Glücklich werden: #12

Seien Sie uncool

20.03.2009 von Das Magazin , 1 Kommentar

Warum soll ich das tun?
Cool sein, ist viel zu anstrengend. Sie verpassen Ihr halbes Leben, wenn Sie Ihre ganze Energie dafür aufwenden. Uncool zu sein, erlaubt Ihnen, entspannt durchs Leben zu gehen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: das Vogelgezwitscher, die Mauerblümchen. Lachen, Tanzen, Liebe machen. Sie brauchen sich ab sofort nicht mehr anzustrengen, um immer unangestrengt zu wirken.

Bin ich zu cool dazu?
Je cooler Sie sind, desto einfacher wird Ihnen das fallen, denn cool sein, ist an sich schon sehr uncool. Sie müssen es nur noch richtig drehen. Es ist ganz einfach: Tief drinnen ist jeder von uns im Grunde uncool, und nichts krampft so furchtbar wie forcierte Lockerheit. Tun Sie also einfach das, was Sie am liebsten tun, aber sich nie richtig getrauten. Lassen Sie sich gehen: Gehen Sie fortan in Pyjama und Hausschuhen in die Disco. Falls Sie einen Partner suchen, melden Sie sich einfach bei «Swissdate» an. Singen Sie auch in der Garderobendusche und tragen Sie Ihr Arschgeweih mit Stolz. Fahren Sie Ihren Offroader schamlos und mit Würde durch die Langstrasse oder kommen Sie absichtlich pünktlich zu Verabredungen. Und wichtig: Foutieren Sie sich vor allem um die Hauptmoderegel für Coole, «Always underdress». Overdressing ist einfacher. Lassen Sie Ihre Mutter für Sie einkaufen. Das spart Ihnen viel Zeit und wird Sie beide glücklich machen.

Werde ich meine Freunde verlieren?
Ja, ein paar schon. Aber das waren sowieso die falschen Freunde.

Die Diskussion

Eine Reaktion

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    Bettina Metzler

    Auf dieses sarkastisch-ironischen Ausführungen über das Glücklich werden, nachfolgend etwas Philosophie, auf der Suche nach dem Glück…

    Sucht man im Wikipedia nach dem Begriff “Glück”, so wird sogleich unterschieden zwischen Glück haben & Glück empfinden: Glück kann einen Vorgang bedeuten, in dem jemandem unverhofft etwas Positives widerfährt („Glück haben”), einen Moment des Wohlgefühls bezeichnen („glücklich sein”) oder sich allgemeiner auf ein gelingendes Leben beziehen (über einen längeren Zeitraum „glücklich sein”).

    Im Angelsächsischen gibt es drei verschiedene Begriffe für Glück: luck, pleasure und happiness. Sie die unterscheiden die verschiedenen Inhalte des “Glückhabens” bzw. “Glückempfindes” viel feiner:

    1. Luck, ist “Glück haben”, also durch einen (glücklichen) Zufall begünstigt zu sein; es widerfährt uns unverhofft etwas Positives. Ein weiteres Beispiel für dieses Glück in diesem Zusammenhang wäre ein Lottogewinn oder die Tatsache, nicht nass geworden zu sein, obwohl der Wetterbericht ein Gewitter prognostiziert hat!
    2. pleasure, “Glück empfinden” kann ebenfalls ein kurzer Zustand sein, also ein Moment – oder ein längeranhaltender Zustand. Wir erleben immer wieder so genannte Glückmomente, die man im Englischen als pleasure bezeichnet. Beispiele hierfür: Sex, gutes Essen oder der erfolgreiche Abschluß einer Sache.
    3. Happiness, wenn dieses “Glück empfinden” nun zum dauerhaften Gefühl wird. Es ist an und für sich die Aneinandereihung von vielen kleinen Glückmomenten. Dieses Glückgefühl drückt ein Lebensgefühl aus, welches auch mit Zufriedenheit, Lebensqualtität, Freude und subjektivem Wohlbefinden umschrieben werden kann.

    ERGO: Glück ist also keine Glückssache -
    Deine Einstellung entscheidet über Dein Glück!
    bT!NA

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