13.03.2010 von Peter Haffner , 30 Kommentare
Die Schweiz steht bei Amerikas Waffennarren in hohem Ansehen. Ob an einer der auf dem Land üblichen «Gun Shows» oder im Gespräch mit militanten Rechtsextremen, die Gesichter leuchten auf bei der Erwähnung, man sei Schweizer. Die Schweiz, heisst es, sei ein freies Land, wo jeder sein Gewehr zu Hause habe, während in den USA der Staat einem das Recht streitig mache, sich selber zu verteidigen.
Nicht nur in der Schweiz sieht man das anders. Schulschiessereien mit immer mehr Toten, mehr Leute im Gefängnis als irgendwo sonst auf der Welt — Amerika gilt als das Land, das aufgrund lascher Waffengesetze Probleme hat, seine Bürger zu zivilisieren. Würde man den Besitz von Schusswaffen verbieten oder zumindest stark erschweren, könnte viel Unglück vermieden werden.
Die Hoffnungen, damit würde endlich Ernst gemacht, ruhten auf Barack Obama, und die Waffenlobby schlug denn auch Alarm, als er ins Weisse Haus einzog. Sie durfte sich bald beruhigen. Mittlerweile haben mehrere Bundesstaaten die Waffengesetze lockern können, ohne dass Washington sie daran hinderte. Darunter Virginia, dessen Technische Hochschule vor drei Jahren Schlagzeilen machte, als der Student Cho Seung-Hui ein Massaker anrichtete, das 33 Todesopfer forderte. Nun haben Virginias Gesetzgeber das Verbot für Einzelpersonen aufgehoben, mehr als eine Schusswaffe pro Monat zu erwerben, und es zudem erlaubt, sogenannte versteckte Waffen auch in Lokalitäten zu tragen, die Alkohol ausschenken. Andere Staaten fahren einen ähnlichen Kurs, und Präsident Obama selber hat im vergangenen Jahr Gesetze unterzeichnet, die es gestatten, Waffen in Nationalparks zu tragen und im Bahngepäck mitzuführen.
Der Weg ist frei
Als sei dies nicht genug, zeigt sich die Mehrheit des Supreme Court jetzt bereit, das in Chicago geltende Handfeuerwaffen-Verbot für verfassungswidrig zu erklären. Die Instanz, eine der drei Säulen der US-Demokratie, wird damit den Weg frei machen für eine weitere Lockerung der Waffenbestimmungen im ganzen Land. Das Urteil ist im Juni fällig, doch die Mehrheitsverhältnisse stehen nach der erfolgten öffentlichen Beratung des Falles «McDonald v. Chicago» bereits fest.
Damit sei, fürchten manche, die Chance verpasst, die grassierende Gewalt in den Griff zu bekommen. Die Fakten sind nicht zu bestreiten. Die Vereinigten Staaten verzeichnen die höchste Mordrate unter allen wohlhabenden Demokratien, sechsmal so hoch wie Deutschland und fast viermal so hoch wie Frankreich oder Grossbritannien; Länder, unter denen auch die Schweiz rangiert. Selbst im Vergleich zu armen Nationen wie Indien ist sie hoch, und übertroffen wird sie nur von Staaten wie Südafrika und einigen Ländern Zentral- und Südamerikas. Die Aussichten lassen einen schauern: Eines von 142 heute in Amerika geborenen Kindern, folgt aus der Statistik, wird im Laufe seines Lebens ermordet werden. Das ist der Durchschnitt — von den farbigen Knaben wird es gar einer von 27 sein.
Die Interpretation des Tatbestandes ist indes weniger eindeutig, auch wenn man um Erklärungen nie verlegen war. Einmal ist es der Waffenbesitz, ein ander Mal die Arbeitslosigkeit oder die Immigration, die als Gründe für die Gewalt angeführt werden. Das Bestreben, einen Einzelfaktor zu isolieren, befriedigt das Bedürfnis nach intellektueller Beruhigung und praktikablen Lösungen, führt jedoch — im Unterschied zu den Naturwissenschaften — in «weichen» Wissenschaften wie der Historie, Soziologie oder Psychologie selten zur Erkenntnis. Denn Amerikas Mordrate ist seit über einem Jahrhundert konstant hoch, obschon sich die Gesellschaft in dem Zeitraum radikal verändert hat.
Warum?
Ebenso wenig gibt eine Untersuchung der Motive her. Dass jemand zur Waffe greift, weil er beschimpft, bedroht oder betrogen wurde, sagt etwas über den unmittelbaren Auslöser der Tat, aber nichts darüber, was ihn bewogen hat, eine Grenze zu überschreiten, die andere respektieren. Konflikte gehören zum Alltag, und man kann sie auch austragen, ohne dass eine Partei dabei ihr Leben einbüsst.
Um den Erklärungsnotstand zu beheben, wird gerne zu Verallgemeinerungen gegriffen. Der Mörder — überwiegend Männer — wird nicht mehr als Individuum gesehen, das einen Entscheid gefällt hat, sondern als Angehöriger einer unterprivilegierten Rasse oder Ethnie, als Opfer der Armut oder der Drogen oder einem Konglomerat von alldem, wenn nicht ganz einfach als Teil eines Konstrukts, das keiner weiteren Erläuterungen bedarf — wie etwa das «Ghetto», der «Süden» oder der «Wilde Westen». Solche Generalisierungen sind trügerisch gerade deshalb, weil sie zur Hälfte wahr sind. Doch etwa in der Wirtschaftskrise der Dreissigerjahre, als die städtische Ar¬mut gross war wie nie, sank die Mordrate in den meisten Orten. Wenn Armut die Ursache sein soll, warum wird dann nicht zu allen Zeiten und in allen armen Gegenden viel gemordet? Wenn Rasse der Grund ist, weshalb mordeten dann vor 1890 weniger Schwarze als Weisse, obwohl sie mehr unter der Rassendiskriminierung litten als heute, wo das Verhältnis genau umgekehrt ist? Und warum, ist die grosse Frage, nehmen die USA, die im frühen 19. Jahrhundert die niedrigste Mordrate aller westlichen Gesellschaften hatten, nun den unrühmlichen Spitzenplatz ein?
Mehr Gerettete
Europäische Wissenschaftler nennen als Grund gern den von Norbert Elias angeführten «Zivilisationsprozess», der in Amerika, im Unterschied zu Europa, weniger weit fortgeschritten sei. Die Kritik fügt sich in den Tenor des Überlegenheitsgefühls, das seit mehr als zwei Jahrhunderten in der europäischen Geisteswelt vorherrscht. Pieter Spierenburg zum Beispiel, Professor für Historische Kriminologie an der Erasmus Universiteit Rotterdam, meint in seinem Buch «A History of Murder: Personal Violence in Europe from the Middle Ages to the Present», seit dem Mittelalter seien die Mordraten in Europa stetig zurückgegangen. Er schreibt dies dem Machtzuwachs des Zentralstaates zu, der die Bürger entwaffnete, Recht und Ordnung Nachachtung verschaffte und damit ein Gewaltmonopol ausübte. Als die europäischen Staaten zu Demokratien wurden, so sein Argument, hätten die Völker die Autorität des Staates längst akzeptiert, während die amerikanische Revolution die Bewohner der Neuen Welt mit der Demokratie überrumpelte, bevor sie sich mit der Idee eines staatlichen Gewaltmonopols hatten anfreunden kön¬nen. Daher beanspruchten Ameri¬kaner noch heute nicht nur das Recht, eine Waffe zu tragen, sondern legten auch sonst mittelalterliche Manieren an den Tag wie Impulsivität, Rohheit und die Treue zu einer «Kultur der Ehre». Amerikaner sind, kurz gesagt, rückständig, weil sie die Freiheit erlangten, bevor sie damit umzugehen wussten. Der Schwachpunkt der Zivilisationsthese, was die Mordbereitschaft betrifft, ist das Leugnen von Fortschritten der Medizin. Zwar starben im mittelalterlichen Europa jährlich rund 35 von 100 000 Personen an den Folgen eines Mordanschlags, während es heute weniger als zwei sind. Doch man darf annehmen, dass drei von vier Personen, die vor 1850 zu Opfern wurden, mit heutiger Medizin gerettet worden wären und somit nicht in der Todesstatistik auftauchen würden — dank modernen Notfalldiensten, Bluttransfusionen, Unfallchirurgie und Antibiotika. Der Mensch ist, so der ernüchternde Schluss, viel erfolgreicher im Leben retten als früher, aber kaum weniger gewalttätig.
Die Frage bleibt, woher die hohe Mordrate in den USA kommt. Sie war von Anbeginn höher, schwankte aber zeitweilig stark. Mitte des 19. Jahrhunderts kam die dramatische Wende; während sie in Europa sank, stieg sie in Amerika. In dieser Zeit öffnete sich der Graben, und um 1900 war der Status gefestigt. Nur in den Fünfzigerjahren wurde weniger gemordet, doch mit sechs bis neun Mordopfern auf 100 000 Einwohner blieb die Rate über ein Jahrhundert mehr oder minder konstant hoch. Der amerikanische Histo¬riker Eric Monkkonen nannte in seinem Essay «Homicide: Explaining America’s Exceptionalism» vier Faktoren, die das Auseinanderklaffen der USA und Europas bewirkten: die Mobilität, die soziale Bindungen zerstört; der Föderalismus, der eine schwache Regierungsform ist; die Sklaverei, die mit dem Kult der Gewalt seitens weisser Südstaatler Amerika insgesamt infizierte; und schliesslich die einstige Bereitwilligkeit amerikanischer Gerichte, bei Rassenmorden und Beziehungsdelikten ein Auge zuzudrücken.
Entfremdete Bürger
In seinem eben erschienenen Buch «American Homicide» sucht der an der Ohio State University lehrende Historiker Randolph Roth eine neue Erklärung. Roth hat Zehntausende von Mordfällen studiert, von der Kolonialzeit bis heute. Dabei machte er sich eine Erkenntnis des Kriminologen Gary LaFree zunutze, der die Morde der vergangenen fünfzig Jahre in seinem Buch «Loosing Legitimacy: Street Crime and the Decline of Social Institutions in America» analysiert hatte. LaFree fand heraus, dass unter all den Variablen lediglich zwei zuverlässig mit den Mordraten korrelieren: das Mass des Vertrauens, welches das Volk in die Regierung hat, sowie sein grösserer oder geringerer Glaube an die Ehrlichkeit der gewählten Amtspersonen. Die Mordraten sinken, je höher das Ansehen von Regierung und Behörden ist, und sie steigen, wenn dieses schwindet — wie in den späten Sechzigerjahren, der Zeit des Vietnamkrieges, und den frühen Siebzigerjahren, Nixons Fall im Watergate-Skandal. Fühlen die Bürger sich beschützt, respektiert und mit ihren Mitbürgern verbunden, gehen sie einander seltener an die Gurgel. LaFree suchte mit seinen Forschungen Fachkollegen zu widerlegen, die etwa die demografi¬sche Entwicklung der Nachkriegszeit als Grund für die Schwankungen der Mordrate angeführt hatten. Sie spielt zwar mit eine Rolle, aber nicht die entscheidende. Da sowohl Opfer wie Täter meist junge Männer sind, wird mehr gemordet, wenn deren Anteil an der Bevölkerung hoch ist; so etwa, als die «Baby Boomer» ins entsprechende Alter kamen. Nach der 1973 erfolgten Legalisierung der Abtreibung hingegen gab es weniger Morde in den Neunzigern, weil weniger junge, und zumal aus problematischen Verhältnissen stammende, Männer auf dem «Kriminalitätsmarkt» waren.
Roths Werk, das Gary LaFrees These auf eine sich über vier Jahrhunderte erstreckende Epoche anwendet, ist die umfassendste Studie zum Thema. Die Auseinandersetzungen um die Sklaverei und Immigration, der Rückgang der selbstständigen Erwerbstätigkeit und der Aufstieg der industrialisierten Städte hatte die Bürger von der Regierung wie auch ihren unmittelbaren Nachbarn entfremdet. Das Versprechen der «letzten Hoffnung auf dieser Erde», wie Abraham Lincoln Amerika genannt hatte, machte einer Konkurrenzgesellschaft Platz, die wenig Gnade kannte. Umso wichtiger wurde die Rolle des Präsidenten. Die Mordraten stehen in umgekehrtem Verhältnis zu seiner Popularität, die ihrerseits ein Indikator für die Befindlichkeit der Gesellschaft ist. Ist der Präsident beliebt, sind die Raten recht niedrig, ist er unbeliebt, sind sie hoch. Ein verblüffend genauer Indikator, fand Roth heraus, ist auch die Anzahl neuer Verwaltungsbezirke, die nach Nationalhelden benannt sind. In den Zwanziger- und Dreissigerjahren des 19. Jahrhunderts, als dies Mode wurde, war die Mordrate am niedrigsten. Als das Volk aufhörte, sich überseine Heroen zu identifizieren, stieg sie.
In Europa ist man sich kaum bewusst, wie tiefe Wunden der amerikanische Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 hinterlassen hat. Der letzte Teilnehmer starb in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts; die Nachwirkungen eines Hasses, der Bruder gegen Bruder kämpfen liess, spiegeln sich bis heute auf der politischen Landkarte der USA. Der besiegte und vom Norden besetzte Süden, die ehemaligen Sklavenstaaten, verzeichnen am meisten Morde, und wann immer Rasse, Ethnizität oder Religion politisch-demagogisch bewirtschaftet werden, nimmt ihre Anzahl zu.
Bruder gegen Bruder
Roths Werk bietet eine Fülle von faszinierendem Material. Der Autor überzeugt, wo er monokausale Thesen zerpflückt. Der Verführung zu einfachen Erklärungen erliegt aber auch er, kann doch über den Zusammenhang zwischen der Mordrate und der politischen Befindlichkeit der Bevölkerung in früheren Zeiten meist nur spekuliert werden. Es mangelt an zuverlässigen Quellen, welche die These überzeugend untermauern könnten.
So oder so, das Fazit ist desillusionierend. Wie unterschiedlich die Faktoren auch sind, die zur Erklärung der Gewalt genannt werden, gewiss ist, dass keine einzelne Massnahme daran rasch etwas ändern würde. Kein politischer Willensakt kann die nötigen gesellschaftlichen Bedingungen schaffen. Die Polarisierung, die mit Präsident George W. Bush neue Höhen erreicht hat und seither kaum davon heruntergekommen ist, gibt nicht Anlass zu Optimismus. Hiphop-Musiker, die konservative Politiker verunglimpften, meint Roth, seien für das gehässige Klima ebenso verantwortlich wie fundamentalistische Christen, die ihre Kinder lehrten, die Regierung sei die Verkörperung des Bösen.
Obwohl die Kriminalitätsrate in den letzten fünfundzwanzig Jahren um fünfzehn Prozent gesunken ist, hat sich die Anzahl der Gefängnisinsassen vervierfacht. Heute sitzt in den USA einer von hundert Erwachsenen — das sind 2,3 Millionen insgesamt — hinter Schloss und Riegel. Die Tatsache, dass vierzig Prozent aller Mörder nicht gefasst werden, ist ebenso beunruhigend wie die Indizien dafür, dass die Gefängnisse mehr Kriminelle produzieren, als sie von der Strasse holen. Die Todesstrafe, ein weiterer Anachronismus Amerikas, spiegelt nur die Gewalt, die sie eindämmen soll. Was, wenn die Waffengesetze verschärft würden? Um die Verwirrung vollständig zu machen, argumentieren auch einige Wissenschaftler, dass die Erlaubnis, zur Verteidigung «versteckte Waffen» zu tragen, der abschreckenden Wirkung wegen zu einer Senkung der Mordrate geführt habe. Roth ist nicht dieser Meinung. Er befürwortet restriktive Waffengesetze, vorab die von Obama versprochene Erneuerung des Verbots der halb automatischen Schusswaffen. Nur glaubt er nicht, das Problem wäre damit gelöst. Nach seinen Untersuchungen ist das so realitätsfremd wie das Trugbild, das Amerikas Waffennarren von der Schweiz hegen als dem Land, wo jeder seinen Schrebergarten mit dem Sturmgewehr verteidigt.
Peter Haffner ist redaktioneller Mitarbeiter des «Magazins». Er lebt in Kalifornien.
p.haffner@sbcglobal.net
“Er befürwortet restriktive Waffengesetze, (…) Nur glaubt er nicht, das Problem wäre damit gelöst. Nach seinen Untersuchungen ist das (…) realitätsfremd (…)”
Der Buchautor scheint ein ganz normaler Waffenhasser zu sein (wie z.B. GSOA und die Schutz-vor-Waffengewalt-Initianten hierzulande): Unbeeindruckt von den Fakten und der Wirkungslosigkeit eines Verbots will er trotzdem einfach mal verbieten. “Irrational” ist ein passendes (und noch eher nettes) Prädikat dafür…
Es bringt genau nichts wenn man die Welt in “Waffenhasser” und “Waffennarren” einteilt. Es braucht einen Kulturwandel derart, dass auch der grösste Idiot einsieht, dass Waffen niemals ein Problem lösen können und es auch nie getan haben.
Solange aber Waffenbesitz mit Männlichkeit gleichgesetzt wird, wird das nicht gelingen.
Die Diskussion um die Einschränkung des Waffenbesitzes kann vielleicht das Problem ins Bewusstsein der Gesellschaft tragen.
Es wäre schön, wenn in diesem Forum auch Frauen mitsprechen würden, und uns erzählen, ob sie sich sicherer oder eher bedroht fühlen, weil ihr Partner ein Gewehr samt Munition im Schrank aufbewahrt.
Angst oder Befreiung davor hat auch mit Realität zu tun.
In den USA sterben etwa 3 bis 4 mal mehr Menschen im Strassenverkehr als an Mord. Nur um die Verhältnisse im Auge zu behalten.
Warum die US-Amerikaner niemals auf ihre Waffen verzichten wollen/müssen hängt mit den “Bill of Rights” zusammen. Ein Recht welches erstens unveräusserlich ist, und zweitens der Verfassungsgerichtsbarkeit untersteht und von jedmen Bürger beim Supreme Court eingeklagt werden kann.
“A well regulated milita being neccessary to the security of a free state, the right of the people to keep and bear arms, shall not be infringed.”
Ich verweise hier auf Alexander Hamilton und James Madison.
Als ergänzende Literatur zum Thema empfehle ich das Buch “Cities with little crime the case of Swizterland” by Marhall B. Clinard. Der Professor hat in dieser Studie bereits in den 1960er Jahren die unterschiedliche Kriminalitätsentwicklungen zwischen der USA und der Schweiz untersucht.
Dabei wurden unter anderem folgende Faktoren untersucht:
Justizsystem, Dezentrale Verwaltungseinheiten, Migration, politisches System, Waffen, Urbanisierung, Juged, Vereinsleben.
Dabei hat sich herausgestellt, dass kein einzelner Faktor alleine in der Lage ist die Kriminalität entscheidend zu beeinflussen.
Wobei ein Vergleich USA-Schweiz so oder so nur schwerlich möglich ist, denn in der Schweiz haben wir praktisch keine Mega-Städte wie sie in den USA (New York, Miami) vorzufinden sind.
Aber auch die USA ist vielfältig siehe USA Bundesstaat Vermont mit der niedrigsten Kriminalität innerhalb des Landes und einem liberalen Waffengestz. Dem liberalsten der ganzen USA!
In der Schweiz war das freie Waffentragen bis im Jahre 1999 ebenfalls in 12 Kantonen ohne Polizei-Erlaubnis möglich. So gesehen können wir gleich zu einem Vergleich innerhalb der Schweiz ansetzen, wenn wir mit dem Waffengesetz vergleichen wollen. Nur hat das liberale ex-Waffengesetz (Waffenkonkordat)der Schweiz eben nicht zu den erwarteten “Wild West” Szenarien geführt wie man oftmals meint. Oder herrschte z.B. im Kanton Bern bis anno 1999 der Wilde Westen, der Waffen wegen? Respektive hat es sich seither, wegen dem Waffengesetz etwas verbessert?
@J.D. Mit der Sicherheit des Schweizer Landlebens im Rücken, darf man durchaus solch unausgegorenes sagen und glauben gelt…
Obwohl ich definitiv kein Anhänger von GSoA etc. bin, habe ich aus diesem politischen Spektrum noch nie ein gefordertes totales Verbot vernommen. StgW abgeben hat nichts mit Waffenkauf zu tun.
Nein, ich gehe sehr einig mit konsequenten Restriktionen bez. Waffen. Ein Schiesseisen nur für die, die ein verantwortungsvollen Umgang damit haben. Punkt.
@Michael
Es gibt aber den Unterschied zwischen ein “Recht haben auf Waffen” = Schweiz und USA oder “ein Privileg haben auf Waffen” = Deutschland.
Die Verweigerungsgründe für Waffen sind im geltenden Waffengesetz in Art. 8 (beim Erwerb) erwähnt.
Die Schweiz ist im übrigen voll EU tauglich hat sie doch im Jahr 2008 die EU Feuerwaffenrichtlinie 91/477 übernommen.
Einen Bedürfnisnachweis = privileg auf Waffen, wie es die Gsoa vordert ist abzulehnen. Er möchte sich in der Schweiz schon gerne privilegiert vorkommen? So etwas kommt höchstens in Deutschland vor – oben unten Prinzip.
Auch ich habe in den USA festgestellt: „Die Schweiz steht bei Amerikas Waffennarren in hohem Ansehen. Ich bin weder ein “Waffenhasser” noch ein “Waffennarr” und der festen Überzeugung, dass die Armeewaffen zu Hause kein Problem sind.
Aber mal losgelöst von den tragischen Tötungsdelikten mit unserer Armeewaffe und der zunehmenden Gewaltbereitschaft — Armeewaffe und Munition gehören ohne wenn und aber ins Zeughaus. Es gibt nicht einen einzigen vernünftigen Grund, die Waffe und die Munition zu Hause aufzubewahren. Auch auf das “Obligatorische” könnte man locker verzichten. Übungen während den Wk‘s würden vollauf genügen. Einige “Sandkasten-Strategen” aus dem Generalstab und weiter die Hierarchieleiter runter bis zum einfachen Schiesssport begeisterten Soldaten und nicht zuletzt unser guter “Ueli”, oberster Schweizerischer Kriegsherr, sehen das zwar etwas anders. Das ist ihr gutes Recht. Aber die Argumente die aus diesen Kreisen genannt werden, entlocken mir und vielen Schweizerbürgerinnen und Schweizerbürgern mit einem gesunden Menschenverstand, nur noch ein mitleidiges Lächeln. Damit man mich jetzt nicht falsch versteht — ich bin ein Befürworter unserer Armee. Und mit GSoA-Sympathisanten habe ich nichts am Hut. Wenn sich die sicherheitspolitische Lage in Zukunft so fundamental verschlechtern sollte und eine konkrete militärische Bedrohung akut würde, machen wir mit einer Armee-Knarre zu Hause einem Angreifer oder noch weniger verblendeten Terroristen Eindruck.
@Peter Aufenast
Ihre Aussage, wonach Armeewaffen und die Nofallmunition prinzipiell ins Zeughaus gehören, begründen sie mit der Vermutung, solche Waffen würden dementsprechend häufig kriminell verwendet.
Diese Aussage ist zunächst als Annahme zu werten, denn bis zum heutigen Zeitpunkt sind keine Statistiken und Fakten bekannt, die einen häufigen Missbrauch von Behördenwaffen, faktisch bestätigen.
Oder wissen Sie wie viel Munitions-Dosen jemals missbräuchlich geöffent worden sind?
Das Recht eine Waffe zu besitzen, zu erwerben und zu tragen ist ein unverläusserliches Grundrecht.
Ausserdem frage ich mich, wo der Unterschied besteht, wenn ein Bürger ein Stgw.90 (CH-Armee Version), oder ein SIG PE 90 Einzelschuss (Privatversion im Waffenhandel zu kaufen), zuhause aufbewahrt?
Die GSoA hat eben konkrete Pläne sowohl die Armeewaffe, wie auch die Privatwaffen zuhause zu verbieten. Respektive der Waffenbesitz / Waffengesetz soll zu einem Privileg umfunktioniert werden.
Sind wir ehrlich ist es das was wir suchen, privilegierte Bürger und soche ohne Privilegien? Für einen Deutschen mag dies noch stimmen, aber in der Schweiz soche typisch deutsche Ideen einführen. Nein danke!
@TARNAT
Sie haben mich etwas missverstanden. Ich habe klar festgehalten: “… und der festen Überzeugung bin, dass die Armeewaffen zu Hause KEIN Problem sind! Aber nennen sie mir einen einzigen vernünftigen Grund, warum die Armeewaffe zu Hause aufbewahrt werden soll?
@ Peter Aufenast Auch wenn Ihre Argumentation bzw. die Argumente der Befürworter einer Einschliessung der Waffen in ein Zgh auf den ersten Blick durchaus glaubwürdig und nachvollziehbar klingt, allein mir fehlt der Glaube dass sich nach einer Umsetzung dieser Initiative auch wirklich gross was ändern wird. Klar Affekte wie der ganz tragische Fall in Zürich könnte man (hoffentlich) ausschliessen aber sonst? Ich kann im Affekt auch meine Gusseiserne-Bratpfanne als Waffe brauchen (rein bildlich jetzt gesprochen, ich will die furchtbar tragische Tötungdelikte nicht kleinreden)
Nein, ich finde die Initiative schiesst übers Ziel hinaus. Ich empfinde eine seriöse Vorabklärung wie es zurzeit bei der Aushebung gemacht wird, den einzig richtigen Weg, den man schon viel früher hätte durchziehen sollen. Ich bin ein klarer Befürworter von Waffe und Ausrüstung zu Hause lagern. Warum nicht / Warum ja empfinde ich nur als fades verbales Gemüse. Und ja, ich gebs zu, in diesem Zusammenhang gehöre ich zur Betonfraktion.
Auch möchte ich nicht als Waffentrager zu den privilegierten gehören. Ich befürworte klar gewisse strikte Änderungen für den Erwerb und Kauf. Aber sonst erachte ich dieser Themenkreis als nicht zielführend, da er logischerweise eben NICHT die schwerstkriminellen / OK erfasst.
Die Armeewaffe von Angeöhrigen (Soldaten) der Armee muss seit neustem gar nicht mehr zu Hause aufbewahrt werden. Denn es besteht die Möglichkeit die persönliche Waffe im Zeughaus freiwillig zu hinterlegen.
Insofern könnten Sie sich auch fragen, weshalb der Polizist seine Dienstwaffe nach Dienstende mit nach Hause nehmen darf.
Die dezentrale Lagerung von Waffen hat ihre Vor- und Nachteile. Die zentrale Lagerung von Waffen hat den Nachteil, dass sie ein potenzielles Ziel von Überfällen sein kann, weil die Beute dementsprechend gross ist.
Vergleichen Sie mal die Zahl der Einbruchdiebstähle in Privatwohnungen in der Schweiz mit anderen Ländern, dann steht die Schweiz sehr gut da.
Dass Armeewaffen in Privathaushalt (private Assault Weapons) für Sie kein Problem darstellen nehme ich zur Kenntnis. Aber genau die GSoA plant so etwas ähnliches wie einen “Assault Weapons Ban” für jedermann einzuführen. Ein Verbot von Militärwaffen für Privatpersonen haben einige US-Bundesstaaten schon durchgespielt, zeitigte aber nicht den erwünschten Erfolg, so dass dieses Gesetz nicht verlängert wurde.
“Obwohl die Kriminalitätsrate in den letzten fünfundzwanzig Jahren um fünfzehn Prozent gesunken ist, hat sich die Anzahl der Gefängnisinsassen vervierfacht. Heute sitzt in den USA einer von hundert Erwachsenen — das sind 2,3 Millionen insgesamt — hinter Schloss und Riegel.”
1. In den USA muss man schon für kleine Delikte ins Gefängnis, die man bei uns höchstens mit einer Busse oder auf Bewährung bestrafen würde.
2. Die Gefängnisstrafen für schwere Verbrechen wie Totschlag, Mord oder Vergewaltigung sind meist wesentlich länger als bei uns (und sogar auf die Todesstrafe warten manche viele Jahre lang).
Das sind vermutlich die Hauptgründe, warum in den USA so viele Menschen im Gefängnis sitzen. Neben Anwälten und der Polizei sind die gutbezahlten Angestellten im Vollzugswesen die Profiteure dieser unverhältnismässig harten Strafgesetzgebung. Sie lobbyieren oder protestieren denn auch gegen mildere Strafgesetze oder vorzeitige Entlassungen bei Bagatelldelikten, wie zuletzt in Kalifornien. Dass Menschen, die auch nur wegen einer Bagatelle einsitzen, ihren Job (und nicht selten in Folge die ganze Existenzgrundlage) verlieren, ist den Gefängniswächtern und -Verwaltern egal – Hauptsache, man muss um den eigenen Job nicht bangen. Vielleicht ist es aber auch naiv, von Menschen mit Existenzängsten Solidarität und Einfühlungsvermögen zu erwarten. Die Konkurrenzgesellschaft, die keine Gnade kennt, ist halt die logische Folge dieses Wirtschaftssystems, in den USA nur etwas extremer als bei uns.
Chicago, D.C., und New York haben einige der schaerfsten Waffengesetze in den USA, doch die Kriminalitaetsraten sind immer noch einige der hoechsten in den USA. Ich lebe in einem Staat der USA mit den leichtesten Waffengesetzen. Wir koennen Waffen offen, versteckt, im Auto, etc. tragen. Trotzdem haben wir keine “Schiessereien” wie Columbine, Fort Hood, etc.
Ich glaube nicht, dass strengere Waffengesetze etwas aendern koennen, denn die krimminellen Elemnte finden immer einen Weg diese zu erwerben. Auf der anderen Seite nimmt man aber dem Normalbuerger die Moeglichkeit der Selbstverteidigung weg. Vom psychologischen Standpunkt aus gesehen denke ich dass wenn ich eine Waffe zu Hause habe und ein Einbrecher das auch weiss, dass er wohl eher nicht mein Haus heimsucht, sondern eines wo er nicht mit Widerstand rechnen muss.
Sicher, wird der Zugang zu Waffen ermoeglicht, gibt es immer Personen, die dies missbrauchen und die Frage ist, haetten sie die Tat auch ausgeuebt ohne Zugang und einen anderen Weg gefunden. Wenn ich Alkohol zu Hause habe, wird mein Kind deswegen Alkoholiker? Oder wenn ich keinen zu Hause habe, bin ich dann sicher, dass es nicht Alkoholiker wird?
In den USA, die Rechte des Staates vs. Einmischung des Bundes ist ein laufendes Problem. Persoenlich bin ich fuer mehr Freiheit des Staates, hauptsaechlich da alle 50 Staaten so anders sind und die Probleme so unterschiedlich. Wie man mit Alligatoren in den Suempfen in Florida umgeht, ist ganz anders als mit Pumas in den Bergen. “One Size Fits All” funktioniert nicht, auch wenn Washington das gerne haette. Bevoelkerungszahlen haben sicher auch einen Einfluss. Mit einer Million Personen auf einem Gebiet das zehnmal so gross wie die Schweiz ist, sind die sozialen Netzwerke ganz anders, als in New York mit ueber acht Millionen in der Stadt alleine. Auch koennte die Mentalitaet in den 50 Staaten nicht unterschiedlicher sein. Wir koennten ebenso auf einem anderen Planet wohnen. Deshalb wuerden unsere staatlichen Waffengesezte in New York nicht funktionieren und vice versa.
Das ganze Problem ist “multifactorial” und nicht einfach zu loesen. Ich habe ehrlich gesagt auch keine Vorschlaege.
Neue Gesetze oeffnen Tueren zu weiteren Gesetzen, was wiederum heisst, dass man dem Buerger die Selbstverantwortung wegnimmt und sagt, du bist nicht faehig selber Entscheidungen zu treffen, der Bund/Staat muss das fuer dich tun. Wo hoert das auf? Wie muss Freiheit heute definiert werden? Gesetze sind notwending, doch sollte man auch ein gewisses Mass an Menschenverstand walten lassen und nicht versuchen alles (unser Leben) zu “mircomanage”. So schrecklich diese Taten sind, es wird nie ein Gesetz geben, dass diese verhindert.
@Skeptiker
Ich bin eine Frau und wir haben mehrere Waffen zu Hause. Ich bin mit Waffen aufgewachsen. Ich weiss wie man Waffen handhabt und jage auch selber. Ich fuehle mich sicherer. Wir haben immer eine Waffe im Auto. Es ist jedoch eher wahrscheinlich, dass wir sie gegen einen Baeren einsetzen muessen, als gegen einen Menschen.
Ich denke viele Frauen wollen generell nichts mit Waffen zu tun haben. Ich denke aber nicht, dass das hauptsaechlich mit Angst zu tun hat sonder mit einfachem Desinteresse. Man hat sich daran gewohent, dass das Sturmgewehr im Schrank steht. Es ist ein Bestandteil des Haushaltes, wie z.B. ein Hammer. Es wird nur rausgenommen wenn er in den WK geht. Es interessiert einem nicht, da es “ihm” gehoert, wie z.B. die Fischerrute. Ich denke das Sturmgewehr im Schrank wurde in vielen Haushalten einfach ignoriert, bis man es zum Hauptthema in der Presse gemacht hat.
@Claudia Meier
Ich empfehle Ihnen zum Thema USA Justiz folgende zwei URL’s:
http://bjs.ojp.usdoj.gov/content/glance/expgov.cfm
http://bjs.ojp.usdof.gov/content/glance/exptyp.cfm
Gemäss Angaben auf der Webseite arbeiten gut 2.4 Millonen im Justizsystem der USA. Die meisten für die Polizei.
1982 waren es 19′022′184′000 Dollar Ausgaben für die Polizei
2006 waren es 98′872′873′000 Dollar Ausgaben für die Polizei
Das Justizsystem der USA muss die Schweiz nun wirklich nicht kopieren. Möglichst lange und harte Haftstrafen schaukeln sich mit immer härteren Gesetzen gegenseitig in die Höhe. Es entsteht eine Justizindustrie welche sich selber dienlich wird.
Da die Schweiz insgesammt eine Schuhnummer kleiner ist als die USA, ist es nun wirklich nicht sehr ratsam irgendwelche Abenteuer, z.B. à la Californien einzugehen.
Meiner Meinung nach reduziert sich das Problem auf eine ganz einfache Fragestellung: Würde es einen Krieg zwischen den beiden Gebieten (USA, Europa) geben, welche der beiden “Menschensorten” wäre dafür wohl besser geeignet und würde deshalb überleben? Überleben die Memmen besser oder die Gewalttätigen?
Da nützt es gar nichts, dass im einen Teil der Welt so getan wird, als wäre Gewalt und Krieg nicht nur unerwünscht sondern quasi unmöglich. Statistiken beweisen gar nichts, solange immer im vornherein schon klar ist, was eine bestimmte Zahl beweisen soll.
Wer sich die Weltgeschichte anschaut sieht klar, dass Aggression schon immer das erfolgreichere Modell war als Feigheit.
@Michael: Wenn man die Waffenschutz-Initiative genauer liest (so richtig im Originaltext), findet man heraus, dass es dort eben nicht nur um “Stgw ins Zeughaus” geht (plus mittels Homepage/Flyer findet man heraus, dass die GSoA eine federführende Organisation dabei ist).
Es soll damit “Sicherheit” geschaffen werden, unter Anderem mittels willkürlichem Totalverboten bestimmter Waffenkategorien, oder durch Prüfen von “Bedürfnis&Fähigkeit” für den Waffenbesitz.
Aus dem Artikel oben kann man jedoch herauslesen, dass es Verbote (aka staatliche Einschränkungen&Prüfungen) eben genau nichts bringen, also auch nicht die versprochene Sicherheit (die wir ja – wie von Ihnen ausgegoren in der Einleitung indirekt festgestellt – in der Schweiz bereits trotz dem Stgw daheim haben).
@Swisspossum
klar fühlen Sie sich in den USA sicherer, wenn die Statistik besagt, dass Sie oder Ihr Mann mit einer Wahrscheinlichkeit von 2/127 = 0.16% (!) irgend einmal ermordet werden!
Gewiss, und das hat der Autor doch klar gemacht, sind die Ursachen für die Gewalt in den USA im Vergleich zur Schweiz höchst vielschichtig, eben kulturell bedingt.
Das ändert aber nichts daran, dass man in einer Politik der kleinen Schritte ansetzen soll.
Und wenn die Schusswaffe nicht dauernd vor den Augen liegt, wird sie weniger gebraucht. Es könnte ja sein, dass sich ein Täter zwischen der Absicht und der Beschaffung der Waffe doch noch was überlegt…
Zerknirscht muss ich meinen Meinung: “Es gibt nicht einen einzigen vernünftigen Grund, die Waffe und die Munition zu Hause aufzubewahren“ korrigieren. General Blattmann hat mich überzeugt. Wenn sich Frankreich, Italien und Spanien zu allem Übel auch noch verbünden und uns an allen Fronten angreifen, sind wir auch zu Hause gewappnet. Obwohl ich meine Pistole schon vor langer Zeit abgegeben habe, werde ich mir jetzt eine Armeeknarre mit Munition beschaffen und stelle mich dem Feind! Vorerst verbringe ich als Agent im Auftrag des EMD, getarnt als Urlauber, noch zwei Wochen in Griechenland, um mir ein Bild von der Schlagkraft der Griechischen Armee zu machen.
@mARKUS sCHMIDLI
“Überleben die Memmen besser oder die Gewalttätigen?”
“Wer sich die Weltgeschichte anschaut sieht klar, dass Aggression schon immer das erfolgreichere Modell war als Feigheit.”
@ Redaktion: Fehlstart! bitte letzen Beitrag löschen!
@Markus Schmidli
“Überleben die Memmen besser oder die Gewalttätigen?”
“Wer sich die Weltgeschichte anschaut sieht klar, dass Aggression schon immer das erfolgreichere Modell war als Feigheit.”
Ihr Kulturverständnis gibt zu denken:
Memmen vs. Gewalttätige? Aggression vs. Feigheit?
Vielleicht hat General Blattmann noch eine Stelle frei für Sie!
@Skeptiker
Ich habe meine Dienstjahre bei Herrn Blattmann bzw. seinen Vorgängern längst abgeleistet.
Was mir zu denken gibt ist, dass man in Europa glaubt, das Gewaltmonopol vollständig an staatliche Stellen (Armee, Polizei usw.) delegieren könne. Wenn keiner von uns mehr eine Waffe besitzt oder ein Fünkchen Agression in sich spürt, dann sind wir vermutlich frei. So frei, dass wir zu allem werden ja sagen dürfen.
Zum Glück ist es in der Schweiz noch nicht ganz soweit.
[...] Sonntag (und noch mindestens zwei Wochen danach) interessant. So kam es, dass uns dieser Artikel über das mörderische Land USA erst heute auffiel. Peter Haffner versucht darin, aufzuzeigen, warum die Mordrate in den USA so [...]
@Markus Schmidli:
Genau da unterscheidet sich unsere Auffassung grundlegend. Für mich muss das Gewaltmonopol beim Staat liegen. Unverhandelbar.
Eine Waffe macht mich nicht frei, höchstens um Dummheiten zu begehen wie einen Notwehrexzess.
Das Gewaltmonopol war und ist in der Schweiz wie auch in den USA seit der Staatsgründung immer in den Händen des Staates geblieben.
Wenn einer hier behauptet, dass Gewaltmonopol sei zu Zeiten vom CH-Waffenkonkordat, also ab 1969 bis 1999, nicht bei Staat sondern beim Bürger gewesen, dann müssen wir hier direkt die CH-Geschichte neu definieren.
Das Gewaltmonopol bezogen auf Waffen, beschreibt Handlungen des unmittelbaren Zwangs durch die Polizeiorgane. Hat demzufolge nichts mit Notwehr und Notwehrhilfe zu tun.
Auch die USA ist nicht bekannt dafür, dass sie das staatliche Gewaltmonopol an den Bürger abtreten will. Ich erinnere hier an den “Patriot Act” oder generell an die steigen Ausgaben für die Polizei und Justiz in den letzen Jahren. Hier wurde das Gewaltmomopol geradezu noch ausgebaut.
Was es in den USA gibt, ist die “Castle Doctrine”. Ein Gesetz welches tödliche Gewalt zulässt, sobald das eigene Leben, oder der eigene Besitz in unmittelbarer Gefahr sind. Als “Castel” gilt je nach US-Bundesstaat, die eigene Wohnung, das Auto oder auch ein Hotelzimmer kann dazu gehören, welches mittels Schusswaffen verteidigt werden kann. In diesen Fällen wird das Gewaltmonopol aber nicht an den Bürger abgetreten, denn in Fällen von Notwehr/Notwehrhilfe ist der Staat gar nicht zuständig.
@VERA KEHRLI
”
In den USA sterben etwa 3 bis 4 mal mehr Menschen im Strassenverkehr als an Mord. Nur um die Verhältnisse im Auge zu behalten.”
Ich würde gern mal wissen,wie die Statistik denn in der Schweiz aussieht. Ihre Aussage ist doch absolut relativ.
Laut Bundesamt für Statistik waren die Zahlen im Jahr 2008:
Polizeilich registrierte vorsätzliche Tötungsdelikte: 165
Getötete Personen im Strassenverkehr: 357
[...] DAS MAGAZIN By pyrrhussieg Über amerikanisches Waffennarrentum schreibt Peter Haffner: Eines von 142 heute in Amerika geborenen Kindern, folgt aus der Statistik, wird im Laufe seines [...]
Ich bin sehr überreascht, über diesen Text. Habe zwar gewusst, dass die Amys einen Knall haben, aber so!
Was mich aber viel mehr geschockt hat, waren die Kommentare.
Ich selber lebe in deutschland und habe das mit der Gesetzgebung in der Schweiz nicht ge
….gewusst.
Ich verstehe nicht, wie man mit einem Sturmgewehr leben kann bzw. muss.
Es wird hier beschrieben wie ein Haushaltsüblicher Gegenstand, ich könnt kotzen. Waffen haben die Bestimmung zu töten. Kein Mensch auf diesem Planeten braucht ein Sturmgewehr zu hause. Falls er doch meint, dann sollte er zum Psychologen gehen und sich untersuchen lassen…Mensch Leute, das ist Krank.
Das ist ja nicht bös gemeint, aber mal ehrlich, wer will denn die Schweiz angreifen. Keiner will ein Berg erobern, wo es nichts gibt, Sorry.
Es Gibt kein Öl, kein Gas und nichts atemberaubendes.
An alle Sturmgewehrbesitzer, verändert mal eure Weltanschauung.
Hier spricht jemand von Memmen vs. Gewaltätige
Als Gedankenstoß! 2. Weltkrieg- Die Nazis waren die Gewaltätigen, kein Zweifel- Wer hat ihn gewonnen? Ich bitte das letzte nicht zu kommentieren.
P.S. Ich bin kein Waffenhasser, ich finde es nur nicht gut, dass jeder Hanswurst eine Waffe Zuhause haben kann, wir leben Zivilisiert.