27.11.2009 von Das Magazin
Warum sollte ich das tun?Weil die mit 1533 Metern wohl höchstgelegene Brauerei der Schweiz in diesem Winter neben ihrem hervorragenden Lager auch ein dunkles Bier mit Honig namens Boc Dubel da Tschlin anbietet. Und weil es Spass macht, vier Leute und eine gute Idee zu unterstützen.
Wie macht die Höhenlage «BE» so gut?
Die einzige Chance einer Miniaturbrauerei mit nur einer Handvoll Mitarbeitern auf einem von Riesen beherrschten Markt zu bestehen, ist direkt neben der Brauerei aus dem Berg sprudelndes Quellwasser. Die einzige Chance eines vierjährigen Start-ups mit 1500 Litern Wochenproduktion ist ein Malz mit dem geheimnisvollen Namen Gran Alpin. In der Geschichte gab es in Tschlin wie im ganzen Engadin keine erwähnenswerte Brautradition. Aber es gab immer die weltbesten Brauzutaten.
Warum bleibt «BE» besser?
Weil nicht einmal der grösste Brauer die Bieraria Engiadinaisa konkurrenzieren kann. Kein Grossbrauer würde die halben Alpen unter Einsatz von Holzrückepferden und Muskelkraft mit Hangterrassen überziehen, um Berggerste für so viel Malz anzubauen, wie zur Produktion von Millionen Litern nötig sind. Deshalb macht diese Gerste, die viel langsamer als im Unterland wächst und viel mehr Sonne erhält, auch künftig nur «BE» besser.