29.01.2010 von Das Magazin , 1 Kommentar
Aber ich boxe doch gar nicht.
Eben gerade drum. Boxhandschuhe nicht für den Ring, sondern für daheim. Nicht aus sportlichen Gründen, sondern, um Ihnen zu helfen.
Helfen?
Abgesehen davon, dass Boxhandschuhe hochästhetische Objekte sind, wohnt den ledernen Zwillingen ein grosser Nutzwert inne. Sollten Sie sich einmal unausgeglichen fühlen oder gar wütend sein, so richtig sauer, auf was oder wen auch immer, die Cablecom, den Chef, die Welt, so schlüpfen Sie in die Boxhandschuhe und reagieren sich ab.
Woran abreagieren?
Nun, idealerweise legen Sie sich auch gleich einen Boxsack zu. Sollte Ihnen dies aber zu weit gehen, oder es reuen Sie die Kosten, so kann auch eine profane Zimmerwand herhalten, oder ein Baum, oder der Körper des Partners. Vielleicht ist ja gerade dieser auch der Grund für Ihre Unausgeglichenheit oder Wut. Mit Boxhandschuhen an den Händen kommen Sie auch nicht auf die Idee, Ihren Partner zu erwürgen, ausserdem vermeiden Sie so, sich selbst an den Händen zu verletzen. Lassen Sie Dampf ab, aber richtig. Links! Rechts! Aufwärtshaken!
Und dann?
Dann schlüpfen Sie in Ihren seidenen Boxermantel, auf dessen Rückseite Ihr Name golden eingestickt ist (setzen Sie unbedingt zwischen Ihren Vor- und Nachnamen einen Begriff wie «Hurricane» oder «The Machine», oder wenn Sie ein Faible für Schwedisch haben «Viggen» = Donnerschlag). Sie werden sehen: So ein Mäntelchen fühlt sich nach einem Fight an wie ein Kimono oder noch bedeutend besser.
Falls Sie auf signierte Handschuhe von Joe Frazier oder Lennox Lewis bestehen: boxing-memorabilia.com
Falls Sie Blut lecken: Jede bessere Stadt hat einen Boxklub mit supereffizientem Konditionstraining, zum Beispiel: boxclubsissach.populus.ch
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