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	<title>Kommentare zu: Ein schreckliches Geheimnis</title>
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	<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/</link>
	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Sep 2010 02:22:49 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Seven Days With The Batthyanys &#124; David R. L. Litchfield</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5928</link>
		<dc:creator>Seven Days With The Batthyanys &#124; David R. L. Litchfield</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 10:00:27 +0000</pubDate>
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		<description>[...] The original article by Sacha Batthyany, published on 11.12.2009: http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] The original article by Sacha Batthyany, published on 11.12.2009: <a href="http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/" rel="nofollow">http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/</a> [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Litchfield</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5909</link>
		<dc:creator>Litchfield</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 13:25:03 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Alexander Batthyany

Bitte entschuldigen Sie die Verspätung meiner Antwort, aber ich musste erst noch ein Buch fertig schreiben, welches sich wiederum mit einer eminenten Familie beschäftigt, die ihre faschistische Vergangenheit verleugnet - diesmal eine englische Familie.

Was die deutschsprachige Bevölkerung angeht, so ist es meine Ueberzeugung, dass das einzige was ‘selbstverständlich’ ist, bzw. wobei keine Gefahr des &#039;Missverstehens&#039; besteht, die Tatsache ist, dass viele Deutsche und Oesterreicher weiterhin glauben, dass es den Juden recht geschah, und dass keinerlei Reue gezeigt wird, sondern im Gegenteil die Gelegenheit - falls gegeben - willkommen geheissen würde, das Gleiche morgen wieder zu verbrechen. Dies ist meine Sicht, die ich leider aus persönlicher Erfahrung gewinnen musste. Uebrigens wurde sie auch von Margit’s Bruder Heini Thyssen mit mir geteilt.

Ich denke, es ist auch bemerkenswert, dass Sie die Thyssen Familie nicht erwähnen, deren Giftbecher Ihre Familie gern in Empfang nahm, wofür die Einwohner von Rechnitz bis heute bezahlen müssen.

Während ich akzeptiere, dass Sie persönlich das Massaker bedauern, die Opfer beklagen und mit ihren Familien trauern, so vermittelte mir Sacha Batthyany andererseits mündlich - im Gegensatz zu seinen gedruckten Aeusserungen - den Eindruck, dass Sie wohl die Ausnahme und nicht die Norm innerhalb des Batthyany Clans darstellen.
 
Sollte Ihnen daran gelegen sein, die Position Ihrer Familie in direkterer Weise aufzustellen, warum probieren Sie nicht, einen diesbezüglichen Beitrag auf http://www.batthyany.at freizuschalten, der Ihre Sympathie für die Opfer und Ihr Bedauern ob des Rechnitzer Massakers widerspiegelt, und eine Einladung an andere Mitglieder Ihrer Familie enthält, diese Haltung öffentlich zu unterstützen? 

An Ihrer Stelle würde ich allerdings bei dieser Aktion lieber nicht die Luft anhalten. Wie Sie vielleicht wissen, enthält die Batthyany Webseite bisher keine einzige selbständige Information zum Thema Rechnitz. 

Mit freundlichen Grüssen,
David R L Litchfield
http://www.davidrllitchfield.com</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Alexander Batthyany</p>
<p>Bitte entschuldigen Sie die Verspätung meiner Antwort, aber ich musste erst noch ein Buch fertig schreiben, welches sich wiederum mit einer eminenten Familie beschäftigt, die ihre faschistische Vergangenheit verleugnet &#8211; diesmal eine englische Familie.</p>
<p>Was die deutschsprachige Bevölkerung angeht, so ist es meine Ueberzeugung, dass das einzige was ‘selbstverständlich’ ist, bzw. wobei keine Gefahr des &#8216;Missverstehens&#8217; besteht, die Tatsache ist, dass viele Deutsche und Oesterreicher weiterhin glauben, dass es den Juden recht geschah, und dass keinerlei Reue gezeigt wird, sondern im Gegenteil die Gelegenheit &#8211; falls gegeben &#8211; willkommen geheissen würde, das Gleiche morgen wieder zu verbrechen. Dies ist meine Sicht, die ich leider aus persönlicher Erfahrung gewinnen musste. Uebrigens wurde sie auch von Margit’s Bruder Heini Thyssen mit mir geteilt.</p>
<p>Ich denke, es ist auch bemerkenswert, dass Sie die Thyssen Familie nicht erwähnen, deren Giftbecher Ihre Familie gern in Empfang nahm, wofür die Einwohner von Rechnitz bis heute bezahlen müssen.</p>
<p>Während ich akzeptiere, dass Sie persönlich das Massaker bedauern, die Opfer beklagen und mit ihren Familien trauern, so vermittelte mir Sacha Batthyany andererseits mündlich &#8211; im Gegensatz zu seinen gedruckten Aeusserungen &#8211; den Eindruck, dass Sie wohl die Ausnahme und nicht die Norm innerhalb des Batthyany Clans darstellen.</p>
<p>Sollte Ihnen daran gelegen sein, die Position Ihrer Familie in direkterer Weise aufzustellen, warum probieren Sie nicht, einen diesbezüglichen Beitrag auf <a href="http://www.batthyany.at" rel="nofollow">http://www.batthyany.at</a> freizuschalten, der Ihre Sympathie für die Opfer und Ihr Bedauern ob des Rechnitzer Massakers widerspiegelt, und eine Einladung an andere Mitglieder Ihrer Familie enthält, diese Haltung öffentlich zu unterstützen? </p>
<p>An Ihrer Stelle würde ich allerdings bei dieser Aktion lieber nicht die Luft anhalten. Wie Sie vielleicht wissen, enthält die Batthyany Webseite bisher keine einzige selbständige Information zum Thema Rechnitz. </p>
<p>Mit freundlichen Grüssen,<br />
David R L Litchfield<br />
<a href="http://www.davidrllitchfield.com" rel="nofollow">http://www.davidrllitchfield.com</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alexander.batthyany</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5833</link>
		<dc:creator>alexander.batthyany</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 19:44:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5833</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Litchfield, 

manche Dinge sollten so selbstverständlich sein, dass sie zu erwähnen nicht mehr notwendig sein müsste. Aber da man das Selbstverständliche dann eben doch noch ausformulieren muss: Ich bedauere die 180 Opfer des Massakers ebenso wie ihre Angehörigen und Nachkommen. 

Möglicherweise war mein Schreiben missverständlich formuliert, und wenn dem so sein sollte, will ich das gerne korrigieren: ich wollte primär zum Ausdruck bringen, dass Fragen der Schuld (der eigenen wie der innerhalb einer Familie) als existentielle Fragen individuell zu beantworten sind. Da ich ein Mitglied dieser Familie bin und einige der Beitragenden hier den Eindruck äusserten, dies sei eine Stellungnahme &quot;für die Familie&quot; wollte ich daher auf diesen einen Punkt gesondert hinweisen. 

Ich beschäftige mich bereits lange genug mit diesem Thema - daher habe ich als gegeben vorausgesetzt, was ohnedies keine Frage mehr sein sollte: das Bedauern, bzw. die Sympathie mit den Ermordeten. Aus eben diesem Grund schrieb ich ja auch von Schuld und Verantwortung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Litchfield, </p>
<p>manche Dinge sollten so selbstverständlich sein, dass sie zu erwähnen nicht mehr notwendig sein müsste. Aber da man das Selbstverständliche dann eben doch noch ausformulieren muss: Ich bedauere die 180 Opfer des Massakers ebenso wie ihre Angehörigen und Nachkommen. </p>
<p>Möglicherweise war mein Schreiben missverständlich formuliert, und wenn dem so sein sollte, will ich das gerne korrigieren: ich wollte primär zum Ausdruck bringen, dass Fragen der Schuld (der eigenen wie der innerhalb einer Familie) als existentielle Fragen individuell zu beantworten sind. Da ich ein Mitglied dieser Familie bin und einige der Beitragenden hier den Eindruck äusserten, dies sei eine Stellungnahme &#8220;für die Familie&#8221; wollte ich daher auf diesen einen Punkt gesondert hinweisen. </p>
<p>Ich beschäftige mich bereits lange genug mit diesem Thema &#8211; daher habe ich als gegeben vorausgesetzt, was ohnedies keine Frage mehr sein sollte: das Bedauern, bzw. die Sympathie mit den Ermordeten. Aus eben diesem Grund schrieb ich ja auch von Schuld und Verantwortung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Litchfield</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5788</link>
		<dc:creator>Litchfield</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 08:10:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5788</guid>
		<description>An Alexander Batthyany:
Ich habe Ihren Beitrag immer wieder durchgelesen, kann aber leider nirgends einen Ausdruck Ihrer Sympathie für die 180 jüdischen Menschen entdecken, die in dieser Nacht getötet wurden; oder Ihres Bedauerns ob der grausamen Tat.
Ihre einzige Sorge scheint dem Ruf Ihrer Familie zu gelten.
Ich schliesse meine Beweisführung ab.
David R L Litchfield
http://www.davidrllitchfield.com</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>An Alexander Batthyany:<br />
Ich habe Ihren Beitrag immer wieder durchgelesen, kann aber leider nirgends einen Ausdruck Ihrer Sympathie für die 180 jüdischen Menschen entdecken, die in dieser Nacht getötet wurden; oder Ihres Bedauerns ob der grausamen Tat.<br />
Ihre einzige Sorge scheint dem Ruf Ihrer Familie zu gelten.<br />
Ich schliesse meine Beweisführung ab.<br />
David R L Litchfield<br />
<a href="http://www.davidrllitchfield.com" rel="nofollow">http://www.davidrllitchfield.com</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: alexander.batthyany</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5731</link>
		<dc:creator>alexander.batthyany</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 12:12:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5731</guid>
		<description>Das ist ein hervorragender Artikel, von dem ich viel gelernt habe. Was mir allerdings nicht eingeht, und was mir auch unter rein pragmatischen Gesichtspunkten kaum haltbar erscheint, ist die in manchen Kommentaren anklingende Meinung, dieser Artikel sei &quot;für die Familie&quot; geschrieben worden. Scheinbar gehen jene, die dies annehmen, davon aus, dass die Familie (oder auch nur irgendeine andere Familie) eine geschlossene Gruppe darstelle, die einen der ihren losschickt, um für sie zu sprechen oder zu schreiben. 
Das liest sich als Idee vielleicht gut, ist aber kaum praktikabel: und das kann sich wohl jeder vor Augen führen, der den Versuch unternehmen wird, für seine eigene Familie zu sprechen oder einen Artikel zu veröffentlichen; und das Scheitern dieses Versuchs wird dann hoffentlich zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, dass dies in einer doch recht grossen Familie wie der unserigen geschehen soll. Im Übrigen halte ich dies - neben der wie gesagt fehlenden Umsetzbarkeit eines soclhen Unterfangens - auch für eine bedenkliche Modellierung der Familie als &quot;Sippe&quot;, die geschlossen für die Meinung und Reflexionen eines Einzelnen einstehe und umgekehrt. Bedenklich ist dies deswegen, weil das ein Bild ist, das üblicherweise nicht zuletzt eben jene zeichneten, über deren Verbrechen wir hier diskutieren und für deren Ideologie vermutlich keiner der hier Diskutierenden nur die geringste Sympathie empfindet. Darin dürften sich - über alle anderen Meinungsunterschiede hinweg - alle hier Diskutierenden in Konsens befinden. 

Was ich eigentlich sagen will - und was meiner Lesart zufolge auch Sacha Batthyány nicht anders sieht und in einem in meinen Augen sehr gelungenen Text zum Ausdruck bringt: Am Ende steht jeder, der in seiner Verwandtschaft einen solchen &quot;Fall&quot; zu beklagen hat, alleine damit da: Hier konkret mit der Frage, was genau in dieser Nacht geschah und der nicht minder bohrenden Frage, was in den Jahren danach war, in denen die Beteiligten, inkl. Margit B., hoffentlich einmal ausgenüchtert genug gewesen sind, um über diese Nacht in Rechnitz nachzudenken. Auch alleine bleibt man mit der entscheidenden Frage, wie man selbst mit Schuld im eigenen Umfeld umgeht. Und man findet auch nicht allzu schnell eine Antwort darauf, und vermutlich wird auch diese Antwort immer nur Stückwerk bleiben. Schon daher - und auch, weil hoffentlich die historischen Recherchen über das Massaker von Rechnitz weitergehen werden - kann es keine &quot;allgemeine Stellungnahme&quot; geben - weder eine abschliessende, noch eine allgemeine. Bleiben wird allerdings das Problem der Schuld und des Umgangs mit Verantwortung. Auch das sollte die Vermutung, es handle sich bei dieser oder anderen Stellungnahmen um quasi in Auftrag gegebene Pressemitteilungen im Namen der Familie, oder für die Familie, relativieren. Die Familie besteht, wie jede andere Gruppe auch, aus Individuen; und Fragen der Schuld, Verantwortung und des Umgangs damit sind grundlegend und eigentlich individuelle Fragen. Das ist hier der Fall wie in allen anderen existentiellen Bereichen des Lebens ebenfalls.  
Das scheint mir auch in dem Text von Sacha Batthyány zum Ausdruck zu kommen, zumindest so, wie ich ihn lese.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist ein hervorragender Artikel, von dem ich viel gelernt habe. Was mir allerdings nicht eingeht, und was mir auch unter rein pragmatischen Gesichtspunkten kaum haltbar erscheint, ist die in manchen Kommentaren anklingende Meinung, dieser Artikel sei &#8220;für die Familie&#8221; geschrieben worden. Scheinbar gehen jene, die dies annehmen, davon aus, dass die Familie (oder auch nur irgendeine andere Familie) eine geschlossene Gruppe darstelle, die einen der ihren losschickt, um für sie zu sprechen oder zu schreiben.<br />
Das liest sich als Idee vielleicht gut, ist aber kaum praktikabel: und das kann sich wohl jeder vor Augen führen, der den Versuch unternehmen wird, für seine eigene Familie zu sprechen oder einen Artikel zu veröffentlichen; und das Scheitern dieses Versuchs wird dann hoffentlich zeigen, wie unwahrscheinlich es ist, dass dies in einer doch recht grossen Familie wie der unserigen geschehen soll. Im Übrigen halte ich dies &#8211; neben der wie gesagt fehlenden Umsetzbarkeit eines soclhen Unterfangens &#8211; auch für eine bedenkliche Modellierung der Familie als &#8220;Sippe&#8221;, die geschlossen für die Meinung und Reflexionen eines Einzelnen einstehe und umgekehrt. Bedenklich ist dies deswegen, weil das ein Bild ist, das üblicherweise nicht zuletzt eben jene zeichneten, über deren Verbrechen wir hier diskutieren und für deren Ideologie vermutlich keiner der hier Diskutierenden nur die geringste Sympathie empfindet. Darin dürften sich &#8211; über alle anderen Meinungsunterschiede hinweg &#8211; alle hier Diskutierenden in Konsens befinden. </p>
<p>Was ich eigentlich sagen will &#8211; und was meiner Lesart zufolge auch Sacha Batthyány nicht anders sieht und in einem in meinen Augen sehr gelungenen Text zum Ausdruck bringt: Am Ende steht jeder, der in seiner Verwandtschaft einen solchen &#8220;Fall&#8221; zu beklagen hat, alleine damit da: Hier konkret mit der Frage, was genau in dieser Nacht geschah und der nicht minder bohrenden Frage, was in den Jahren danach war, in denen die Beteiligten, inkl. Margit B., hoffentlich einmal ausgenüchtert genug gewesen sind, um über diese Nacht in Rechnitz nachzudenken. Auch alleine bleibt man mit der entscheidenden Frage, wie man selbst mit Schuld im eigenen Umfeld umgeht. Und man findet auch nicht allzu schnell eine Antwort darauf, und vermutlich wird auch diese Antwort immer nur Stückwerk bleiben. Schon daher &#8211; und auch, weil hoffentlich die historischen Recherchen über das Massaker von Rechnitz weitergehen werden &#8211; kann es keine &#8220;allgemeine Stellungnahme&#8221; geben &#8211; weder eine abschliessende, noch eine allgemeine. Bleiben wird allerdings das Problem der Schuld und des Umgangs mit Verantwortung. Auch das sollte die Vermutung, es handle sich bei dieser oder anderen Stellungnahmen um quasi in Auftrag gegebene Pressemitteilungen im Namen der Familie, oder für die Familie, relativieren. Die Familie besteht, wie jede andere Gruppe auch, aus Individuen; und Fragen der Schuld, Verantwortung und des Umgangs damit sind grundlegend und eigentlich individuelle Fragen. Das ist hier der Fall wie in allen anderen existentiellen Bereichen des Lebens ebenfalls.<br />
Das scheint mir auch in dem Text von Sacha Batthyány zum Ausdruck zu kommen, zumindest so, wie ich ihn lese.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: sefardi.tahor</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5633</link>
		<dc:creator>sefardi.tahor</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 22:02:37 +0000</pubDate>
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		<description>Hervorragend. Auf dem Punkt gebracht: Kol Hakavod Sacha Batthyany!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hervorragend. Auf dem Punkt gebracht: Kol Hakavod Sacha Batthyany!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Holler</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5522</link>
		<dc:creator>Jan Holler</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 14:12:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5522</guid>
		<description>Dear David

(I repeat my question in English, wiederhole meine Frage auf Englisch)

Please let me know where S. Batthyany is successfully defending what interests of the family? They must not fear a trial nor recourse. The only interest the family can have nowadays is not having any publicity. But (more) publicity is the consequence of  S. Batthyany&#039;s story.

Thanks, and a merry christmas to you as well, regards!
 -jan</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dear David</p>
<p>(I repeat my question in English, wiederhole meine Frage auf Englisch)</p>
<p>Please let me know where S. Batthyany is successfully defending what interests of the family? They must not fear a trial nor recourse. The only interest the family can have nowadays is not having any publicity. But (more) publicity is the consequence of  S. Batthyany&#8217;s story.</p>
<p>Thanks, and a merry christmas to you as well, regards!<br />
 -jan</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Litchfield</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5517</link>
		<dc:creator>Litchfield</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 11:58:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5517</guid>
		<description>Dear Jan
Sorry, I&#039;m all out of German. Let me simply say these two old English proverbs:
1) There&#039;s nought so blind as them who won&#039;t see.
2) You can lead a horse to water, but you can&#039;t make it drink.
You choose whichever answers your questions best.
Kindest regards,
Very very happy Christmas,
David</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dear Jan<br />
Sorry, I&#8217;m all out of German. Let me simply say these two old English proverbs:<br />
1) There&#8217;s nought so blind as them who won&#8217;t see.<br />
2) You can lead a horse to water, but you can&#8217;t make it drink.<br />
You choose whichever answers your questions best.<br />
Kindest regards,<br />
Very very happy Christmas,<br />
David</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Holler</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5496</link>
		<dc:creator>Jan Holler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 15:00:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5496</guid>
		<description>Lieber David Litchfield

Um direkt zur Antwort auf die eine Frage zu kommen: Nein, ich würde nicht mit Menschen verkehren, die, noch dazu in dieser Lage, weiter an eine jüdische Verschwörung glauben würden. - Ich persönlich habe mich viele Jahre sehr engagiert in Foren (unter Pseudonym) gegen den wieder erstarkenden oder vielleicht auch nur immer weniger verhohlenen Antisemitismus (euphemistisch Antizionismus genannt) zur Wehr gesetzt (der immer mehr von links kommt) und bin massivst (darum unter einem Pseudonym) angegangen worden bis hin zur Vermutung, ich sei in zionistischer Agitator. Es ist ein Angehen (Kampf wäre übertrieben) gegen Windmühlen. Dabei habe ich es nicht gesucht, sondern bin immer wieder, viel zu oft darüber gestolpert. Die Forenredaktion (eines bekannten und bedeutenden Forums) war und ist halb blind und hat oft erst auf grossen Druck eindeutigen Antisemiten den Hahn abgedreht. Daher bin ich sensibilisiert für das Thema und wohl auch durch meine Eltern, die mich in meine jungen Jahren mit dem Thema Shoa (Film Holocaust) konfrontiert hatten.

Bitter ist, dass es so viele junge Menschen gibt, die auf der Schiene Antiamerikanismus, Antiisraelismus beim Antizionismus/Antisemitismus landen, nicht wie alte und neue Nazis, eher mitlaufend. Als hätte es nie die Monströsität IIWK/Judenvernichtung gegeben, lernen sie nichts. Auch darum muss es Aufklärung geben.

Und Sie haben natürlich alles Recht der Welt, Aufklärung zu betreiben und dafür sollte man sein und ist man Ihnen dankbar. Ich kann Ihre Enttäuschung auch verstehen, wenn Sie viel mehr von S. Batthyány erwartet haben. - Sie haben auch Recht, wenn Sie wenig bis nichts für solche Familien übrig haben, das habe ich auch nicht. Verachtung ist auch eines der Gefühle, die bei mir geweckt werden. - Doch kann ich nicht über Sacha Batthyány urteilen. Sein Text erscheint mir auch nicht als Propaganda und die Familie wird auch in meinen Augen nicht rein gewaschen, im Gegenteil. Meine Reaktion bezog sich eigentlich erst auf den Text, den ich als literarisch und gut geschrieben empfinde, bis ich Ihren Beitrag und den Text hinter dem Link las. Empfand das als ungerecht gegenüber Sacha Batthyány, aber nur gegenüber ihm. Seine Familie, mind. der Teil, der (ver)schweigt, liess und lasse ich aussen vor.

Thyssen, Flick, Krupp, Quandt ... und die Nazionalsozialisten. Statt Enteignung und Verurteilung beliess man es bei wenig, um Aufzuklären, noch weniger beim Bestrafen . Gut gibt es Menschen wie Sie, die dahinter leuchten. Vielleicht finde ich Zeit, Ihr Buch zu lesen und vielleicht tut das auch Batthyány.

Doch denke ich, Sie erwarten zu viel von Sacha Batthyány. Er kann nicht die Verantwortung für seine (erweiterte) Familie tragen und verkehrt hat er ja mit Ihnen gar nicht, die meisten kannte er nicht und seine Tante Margrit konnte er nicht leiden. Wie und ob er heute verkehrt wäre interessant zu wissen, aber haben wir das Recht, Offenbarung und Rechtfertigung zu verlangen?

Es ist so schwer, sich als junger und älter werdender Mensch von der &quot;Wirklichkeit&quot; zu lösen, mit der man aufgewachsen ist. Manche schaffen das nie. Was soll nun Sacha Batthyány machen? Wenn er mit der Familie völlig bricht, dann wird er nie mehr etwas erfahren. Ich denke, er wird nach diesem Text erst recht auf eine Mauer des Schweigens stossen. Der Bruch ist wohl schon geschehen.

Warten wir doch ab. Vielleicht recherchiert S. Batthyány weiter und legt später weitere Erkenntnisse vor. Ob er Ihr Buch lesen wird, sei ihm überlassen. Er hat auch das Recht, wie jeder andere, das Thema zu ignorieren. Dafür hätte ich Verständnis, es versaut einem das Leben, und es ist nicht sein Kampf.

Die Schweiz hatte lange Zeit eine Schutzhaltung, doch seit dem Bergier-Bericht ist der Mythos des heldenhaften Verteidigens gegen die Nazis Makulatur. 

Wenn Ihnen so viel daran liegt, dass die Familie Batthyány Ihr Buch liest, dann schicken Sie diesen (ich würde die jüngere Generation beachten) doch Ihr Buch. 

Eine Frage hätte ich noch an Sie: Wo genau sehen sie die (erfolgreiche) Verteidigung welcher Familieninteressen von S. Batthyány? Das einzige Interesse, dass die Familie (alle?) heute haben kann, ist doch, dass niemand darüber redet und berichtet. Dass sie zur Rechenschaft gezogen wird oder gezogen werden kann ist äusserst unwahrscheinlich. Also kann sie nur die Publizität fürchten und genau für die hat S. Batthyány doch mit seinem Text gesorgt.

Mit Gruss und bitte entschuldigen Sie die Falschschreibung Ihres Namens, den ich Anfangs gar richtig schrieb.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber David Litchfield</p>
<p>Um direkt zur Antwort auf die eine Frage zu kommen: Nein, ich würde nicht mit Menschen verkehren, die, noch dazu in dieser Lage, weiter an eine jüdische Verschwörung glauben würden. &#8211; Ich persönlich habe mich viele Jahre sehr engagiert in Foren (unter Pseudonym) gegen den wieder erstarkenden oder vielleicht auch nur immer weniger verhohlenen Antisemitismus (euphemistisch Antizionismus genannt) zur Wehr gesetzt (der immer mehr von links kommt) und bin massivst (darum unter einem Pseudonym) angegangen worden bis hin zur Vermutung, ich sei in zionistischer Agitator. Es ist ein Angehen (Kampf wäre übertrieben) gegen Windmühlen. Dabei habe ich es nicht gesucht, sondern bin immer wieder, viel zu oft darüber gestolpert. Die Forenredaktion (eines bekannten und bedeutenden Forums) war und ist halb blind und hat oft erst auf grossen Druck eindeutigen Antisemiten den Hahn abgedreht. Daher bin ich sensibilisiert für das Thema und wohl auch durch meine Eltern, die mich in meine jungen Jahren mit dem Thema Shoa (Film Holocaust) konfrontiert hatten.</p>
<p>Bitter ist, dass es so viele junge Menschen gibt, die auf der Schiene Antiamerikanismus, Antiisraelismus beim Antizionismus/Antisemitismus landen, nicht wie alte und neue Nazis, eher mitlaufend. Als hätte es nie die Monströsität IIWK/Judenvernichtung gegeben, lernen sie nichts. Auch darum muss es Aufklärung geben.</p>
<p>Und Sie haben natürlich alles Recht der Welt, Aufklärung zu betreiben und dafür sollte man sein und ist man Ihnen dankbar. Ich kann Ihre Enttäuschung auch verstehen, wenn Sie viel mehr von S. Batthyány erwartet haben. &#8211; Sie haben auch Recht, wenn Sie wenig bis nichts für solche Familien übrig haben, das habe ich auch nicht. Verachtung ist auch eines der Gefühle, die bei mir geweckt werden. &#8211; Doch kann ich nicht über Sacha Batthyány urteilen. Sein Text erscheint mir auch nicht als Propaganda und die Familie wird auch in meinen Augen nicht rein gewaschen, im Gegenteil. Meine Reaktion bezog sich eigentlich erst auf den Text, den ich als literarisch und gut geschrieben empfinde, bis ich Ihren Beitrag und den Text hinter dem Link las. Empfand das als ungerecht gegenüber Sacha Batthyány, aber nur gegenüber ihm. Seine Familie, mind. der Teil, der (ver)schweigt, liess und lasse ich aussen vor.</p>
<p>Thyssen, Flick, Krupp, Quandt &#8230; und die Nazionalsozialisten. Statt Enteignung und Verurteilung beliess man es bei wenig, um Aufzuklären, noch weniger beim Bestrafen . Gut gibt es Menschen wie Sie, die dahinter leuchten. Vielleicht finde ich Zeit, Ihr Buch zu lesen und vielleicht tut das auch Batthyány.</p>
<p>Doch denke ich, Sie erwarten zu viel von Sacha Batthyány. Er kann nicht die Verantwortung für seine (erweiterte) Familie tragen und verkehrt hat er ja mit Ihnen gar nicht, die meisten kannte er nicht und seine Tante Margrit konnte er nicht leiden. Wie und ob er heute verkehrt wäre interessant zu wissen, aber haben wir das Recht, Offenbarung und Rechtfertigung zu verlangen?</p>
<p>Es ist so schwer, sich als junger und älter werdender Mensch von der &#8220;Wirklichkeit&#8221; zu lösen, mit der man aufgewachsen ist. Manche schaffen das nie. Was soll nun Sacha Batthyány machen? Wenn er mit der Familie völlig bricht, dann wird er nie mehr etwas erfahren. Ich denke, er wird nach diesem Text erst recht auf eine Mauer des Schweigens stossen. Der Bruch ist wohl schon geschehen.</p>
<p>Warten wir doch ab. Vielleicht recherchiert S. Batthyány weiter und legt später weitere Erkenntnisse vor. Ob er Ihr Buch lesen wird, sei ihm überlassen. Er hat auch das Recht, wie jeder andere, das Thema zu ignorieren. Dafür hätte ich Verständnis, es versaut einem das Leben, und es ist nicht sein Kampf.</p>
<p>Die Schweiz hatte lange Zeit eine Schutzhaltung, doch seit dem Bergier-Bericht ist der Mythos des heldenhaften Verteidigens gegen die Nazis Makulatur. </p>
<p>Wenn Ihnen so viel daran liegt, dass die Familie Batthyány Ihr Buch liest, dann schicken Sie diesen (ich würde die jüngere Generation beachten) doch Ihr Buch. </p>
<p>Eine Frage hätte ich noch an Sie: Wo genau sehen sie die (erfolgreiche) Verteidigung welcher Familieninteressen von S. Batthyány? Das einzige Interesse, dass die Familie (alle?) heute haben kann, ist doch, dass niemand darüber redet und berichtet. Dass sie zur Rechenschaft gezogen wird oder gezogen werden kann ist äusserst unwahrscheinlich. Also kann sie nur die Publizität fürchten und genau für die hat S. Batthyány doch mit seinem Text gesorgt.</p>
<p>Mit Gruss und bitte entschuldigen Sie die Falschschreibung Ihres Namens, den ich Anfangs gar richtig schrieb.</p>
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		<title>Von: Litchfield</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ein-schreckliches-geheimnis/comment-page-1/#comment-5485</link>
		<dc:creator>Litchfield</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 08:49:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/?p=4288#comment-5485</guid>
		<description>Dear Jan Holler

(Und LItchfield statt Lichtfield). Vielen Dank für Ihre interessante Nachricht. Ich antworte Ihnen am besten hier, in diesem Forum. 

Ich kann Ihren Aeusserungen nicht gänzlich widersprechen, da ich Sacha Batthyany mag. Ich mochte ihn, als ich ihn traf und mag ihn noch immer. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich den Artikel mehr als ein Stück Propaganda der Familie ansehe, denn als einen Akt individueller Courage. Was genau war denn das Risiko, welches Sacha einging?

Wenn es in Ihrer Familie Leute gäbe, die glaubten, dass solch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf einer jüdischen Verschwörung beruhte, wäre Ihnen dann allen Ernstes daran gelegen, weiter mit diesen Leuten zu verkehren?

Vielleicht werden Sie ja, nachdem Sie mein Buch über die Thyssens gelesen haben, verstehen, warum ich für solche Familien wenig Verständnis habe. In der Zwischenzeit zeigt mir Ihre Reaktion nur, wie erfolgreich Sacha die Verteidigung seiner Familieninteressen vermittelt hat.

Wenn ich Ihre, zugegebenerweise bewundernswerten Empfindungen teilen würde, dann hätte ich nie mein Buch über die Thyssens geschrieben und meinen Artikel für die Frankfurter Allgemeine, ohne den, das gibt Sacha selbst zu, die Batthyanys heute noch die Umstände ihrer Verstrickung in dieses Verbrechen verbergen würden. Und vergessen wir nicht, dass die Verbindung zwischen Thyssen und Batthyany nicht in Rechnitz endet! 

Und dann wäre da natürlich auch noch die Schutzhaltung der Schweiz, die bis heute anhält......

P.S.: Vielleicht können Sie auch noch Sacha dazu überreden, mein Buch zu lesen, denn soviel ich von ihm gehört habe, hat er dies immer noch nicht getan.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dear Jan Holler</p>
<p>(Und LItchfield statt Lichtfield). Vielen Dank für Ihre interessante Nachricht. Ich antworte Ihnen am besten hier, in diesem Forum. </p>
<p>Ich kann Ihren Aeusserungen nicht gänzlich widersprechen, da ich Sacha Batthyany mag. Ich mochte ihn, als ich ihn traf und mag ihn noch immer. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich den Artikel mehr als ein Stück Propaganda der Familie ansehe, denn als einen Akt individueller Courage. Was genau war denn das Risiko, welches Sacha einging?</p>
<p>Wenn es in Ihrer Familie Leute gäbe, die glaubten, dass solch ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf einer jüdischen Verschwörung beruhte, wäre Ihnen dann allen Ernstes daran gelegen, weiter mit diesen Leuten zu verkehren?</p>
<p>Vielleicht werden Sie ja, nachdem Sie mein Buch über die Thyssens gelesen haben, verstehen, warum ich für solche Familien wenig Verständnis habe. In der Zwischenzeit zeigt mir Ihre Reaktion nur, wie erfolgreich Sacha die Verteidigung seiner Familieninteressen vermittelt hat.</p>
<p>Wenn ich Ihre, zugegebenerweise bewundernswerten Empfindungen teilen würde, dann hätte ich nie mein Buch über die Thyssens geschrieben und meinen Artikel für die Frankfurter Allgemeine, ohne den, das gibt Sacha selbst zu, die Batthyanys heute noch die Umstände ihrer Verstrickung in dieses Verbrechen verbergen würden. Und vergessen wir nicht, dass die Verbindung zwischen Thyssen und Batthyany nicht in Rechnitz endet! </p>
<p>Und dann wäre da natürlich auch noch die Schutzhaltung der Schweiz, die bis heute anhält&#8230;&#8230;</p>
<p>P.S.: Vielleicht können Sie auch noch Sacha dazu überreden, mein Buch zu lesen, denn soviel ich von ihm gehört habe, hat er dies immer noch nicht getan.</p>
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