööööllig anders. Geld ist eben ein besonderer Saft. Alles klar?
    Also gehen wir zum XXXmarkt, konsumieren froh drauf los, wir sind doch nicht blöd!

  7. a200000

    Re:Skeptiker
    Die meisten Protagonisten der Konsummanie machen einen gravierenden Denkfehler, sie vergleichen den Boom der Nachkriegsjahre mit heute und glauben so was ist wieder möglich, das ist natürlich ein Unsinn, die damalige Nachfrage war eine Ausnahme verursacht durch die Zerstörungen des Krieges. Der heutige gigantische weltweite Kapazitätsüberhang garantiert auf lange Jahre Deflation und die sämtlichen Konjunkturprogramme auf Pump werden ausnahmslos in der Luft verpuffen.

  8. Skeptiker

    re A20000: Sehe ich auch so düster.
    Bleibt die ziemlich mulmige Frage, welche Kräfte denn eine Veränderung zur Vernunft bewirken sollen.

  9. a200000

    re Skeptiker:
    Ich glaube es wäre falsch der Politik eine Lösung der Krise zuzutrauen, eine Gesunde und mit Gold und Silber gedeckte Währung bedeutet einen Machtverlust für alle politischen Kräfte, man kann dabei die Geldpresse nicht anwerfen und die Wünsche der Wählerklientel befriedigen, so was gibt man nicht freiwillig preis. Man kann auch die Kriege nicht finanzieren. So gesehen, sieht die Zukunft eigentlich gar nicht so schlecht aus, der kommende Kollaps wird es bereinigen und die korrupte Bankenmafia mit ihren Günstlingen ins WC spülen. Für die breite Bevölkerung wird es leider kein Sonntagsspaziergang werden, es ist aber die einzige Chance sich dieses Schwindels zu entledigen.

  10. Skeptiker

    re A20000: Nein, das traue ich der Politik wirlich nicht zu, sonst aber leider schon Vieles…
    An den von Ihnen skizzierten turn-around mag ich nicht so recht glauben -schön wär’s – ich denke, es muss zuerst noch viel schlimmer zugehen, bevor sich was ändern kann.

  11. a200000

    re Skeptiker:
    So habe ich es nicht gemeint, ich finde es positiv wenn das System kollabiert, vom einem turn-around kann natürlich keine Rede sein.

  12. Skeptiker

    re A20000: Ich mag Ihren Radikalismus. Konsequent, realistisch und ehrlich.

  13. a200000

    re Skeptiker:
    Ich finde wenn es um Grundsätze des Rechtstaates geht, muss man radikal sein, korruptes Geldsystem korrumpiert die Politik und hebelt die Demokratie aus, in den USA kann von einer Demokratie nur ein Blinder reden, ihr Geldsystem widerspricht übrigens klar der Verfassung, die restlichen “Demokratien” sind nicht viel besser dran.

  14. Skeptiker

    re A20000: Fand gerade einen passenden Vergleich: Die Politiker, welche auf die faulen Kompromisse eingehen, gleichen einem Menschen, der seinem süchtigen Lebenspartner den Stoff besorgt, weil er ihm “was Gutes” tun will und zu feige ist, konsequent fertig zu denken, was er dabei tut. Die Zyniker nützen das bewusst aus, und die Mehrheit lässt sich einlullen. So gesehen, steht es auch in der Schweiz nicht gerade zum Besten.

  15. mario f salomon

    Hey, was auch selten erwähnt wird ist folgendes:
    a.)
    es wird immer darauf hingewiesen das sich die Menschen in der Schweiz nicht genug vermehren! Gerade das ist ein Vorteil fpr die Kasse da im falle eines Todes keine Erben / Ehefrau vorhanden ist bekommt die Kasse das verbleibende Geld
    b.)
    Generell ist beim vorzeitigem Tod die Kasse der Gewinner Ehefrau bekommt nur noch 60%. Falls keine dann bekommt die Kasse 100%.

  16. pflubacher

    Konsumieren statt sparen ?
    Das Zwangssparen der 2. Säule durch Konsum zu ersetzten ist wohl das Letzte was wir brauchen. Soll denn der sinnlose Konsum zur Förderung des Ressourcen verbrauchenden und Umwelt belastenden Wachstums und damit der Klimawandel noch forciert werden. Der Mensch ist nicht da für die Wirtschaft, sondern die Wirtschaft für den Menschen, also muss er auch keinen Nutzen für das schädliche Wachstum erbringen. Wir sollten endlich einmal davon abkommen nach Wachstum statt nach Lebensqualität zu streben. Dazu gehört auch ein finanziell abgesichertes Alter, dass ohne Sparen nicht zu erreichen ist. Wo soll denn das Geld herkommen, wenn man es in jüngeren Jahren unsinnig verbraucht hat. Man muss nur über die Grenze schauen, dort ist die Altersarmut, zunehmend mit der demografischen Entwicklung, ein grosses Problem, dass nur mit der Sozialhilfe, zu Lasten des Steuerzahlers, etwas gelindert werden kann. Übrigens gibt es viele Pensionskassen, die mit ihrem Vermögen sehr sorgsam zu Gunsten der Destinatäre und zur vollen Zufriedenheit der Pensionierten umgehen.

  17. Claudia Meier

    Die 2. Säule muss so schnell wie möglich durch ein anderes System ersetzt werden, denn es wird je länger je klarer, dass sie vor allem dazu geschaffen wurde, um ihre Verwalter sowie deren zahlreiche externe Berater reich zu machen. Warum nicht AHV kombiniert mit einer höheren Mehrwertsteuer.

  18. Claudia Meier

    @PFLUBACHER: Den Konsum einfach zu verteufeln, ist schon etwas kurzsichtig. Sie selber konsumieren ja sicher einiges, einen Computer und das Internet auf jeden Fall. Vielleicht haben Sie auch einen Fernseher und konsumieren Sendungen. Und wohnen tun Sie ja auch irgendwo und konsumieren dabei Strom, Heizung, Telefon usw. Und vielleicht haben Sie sogar ein Auto… Wenn Sie mal mit Freunden auswärts essen gehen, konsumieren Sie alle ebenfalls. Sogar wenn Sie nur wandern gehen, konsumieren Sie entweder ein Auto oder öffentliche Verkehrsmitteln (ausser Sie machen es immer nur mit dem Velo und zu Fuss?). Und wenn Sie krank werden, „konsumieren“ Sie Ärzte, modernste Untersuchungsgeräte und evtl. Medikamente. All diese Dinge gehören für die meisten Menschen zur Lebensqualität, sie sind zum grössten Teil heutzutage sogar Grundbedürfnisse – egal ob für junge oder alte Menschen – denn wir leben ja schliesslich nicht mehr in Höhlen. Und ich denke, wir brauchen auch Wachstum, aber sinnvolles Wachstum und Investitionen, wenn es um die Grundbedürfnisse der Menschen sowie um neue umweltfreundliche Technologien geht, wie z.B. der Solarstrom. Ein neues Auto verbraucht auch weniger Benzin als ein altes, ein neuer Kühlschrank nur ein Drittel Strom wie der alte usw. Und bei der grossen Wohnungsnot brauchen wir auch Wachstum auf dem Wohnungsmarkt, das wird kaum jemand bestreiten. Die Gründe dafür ist eine andere Frage, die Wohnungsnot ist aber real… Hingegen auf neue Gratiszeitungen, noch mehr Unterhaltungssendungen im Fernsehen, auf neue Parfüms oder neue künstliche Aromen in Lebensmitteln – die Liste könnte man noch lange fortsetzen – auf solches Wachstum ist die Menschheit nicht angewiesen und kann darauf wohl auch ruhig verzichten.

  19. pflubacher

    @laudia Meier: Natürlich ist vernünftiger Konsum nichts Schlechtes, aber die PK-Beiträge in zusätzlichen, überflüssigen, Ressourcen verbrauenden Konsum umzuleiten ist sehr schlecht.
    Dass zu hohe Verwaltungskosten zu bekämpfen sind steht auf einem anderen Blatt!

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