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	<title>Kommentare zu: Ich habe was, was Du nicht hast</title>
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	<description>Die wöchentliche Beilage des «Tages-Anzeigers», der «Basler Zeitung», der «Berner Zeitung» und des «Solothurner Tagblatts»</description>
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		<title>Von: Daniel Landwehr</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-4136</link>
		<dc:creator>Daniel Landwehr</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 10:52:08 +0000</pubDate>
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		<description>Also wenn ich all dies lese, bekomm ich Lust meinen Mac weg zu werfen und auf PC um zu steigen. Ich möchte doch nicht zu einer Gemeinschaft von IT-Verrückten gehören!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also wenn ich all dies lese, bekomm ich Lust meinen Mac weg zu werfen und auf PC um zu steigen. Ich möchte doch nicht zu einer Gemeinschaft von IT-Verrückten gehören!</p>
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		<title>Von: Samuel Kneubühler</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-413</link>
		<dc:creator>Samuel Kneubühler</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Mir und auch den Kollegen von www.pcwelt.de fällt auf, dass von den allermeisten Journalisten nicht eine Spur der Kritik an diesem Gerät aufkommt.
Für Informatiker nicht verständlich. Schliesslich setzt Apple auf ein geschlossenes System von Software, das andere Anbieter ausschaltet.
Dass es auch negative Punkte (nebst des hohen Preises und der Stellung von Apple am iPhone) gibt, kann man &lt;a href=&quot;www.pcwelt.de/start/mobility_handy_pda/iphone/praxis/85781/index1.html&quot; title=&quot;&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; nachlesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir und auch den Kollegen von <a href="http://www.pcwelt.de" rel="nofollow">http://www.pcwelt.de</a> fällt auf, dass von den allermeisten Journalisten nicht eine Spur der Kritik an diesem Gerät aufkommt.<br />
Für Informatiker nicht verständlich. Schliesslich setzt Apple auf ein geschlossenes System von Software, das andere Anbieter ausschaltet.<br />
Dass es auch negative Punkte (nebst des hohen Preises und der Stellung von Apple am iPhone) gibt, kann man <a href="www.pcwelt.de/start/mobility_handy_pda/iphone/praxis/85781/index1.html" title="">hier</a> nachlesen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Oliver Reichenstein</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-414</link>
		<dc:creator>Oliver Reichenstein</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Die Kritik kommt meistens von irgendwelchen Technikfritzen, die irgendeine Zahl mit irgendeiner anderen vergleichen und Features vermissen, oder dann mögen sie sonst einen unwichtigen Firlefanz daran nicht. Sache ist doch: Handys haben eine schreckliche Usability. Das Interface von Nokia und Co, hochgelobt, und doch ein einziger Salat, ist zum davonrennen (dass die frühen Motorolas noch schlimmer waren tut nichts zur Sache). Handy-Interfaces waren bisher einfach Humbug.

Der Text hier (Original bei brandeins) kam zuerst unter dem Titel &quot;Schnittstelle&quot; heraus. Nur, und das ist meine vielleicht etwas nördige Kritik am Text, redet man da kaum von der Schnittstelle, die das wahre Novum darstellt.

Schaut: Handys, mit denen man sörfen, Musik hören, planen, Fötteli machen kann, die gibts schon lange. Und technisch sind 50% der in Japan im Umlauf stehenden Handys dem iPhone überlegen. Was aber die Schnittstelle, das Interface (das Gesicht dazwischen, d.h. zwischen Mensch und Technologie), angeht, da haben die ganz grosse Arbeit geleistet. Wirklich. Ob das den Technikfritzen nun passt oder nicht.

[[Image:iphone_b.jpg&#124;frame&#124;{{photographFooter&#124;credit=iA Japan&#124;caption=Was ich als alter Apple-Fanboy erwartet hätte, ist ein wirklich einfaches Handy, also ein iPhone Nano oder iPhone Mini oder iPhone Shuffle.}}]]

Wenn man kritisieren möchte, dann müsste man sagen, dass das iPhone (für ein Apple Produkt) zu kompliziert ist. Die haben zu viel Technik eingebaut, zu viel Features installiert. Was ich als alter Apple-Fanboy erwartet hätte, ist ein wirklich einfaches Handy. Ohne Kamera, ohne MP3, ohne surfen, ja, am liebsten sogar, ohne SMS! Ich hab jetzt nicht die Zeit, das alles zu erklären, aber eins will ich noch anmerken: Die Microsoft-, Motorola-, Nokia-Propaganda und der ganze Fanspammüll, den ich auf meiner Webseite kriege, seit ich was zum iPhone geschrieben habe, ist hanebüchen. Einfach lächerlich. Alle paar Stunden postet einer eine Riesenlange technische Begründung, warum und wieso das iPhone so schlecht ist und warum man es nicht kaufen darf.

Die Journalisten, die das Ding in der Hand hatten, sind meistens hin und weg (ja, &lt;a href=&quot;scobleizer.com/2007/07/01/comparing-n95-to-iphone/ sogar der ehemalige superkritische&quot; title=&quot;&quot;&gt;Microsoft-Mitarbeiter&lt;/a&gt;). Ich weiss nicht, ob das bei Stefan Heuer der Fall war (ich meine, ob er wirklich eins in Händen hatte), aber die ganzen Amijournis haben es tatsächlich ausprobiert und dann ihr Urteil abgegeben. Das empfehl ich den Technikfritzen auch.

Man kann jedoch, ohne es in den Händen zu halten, klar sagen, dass das Interface (sprich, das, was die Leute von einem Stück Technik sehen), absolute Spitze ist. Das ist völlig indiskutabel. Es war höchste Zeit, dass da mal was geht. (So wie es höchste Eisenbahn ist, dass ihr endlich das überteuerte SMS mit Email ersetzt).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kritik kommt meistens von irgendwelchen Technikfritzen, die irgendeine Zahl mit irgendeiner anderen vergleichen und Features vermissen, oder dann mögen sie sonst einen unwichtigen Firlefanz daran nicht. Sache ist doch: Handys haben eine schreckliche Usability. Das Interface von Nokia und Co, hochgelobt, und doch ein einziger Salat, ist zum davonrennen (dass die frühen Motorolas noch schlimmer waren tut nichts zur Sache). Handy-Interfaces waren bisher einfach Humbug.</p>
<p>Der Text hier (Original bei brandeins) kam zuerst unter dem Titel &quot;Schnittstelle&quot; heraus. Nur, und das ist meine vielleicht etwas nördige Kritik am Text, redet man da kaum von der Schnittstelle, die das wahre Novum darstellt.</p>
<p>Schaut: Handys, mit denen man sörfen, Musik hören, planen, Fötteli machen kann, die gibts schon lange. Und technisch sind 50% der in Japan im Umlauf stehenden Handys dem iPhone überlegen. Was aber die Schnittstelle, das Interface (das Gesicht dazwischen, d.h. zwischen Mensch und Technologie), angeht, da haben die ganz grosse Arbeit geleistet. Wirklich. Ob das den Technikfritzen nun passt oder nicht.</p>
<p>[[Image:iphone_b.jpg|frame|{{photographFooter|credit=iA Japan|caption=Was ich als alter Apple-Fanboy erwartet hätte, ist ein wirklich einfaches Handy, also ein iPhone Nano oder iPhone Mini oder iPhone Shuffle.}}]]</p>
<p>Wenn man kritisieren möchte, dann müsste man sagen, dass das iPhone (für ein Apple Produkt) zu kompliziert ist. Die haben zu viel Technik eingebaut, zu viel Features installiert. Was ich als alter Apple-Fanboy erwartet hätte, ist ein wirklich einfaches Handy. Ohne Kamera, ohne MP3, ohne surfen, ja, am liebsten sogar, ohne SMS! Ich hab jetzt nicht die Zeit, das alles zu erklären, aber eins will ich noch anmerken: Die Microsoft-, Motorola-, Nokia-Propaganda und der ganze Fanspammüll, den ich auf meiner Webseite kriege, seit ich was zum iPhone geschrieben habe, ist hanebüchen. Einfach lächerlich. Alle paar Stunden postet einer eine Riesenlange technische Begründung, warum und wieso das iPhone so schlecht ist und warum man es nicht kaufen darf.</p>
<p>Die Journalisten, die das Ding in der Hand hatten, sind meistens hin und weg (ja, <a href="scobleizer.com/2007/07/01/comparing-n95-to-iphone/ sogar der ehemalige superkritische" title="">Microsoft-Mitarbeiter</a>). Ich weiss nicht, ob das bei Stefan Heuer der Fall war (ich meine, ob er wirklich eins in Händen hatte), aber die ganzen Amijournis haben es tatsächlich ausprobiert und dann ihr Urteil abgegeben. Das empfehl ich den Technikfritzen auch.</p>
<p>Man kann jedoch, ohne es in den Händen zu halten, klar sagen, dass das Interface (sprich, das, was die Leute von einem Stück Technik sehen), absolute Spitze ist. Das ist völlig indiskutabel. Es war höchste Zeit, dass da mal was geht. (So wie es höchste Eisenbahn ist, dass ihr endlich das überteuerte SMS mit Email ersetzt).</p>
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	<item>
		<title>Von: Bastian Stalder</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-415</link>
		<dc:creator>Bastian Stalder</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=366#comment-415</guid>
		<description>Was Samuel Kneubühler und pcwelt.de vielleicht nicht verstanden hat, ist, dass es in diesem einen Artikel hier ja nicht ums Technische am iPhone an sich geht, sondern um die Art, wie Apple technisch komplexe Geräte für die Endnutzer möglichst intuitiv und einfach gestaltet.
Wer natürlich nach über 10 Jahren Windows noch immer nicht von diesem System abgekommen ist, schert sich wohl auch nicht viel um Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit.
Zudem stimmt es doch gar nicht, dass die meisten Journalisten das iPhone nur loben. Kritik wird auch da genannt. Allerdings wundere ich mich schon, wie man überhaupt einen seriösen Artikel über ein Produkt schreiben kann, das man gerade mal knapp 24 Stunden verwendet hat.

Klar kann man mit fehlender UMTS-Unterstützung als Kritiker gross auftrumpfen. Aber das iPhone wurde vorerst (!) für den US-Markt konzipiert. Und wenn europäische Journalisten da nach UMTS schreien, haben sich schlicht keine Ahnung von den dortigen Gegebenheiten.

MMS geht ja auch nicht, oh Schreck! Auch diese Kritik ist letztlich lächerlich. Man denke bloss an die baldige Einführung grossflächiger WLAN-Abdeckungen. Wer zum Henker will da noch winzig kleine Bildchen zu teuren Preisen übers Handy-Netz verschicken.

Apple war schon immer der Zeit etwas voraus (USB, Diskettenlaufwerke, Flachbildschirme etc.). Wer sich mit dauerndem Blick in die Vergangenheit der Zukunft widmet, wird damit immer Mühe haben.

Die Kontra-Punkte, welche von pcwelt.de ausgeführt werden, sind grösstenteils lächerlich.
Zum Beispiel die Aktivierung mit iTunes. iTunes wird ohnehin benötigt, um das Gerät zu synchronisieren. Die Möglichkeit, damit auch gleich das Telefon zu aktivieren, sehe ich eher als Vorteil. Jedenfalls ist mir das bei weitem lieber, als in irgendeinem Shop lange warten zu müssen.
Beispiel Texteingabe. Sie sei nicht so bequem wie bei einer echten Tastatur. Typisch. Als hätte der Redakteur beim ersten Kontakt mit einer Tastatur überhaupt, diese nach wenigen Stunden bereits beherrscht. Da verweise ich doch auf Walt Mossberg, der schrieb, er hätte sein iPhone nach 2 Tagen am liebsten zum Fenster raus geworfen. Nach 5 Tagen liebte er es wieder. Gewöhnung ist alles und beim iPhone scheint man bald nicht mehr darauf verzichten zu wollen, wie es scheint.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was Samuel Kneubühler und pcwelt.de vielleicht nicht verstanden hat, ist, dass es in diesem einen Artikel hier ja nicht ums Technische am iPhone an sich geht, sondern um die Art, wie Apple technisch komplexe Geräte für die Endnutzer möglichst intuitiv und einfach gestaltet.<br />
Wer natürlich nach über 10 Jahren Windows noch immer nicht von diesem System abgekommen ist, schert sich wohl auch nicht viel um Benutzerfreundlichkeit und Einfachheit.<br />
Zudem stimmt es doch gar nicht, dass die meisten Journalisten das iPhone nur loben. Kritik wird auch da genannt. Allerdings wundere ich mich schon, wie man überhaupt einen seriösen Artikel über ein Produkt schreiben kann, das man gerade mal knapp 24 Stunden verwendet hat.</p>
<p>Klar kann man mit fehlender UMTS-Unterstützung als Kritiker gross auftrumpfen. Aber das iPhone wurde vorerst (!) für den US-Markt konzipiert. Und wenn europäische Journalisten da nach UMTS schreien, haben sich schlicht keine Ahnung von den dortigen Gegebenheiten.</p>
<p>MMS geht ja auch nicht, oh Schreck! Auch diese Kritik ist letztlich lächerlich. Man denke bloss an die baldige Einführung grossflächiger WLAN-Abdeckungen. Wer zum Henker will da noch winzig kleine Bildchen zu teuren Preisen übers Handy-Netz verschicken.</p>
<p>Apple war schon immer der Zeit etwas voraus (USB, Diskettenlaufwerke, Flachbildschirme etc.). Wer sich mit dauerndem Blick in die Vergangenheit der Zukunft widmet, wird damit immer Mühe haben.</p>
<p>Die Kontra-Punkte, welche von pcwelt.de ausgeführt werden, sind grösstenteils lächerlich.<br />
Zum Beispiel die Aktivierung mit iTunes. iTunes wird ohnehin benötigt, um das Gerät zu synchronisieren. Die Möglichkeit, damit auch gleich das Telefon zu aktivieren, sehe ich eher als Vorteil. Jedenfalls ist mir das bei weitem lieber, als in irgendeinem Shop lange warten zu müssen.<br />
Beispiel Texteingabe. Sie sei nicht so bequem wie bei einer echten Tastatur. Typisch. Als hätte der Redakteur beim ersten Kontakt mit einer Tastatur überhaupt, diese nach wenigen Stunden bereits beherrscht. Da verweise ich doch auf Walt Mossberg, der schrieb, er hätte sein iPhone nach 2 Tagen am liebsten zum Fenster raus geworfen. Nach 5 Tagen liebte er es wieder. Gewöhnung ist alles und beim iPhone scheint man bald nicht mehr darauf verzichten zu wollen, wie es scheint.</p>
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		<title>Von: Guido Mingels</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-416</link>
		<dc:creator>Guido Mingels</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>(Das Ungeklärte an Apple ist für mich, wie diese Firma es versteht, ihre Kunden emotional an die eigene Marke zu binden. Mich zum Beispiel. Dazu dieser kleine Text, recycelt aus «Magazin» Nr. 31/2005):

Meine Hochzeit mit Apple MacIntosh war anno 1993, und ich bin ihr seither immer treu geblieben. Ich sage «Hochzeit», weil die Beziehung zwischen Mensch und Mac eine lebenslange, leidenschaftliche, beidseits erfüllende Liebe ist. Als wir heirateten, war MacIntosh ein süsser kleiner Color Classic, sie spielte mit mir schüchterne Spiele wie Tetris und Missile Command, doch bald schon wurde sie reifer und schöner, sass als iMac kurvenreich und im glänzend blauen Kleid auf meinem Schreibtisch und begleitete mich später in klassisch-elegantem Weiss als iBook auf allen Reisen. Sicher, wir hatten oft Streit, ich schlug sie häufig und gerne, und einmal, als ich sie verdächtigte, ein 30-Seiten-Manuskript zur Sprachtheorie von H. Paul Grice vernichtet zu haben, schmiss ich sie sogar zu Boden. Doch sie erholte sich und blieb bei mir. Bald schon schenkte sie mir einen Sohn, iPod, dessen Talent zur Musik mir seither viel Freude bereitet. Ich gestehe es hier, ich gestehe es jetzt, ich liebe meine Macs.

Und ich bin nicht allein. Die MacMenschen bilden eine Minderheit oder Elite von 25 Millionen - der Rest oder rund 95 Prozent der Welt gehört zu Microsoft/Windows, und dort sind Computer nicht mehr als hässliche Arbeitsapparate. Zweckobjekte. Notwendige Übel. Mac-Menschen aber verbindet der Sinn für das Schöne, Wahre, Gute. Natürlich schätzen sie auch die einfache Handhabe ihrer Maschinen, die intuitiv erfassbaren Arbeitsabläufe, die edle Einfalt, stille Grösse. Natürlich ist es angenehm, dass Macs so robust sind gegen all die Viren, die PCs dauernd befallen. Aber daran liegt es nicht. Es ist etwas Tieferes, etwas Instinktartiges in dieser Beziehung. Der Mac-Mensch greift nach dem leuchtenden Computer wie das Kleinkind nach einer hübschen Glasmurmel oder nach der Mutterbrust: Will haben! Gib her! Jede neue Apple-Erfindung löst beim Mac-Menschen eine eigentümliche Sehnsucht, ja ein Begehren aus.

Das Verhältnis von Mac und MacMensch sei «ähnlich wie Sex», sagt der amerikanische Journalist und Apple-Süchtige Leander Kahney in seinem Buch «The Cult of Mac» (No Starch Press 2005). Er beschreibt darin Praktiken, die zweifellos pathologisch sind. Die Grafikerin Anna hat sich das Mac-Logo, einen angebissenen Apfel, auf die Pobacke tätowieren lassen. Der Informatiker Peter hat seine Haare zu einer X-Form frisiert, um Apples Betriebssystem Mac OS X zu lobpreisen. Tadd und Nancy aus Florida fahren durch ganz Amerika, um dabei zu sein, wenn irgendwo ein neuer Mac-Store seine Pforten öffnet. Swerdan, ein kalifornischer Grundschullehrer und Hobbymusiker, nimmt seine Songs nicht nur mit einem Mac auf, sie handeln auch von Macs und tragen Titel wie «Startup/Hard Drive» oder «Poor Sad Mac», dessen Refrain wie folgt lautet: «Poor sad Mac, born in a plastic age / a time when the world still thought in beige». Es gibt öffentliche Geburtstagspartys bei Jubiläen von Mac-Modellen, es gibt japanische Bastelbögen, aus denen man papierene Macs falten kann, es gibt Leute, die aus alten Macs Aquarien und aus Mac-Verpackungen Möbel bauen.

Mac gut, PC böse: Dieser Wahrheit folgt auch das Product Placement in Hollywoodfilmen. Kahney verweist in seinem Werk auf die romantische Komödie «You&#039;ve got Mail», in der Meg Ryan die idealistische Besitzerin eines Quartierbuchladens und Tom Hanks den ruchlosen Boss eines Mega-Bookstores spielt. Natürlich benutzt Ryan einen Mac und Hanks eine IBM-Maschine. Denn: Mac-User sind die besseren Menschen. Sehr konsequent umgesetzt, ist dieser Grundsatz auch in der erfolgreichen US-Krimiserie «24» mit Kiefer Sutherland, deren Reiz wesentlich darin besteht, dass die Guten plötzlich zu Bösen werden und umgekehrt. Kahney entdeckte jedoch, dass man sich die Aufregung hätte sparen können, wenn man auf die Computer geachtet hätte: Geheimagent Jack Bauer, der zwielichtige Held der Serie, arbeitet immer auf Mac, während seine Kollegin Nina Myers, die sich plötzlich als Terroristin entpuppt, von Anfang an einen PC benutzt.

All diese Dinge aber sind meinem Arbeitgeber, diesem Unmenschen, offenbar nicht bekannt oder egal. Ohne jedes Musikgehör hat der Verlag kürzlich alle Macs gegen PCs ausgewechselt, um die Arbeit der Hausinformatiker zu erleichtern und die der Journalisten zu erschweren. Jetzt steht der Feind auf meinem Schreibtisch, ein Gerät mit der Bezeichnung «Dell D505», dessen Farbe und Form an einen von einem Lastwagen überrollten und von der Sonne getrockneten Frosch erinnern. Okay, zugegeben, es ist wahr, das Ding stürzt seltener ab als das PowerBook vorher. Aber vernünftig schreiben - quod erat demonstrandum - kann man darauf nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>(Das Ungeklärte an Apple ist für mich, wie diese Firma es versteht, ihre Kunden emotional an die eigene Marke zu binden. Mich zum Beispiel. Dazu dieser kleine Text, recycelt aus «Magazin» Nr. 31/2005):</p>
<p>Meine Hochzeit mit Apple MacIntosh war anno 1993, und ich bin ihr seither immer treu geblieben. Ich sage «Hochzeit», weil die Beziehung zwischen Mensch und Mac eine lebenslange, leidenschaftliche, beidseits erfüllende Liebe ist. Als wir heirateten, war MacIntosh ein süsser kleiner Color Classic, sie spielte mit mir schüchterne Spiele wie Tetris und Missile Command, doch bald schon wurde sie reifer und schöner, sass als iMac kurvenreich und im glänzend blauen Kleid auf meinem Schreibtisch und begleitete mich später in klassisch-elegantem Weiss als iBook auf allen Reisen. Sicher, wir hatten oft Streit, ich schlug sie häufig und gerne, und einmal, als ich sie verdächtigte, ein 30-Seiten-Manuskript zur Sprachtheorie von H. Paul Grice vernichtet zu haben, schmiss ich sie sogar zu Boden. Doch sie erholte sich und blieb bei mir. Bald schon schenkte sie mir einen Sohn, iPod, dessen Talent zur Musik mir seither viel Freude bereitet. Ich gestehe es hier, ich gestehe es jetzt, ich liebe meine Macs.</p>
<p>Und ich bin nicht allein. Die MacMenschen bilden eine Minderheit oder Elite von 25 Millionen &#8211; der Rest oder rund 95 Prozent der Welt gehört zu Microsoft/Windows, und dort sind Computer nicht mehr als hässliche Arbeitsapparate. Zweckobjekte. Notwendige Übel. Mac-Menschen aber verbindet der Sinn für das Schöne, Wahre, Gute. Natürlich schätzen sie auch die einfache Handhabe ihrer Maschinen, die intuitiv erfassbaren Arbeitsabläufe, die edle Einfalt, stille Grösse. Natürlich ist es angenehm, dass Macs so robust sind gegen all die Viren, die PCs dauernd befallen. Aber daran liegt es nicht. Es ist etwas Tieferes, etwas Instinktartiges in dieser Beziehung. Der Mac-Mensch greift nach dem leuchtenden Computer wie das Kleinkind nach einer hübschen Glasmurmel oder nach der Mutterbrust: Will haben! Gib her! Jede neue Apple-Erfindung löst beim Mac-Menschen eine eigentümliche Sehnsucht, ja ein Begehren aus.</p>
<p>Das Verhältnis von Mac und MacMensch sei «ähnlich wie Sex», sagt der amerikanische Journalist und Apple-Süchtige Leander Kahney in seinem Buch «The Cult of Mac» (No Starch Press 2005). Er beschreibt darin Praktiken, die zweifellos pathologisch sind. Die Grafikerin Anna hat sich das Mac-Logo, einen angebissenen Apfel, auf die Pobacke tätowieren lassen. Der Informatiker Peter hat seine Haare zu einer X-Form frisiert, um Apples Betriebssystem Mac OS X zu lobpreisen. Tadd und Nancy aus Florida fahren durch ganz Amerika, um dabei zu sein, wenn irgendwo ein neuer Mac-Store seine Pforten öffnet. Swerdan, ein kalifornischer Grundschullehrer und Hobbymusiker, nimmt seine Songs nicht nur mit einem Mac auf, sie handeln auch von Macs und tragen Titel wie «Startup/Hard Drive» oder «Poor Sad Mac», dessen Refrain wie folgt lautet: «Poor sad Mac, born in a plastic age / a time when the world still thought in beige». Es gibt öffentliche Geburtstagspartys bei Jubiläen von Mac-Modellen, es gibt japanische Bastelbögen, aus denen man papierene Macs falten kann, es gibt Leute, die aus alten Macs Aquarien und aus Mac-Verpackungen Möbel bauen.</p>
<p>Mac gut, PC böse: Dieser Wahrheit folgt auch das Product Placement in Hollywoodfilmen. Kahney verweist in seinem Werk auf die romantische Komödie «You&#8217;ve got Mail», in der Meg Ryan die idealistische Besitzerin eines Quartierbuchladens und Tom Hanks den ruchlosen Boss eines Mega-Bookstores spielt. Natürlich benutzt Ryan einen Mac und Hanks eine IBM-Maschine. Denn: Mac-User sind die besseren Menschen. Sehr konsequent umgesetzt, ist dieser Grundsatz auch in der erfolgreichen US-Krimiserie «24» mit Kiefer Sutherland, deren Reiz wesentlich darin besteht, dass die Guten plötzlich zu Bösen werden und umgekehrt. Kahney entdeckte jedoch, dass man sich die Aufregung hätte sparen können, wenn man auf die Computer geachtet hätte: Geheimagent Jack Bauer, der zwielichtige Held der Serie, arbeitet immer auf Mac, während seine Kollegin Nina Myers, die sich plötzlich als Terroristin entpuppt, von Anfang an einen PC benutzt.</p>
<p>All diese Dinge aber sind meinem Arbeitgeber, diesem Unmenschen, offenbar nicht bekannt oder egal. Ohne jedes Musikgehör hat der Verlag kürzlich alle Macs gegen PCs ausgewechselt, um die Arbeit der Hausinformatiker zu erleichtern und die der Journalisten zu erschweren. Jetzt steht der Feind auf meinem Schreibtisch, ein Gerät mit der Bezeichnung «Dell D505», dessen Farbe und Form an einen von einem Lastwagen überrollten und von der Sonne getrockneten Frosch erinnern. Okay, zugegeben, es ist wahr, das Ding stürzt seltener ab als das PowerBook vorher. Aber vernünftig schreiben &#8211; quod erat demonstrandum &#8211; kann man darauf nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Danny Meier</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-417</link>
		<dc:creator>Danny Meier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=366#comment-417</guid>
		<description>Lieber Mac,

Tja, es ist nun fast 2 Jahre her als ich dich in einem Macshop in Zürich kaufte. Powermac G5 2.0 Dual. So nannte man Dich.
Seither bin auch ich nicht mehr von deinem System abgewichen. Vielleicht ja auch desshalb weil ich mich immer und überall behaupten musste. Bei der Arbeit, (IT Seller) bei meinen Freunden, ja sogar bei meiner Partnerin der ich meinen alten Dell vermachte.

Seit dem iPhone und der zugegebenermassen umwerfenden Werbekampagne wo die Medien die meiste Arbeit für Apple abnehmen, hat sich das Blatt nun zusehens geändert. Im Geschäft wird nur noch von Apple und seinem Telefon gesprochen (Sie wissen ja nichts vom ROKR). Ja sie wollen es gar importieren -nur um des Gags Willen. Verrückt.

Als ich 2005 zum Apple System wechselte, wollte ich etwas anderes. Etwas was andere nicht haben und eigendlich auch gar nicht haben wollten. Ich war Happy. Dann kam Intel mit seinen Wunder-Prozessoren und, ja, ich kann es nicht mehr höhren, dem iPhone. Ich weis das es nicht wenige gibt denen der Rummel zu weit geht. Wir wären lieber wieder die, über die die Windoof (Windows) Fritzen lästern und wir über sie. Die, die lachen können über die Vierenflut der anderen. Wir, die einen Computer besitzen der einfach funktioniert. Früher war eben alles besser, lieber Mac. So geht das.

Wo immer Du auch bist, alles gute.
Danny</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Mac,</p>
<p>Tja, es ist nun fast 2 Jahre her als ich dich in einem Macshop in Zürich kaufte. Powermac G5 2.0 Dual. So nannte man Dich.<br />
Seither bin auch ich nicht mehr von deinem System abgewichen. Vielleicht ja auch desshalb weil ich mich immer und überall behaupten musste. Bei der Arbeit, (IT Seller) bei meinen Freunden, ja sogar bei meiner Partnerin der ich meinen alten Dell vermachte.</p>
<p>Seit dem iPhone und der zugegebenermassen umwerfenden Werbekampagne wo die Medien die meiste Arbeit für Apple abnehmen, hat sich das Blatt nun zusehens geändert. Im Geschäft wird nur noch von Apple und seinem Telefon gesprochen (Sie wissen ja nichts vom ROKR). Ja sie wollen es gar importieren -nur um des Gags Willen. Verrückt.</p>
<p>Als ich 2005 zum Apple System wechselte, wollte ich etwas anderes. Etwas was andere nicht haben und eigendlich auch gar nicht haben wollten. Ich war Happy. Dann kam Intel mit seinen Wunder-Prozessoren und, ja, ich kann es nicht mehr höhren, dem iPhone. Ich weis das es nicht wenige gibt denen der Rummel zu weit geht. Wir wären lieber wieder die, über die die Windoof (Windows) Fritzen lästern und wir über sie. Die, die lachen können über die Vierenflut der anderen. Wir, die einen Computer besitzen der einfach funktioniert. Früher war eben alles besser, lieber Mac. So geht das.</p>
<p>Wo immer Du auch bist, alles gute.<br />
Danny</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Manuel Schaub</title>
		<link>http://dasmagazin.ch/index.php/ich-habe-was-was-du-nicht-hast/comment-page-1/#comment-418</link>
		<dc:creator>Manuel Schaub</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://dasmagazin.ch/wordpress/?p=366#comment-418</guid>
		<description>Auch wenn ich das iPhone noch nie in den Händen hatte, werde ich es mir kaufen. Es ist mir egal, welche Tabellenfreaks da was dazu meinen, das Teil war bereits vor seiner Lancierung Kult.
Bis jetzt bin ich mit MAC immer gut gefahren, da kann PCWelt finden, was sie will.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn ich das iPhone noch nie in den Händen hatte, werde ich es mir kaufen. Es ist mir egal, welche Tabellenfreaks da was dazu meinen, das Teil war bereits vor seiner Lancierung Kult.<br />
Bis jetzt bin ich mit MAC immer gut gefahren, da kann PCWelt finden, was sie will.</p>
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