10.07.2010 von Ruedi Noser , 4 Kommentare
Im Januar 2009 teilte ich meiner Frau mit, dass ich im Sommer drei Monate nach Paris gehen wolle, um Französisch zu lernen, dass ich das mit meiner Arbeit als Unternehmer organisieren könne und wir halt einfach keinen gemeinsamen Sommer haben würden. Mitte Juli zogen wir alle für ein Jahr nach Versoix. Dazwischen lag erstens die Idee, dass unsere vier Kinder, alle noch im Kindergarten respektive Primarschule, von so einem Aufenthalt auch nur profitieren könnten; zweitens eine Reise nach Paris mit der Erkenntnis,dass sie den Drill an den Schulen und wir die Wohnungsmieten dort nicht überleben würden, und schliesslich erinnerten wir uns daran, dass auch in derSchweiz Französisch gesprochen wird. So fiel unsere Wahl auf Genf, die «unschweizerischste» Stadt der Schweiz.
Die Kinder fühlten sich zum Glück sofort wohl. Die neue Situation wurde von ihnen jedoch sehr unterschiedlich gemeistert: Die Älteste, sie war damals 10, genoss die Herausforderung und lernte rasch sehr gut Französisch. Man merkte, dass sie bereits über eine gewisse Lernmethodik verfügte. Die Zweitälteste, damals 9-jährig, musste sich wesentlich mehr anstrengen, hatte sich aber in den Kopf gesetzt, die Herausforderung zu meistern und war schnell in der neuen Klasse integriert. Aber den beiden Jungs, die 7 und 5 waren, passte das neue Umfeld weniger. Sie hatten deutlich mehr Mühe, sich in der fremden Sprache zu verständigen, und wenn wir die beiden am Nachmittag von der Schule abholten, teilte uns ihre Lehrerin regelmässig mit, sie hätten wieder mal jemanden geschlagen, meistens weil sie sich in einem Konflikt sprachlich nicht wehren konnten. Ich fühlte mich gelegentlich wie der Vater einer Migrantenfamilie, mit dem einzigen Unterschied, dass wir, oder besser gesagt: meine Frau sich mit der Lehrerin fliessend in Französisch unterhalten konnte. Die Probleme haben sich jedoch trotz allen Anstrengungen erst gelöst, als sich die beiden Söhne nach drei bis vier Monaten gut auf Französisch verständigen konnten.
Kinder können Sprachen schnell lernen, aber sie können sie nicht alleine lernen. In den Primarklassen nahm die Schule jeden Tag alle fremdsprachigen Kinder während einer Stunde zusammen, um sie in einer Sonderklasse in Französisch zu unterrichten. Zudem erhielt jedes Kind am Anfang eine Stunde Privatunterricht pro Woche. Rahmenbedingungen, von denen Migrantenkinder natürlich nur träumen können. Trotzdem waren unsere beiden Mädchen in den ersten Monaten nicht in der Lage, ihre Hausaufgaben selbstständig zu erledigen. In dieser Zeit sass meine Frau jeden Tag mit den beiden Töchtern zusammen, um den gesamten Schulstoff zu repetieren — und zwar nicht nur das Französisch, sondern auch die Fächer Rechnen, Geschichte und Biologie. Dank diesem zusätzlichen Aufwand konnten die Mädchen dem Schulstoff folgen und rasch neue Freunde finden. Mit den Knaben sprach meine Frau zu Hause zudem viel Französisch.
Gerade in der Anfangsphase benötigen Kinder hier sehr viel Unterstützung und dürfen nicht voreilig als Schulversager abgestempelt werden. In jenen Monaten fragte ich mich oft, wie das wohl eine Migrantenfamilie handhabt, bei der Vater und Mutter arbeiten und die Sprache selber nicht beherrschen, womöglich sogar in einem «Fremdsprachen-Ghetto» leben und die Kinder nur in der Schule mit Deutsch konfrontiert werden. Nicht zu reden vom Dialekt- und Hochsprachenchaos in der Deutschschweiz. Was für uns ein schöner heimatlicher Lokalkolorit ist (oder vielleicht auch nicht), macht die Ausgangslage für die Migranten extrem schwierig. Für diese Kinder müssen wir in der Schule unbedingt mehr für die sprachliche Integration tun als bis anhin. Nur so können wir ihnen eine reelle Chance bieten, im Leben voranzukommen.
Spannend war auch eine andere Facette der Schule in Versoix. Über die Zeit hat sie ein klares Leistungsprofil mit Kontrollen aufgebaut. Die Kinder erhielten nummerierte Leseblätter, und sobald sie ein Blatt korrekt lesen konnten, kam das nächste an die Reihe. Jede Schülerin, jeder Schüler wusste dadurch, woran er gerade arbeitet und ob er oder sie im Lernstoff voraus oder im Rückstand ist. So kam es vor, dass die Guten in der unteren Klasse weiter waren als die Schlechten der nächsthöheren. Jeden Freitag gab es ein Diktat, das während der Woche zu lernen war, und jede Woche musste ein Gedicht auswendig gelernt werden. Die Eltern wussten also wöchentlich, wo ihr Kind steht, respektive wo es stehen sollte. Aber auch die Kinder selbst konnten ihre Leistungen mit diesem System nachvollziehen.
Das war ein echter Unterschied zuZürich. Ich kann mich nicht erinnern, wann unsere Kinder das letzte Mal ein Gedicht lernen mussten, auch dieDiktate waren in Zürich seltener. Zudem hatten die Kinder in Zürich häufig nur einen Tag für die Vorbereitung zur Verfügung. Auch war es ihnen während des Schuljahres nicht möglich gewesen, sich selbst einzuschätzen, weshalb das halbjährliche Zeugnis immer eine Überraschung war. Zwar gibt es auch in Zürich Tests unter dem Jahr, nur bekommen wir Eltern die Resultate sehr selten zu sehen, und die Kinder können sie selber nur schlecht einordnen. In der Schule in Genf mussten die Eltern hingegen jede Woche sämtliche Hefte und Prüfungen unterschreiben, und zweimal pro Jahr wurden sie zu kurzen Einzelgesprächen mit der Lehrperson eingeladen. Vieles an diesem Schulsystem hat uns sehr beeindruckt, anderes haben wir hingegen aus Zürich vermisst. Sicher ist, dass auch im Bildungswesen ein vermehrter Austausch unter den Regionen nötig wäre.
Ich fühlte mich gelegentlich wie der Vater einer Migrantenfamilie.
Für mich persönlich war das Erlernen von Sprachen ein ganz anderes Problem. Als ich Ende der Siebzigerjahre zur Schule ging, war für mich Französisch eine Schlacht, in der ich immer als Verlierer vom Platz ging. Als Legastheniker macht mir nur schon die deutsche Sprache mehr als genug zu schaffen. Die logische Konsequenz war, dass ich mich im Studium voll auf Englisch konzentrierte und all mein Französisch sofort vergass. Bis ich 2003 in den Nationalrat gewählt wurde, wäre es mir auch nie von Nutzen gewesen. Am Anfang verstand ich im Parlament kein Wort Französisch und machte genau das, was viele Deutschschweizer tun, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie etwas vortragen: weghören und sich mit etwas anderem beschäftigen. Aber irgendwie vermochten mich meine französischsprachigen Ratskollegen trotzdem zu faszinieren. Sie politisieren anders als wir Deutschschweizer. Sie sind offener für Neues, innovativer. Wenn man ihre Ideen schon rein sprachlich nicht versteht oder verstehen will, dann verschliesst man sich gegenüber einem wichtigen Teil der Schweiz. Darüber war ich mir bald im Klaren, und ich wusste, dass ich an meiner sprachlichen Ignoranz etwas ändern musste.
Als ich Anfang 2009 nach zehn Jahren als Vizepräsident der FDP zurücktrat, bot sich die Gelegenheit, meine Agenda neu zu organisieren. Nun sass ich also einem Lehrer gegenüber, sechs Stunden pro Tag, fünf Tage in der Woche, drei Monate lang, und versuchte zu lernen. Ich kann allen versichern: Für einen fast 50-Jährigen ist das eine ziemliche Herausforderung.
Im November musste ich mit dem Unterricht aufhören. Ich hatte das Gefühl, nichts mehr lernen zu können und mehr als genug von der Schule. Drei Monate lang alle dreissig Sekunden einen Fehler zu machen und dann korrigiert zu werden und hinterher den gleichen Fehler mindestens noch zehnmal zu machen, führt zu negativen Emotionen gegen sich selber und sogar gegen den besten Lehrer der Welt. Es ist aber nicht so, dass ich nichts gelernt hätte. Ich weiss recht viel und kann das Wissen auch anwenden, wenn ich für einen Satz fünf Minuten Zeit habe, aber automatisch läuft da gar nichts. Und da ich gerne viel und lange rede undmich in Gesprächen lieber auf mein Gegenüber konzentriere als auf die Grammatik, ist das natürlich besonders frustrierend. Nach drei Monaten habe ich beschlossen, dass es mir reicht, wenn ich ziemlich gut Französisch verstehe und alles sagen kann, was ich sagen will, aber halt mit Fehlern.
Erstaunt waren wir über das grosse Interesse, das unser Aufenthalt in Genf auslöste. Im «Matin Dimanche» habe ich jede Woche eine Kolumne zu unserem Alltag in Genf geschrieben über die kleinen Unterschiede im täglichen Leben; dass zum Beispiel die Zürcher Trams quietschen und die Genfer nicht; dass die Autofahrer an Fussgängerstreifen selten anhalten, auch wenn Kinder warten; dass der Genfer Bahnhof am Freitag um Mitternacht leer ist und der Zürcher HB voll; dass es unfair ist, dass der «Politikerzug» um 7.10 Uhr von Genf nach Bern keinen Kaffeewagen hat und deshalb die Genfer müder ankommen als die Ostschweizer, worauf mir die SBB schrieben, man wolle das ändern.
Das Genf der Genfer, das englische Genf und das Genf der Reichen — die drei haben fast nichts miteinander zu tun.
Das grosse Interesse, das unser Umzug auf Zeit auslöste, machte mir wieder einmal bewusst, dass in der Schweiz zwar vier Sprachen gesprochen werden, es aber keineswegs selbstverständlich ist, zwischen den verschiedenen Sprachregionen Brücken zu schlagen. Sich gegenseitig zu verstehen, kann man nicht darauf reduzieren, eine gemeinsame Normsprache zu sprechen, die womöglich erst noch Englisch heisst, wie das ja in Bern auch schon vorgekommen ist, wenn Romands auf Deutschschweizer treffen. Sich gegenseitig verstehen, heisst, den anderen in seinem Umfeld verstehen zu wollen. Und das ist bei uns anscheinend keine Selbstverständlichkeit.
Oft wurde ich gefragt, ob ich Französisch lerne, um Bundesrat zu werden. Als ob das der einzige Grund wäre, eine Sprache zu lernen. Es ist immer wieder interessant, wie eine Gruppe reagiert, wenn jemand etwas tut, was keiner erwartet hätte. Oder muss man sagen: was keinem sonst eingefallenwäre? Wie gesagt, meine Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie nahmen meinen Versuch mit Freude auf. Die Deutschschweizer lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Jene, die selber Französisch sprechen, lassen keine Gelegenheit aus, um sich über meine Fehler lustig zu machen. Und die anderen, die nicht Französisch sprechen, fühlen sich nicht selten beim Gedanken ertappt, selber mehr tun zu müssen, um diese Sprache doch noch zu lernen. Ich kann nicht verhehlen, dass mir die zweite Gruppe deutlich sympathischer ist.
Als ich noch im Zürcher Kantonsrat politisierte, habe ich mich oft darüber geärgert, wie selten wir in der Lage sind, über die eigene Nasenspitze hinauszuschauen. Alles wird argwöhnisch und kleinräumig entschieden. In der Politik hört die Welt oft genug an der Kantonsgrenze auf und bei einigen bereits an der Dorfgrenze. Das müsste im internationalen Genf doch anders sein, dachte ich mir vor einem Jahr. Doch mit dieser Erwartung lag ich weit daneben. Die Konflikte sind sogar noch grösser und vielschichtiger. Da gibt es einerseits die «eingeborenen» Genfer; dann das internationale Genf der Diplomaten und Angestellten der internationalen Organisationen — man könnte es auch das englische Genf nennen, denn dort spricht man ausschliesslich Englisch —, und schliesslich gibt es noch das Genf der Reichen. Diese drei Genf haben fast nichts miteinander zu tun und bilden erst recht keine Symbiose. Die Genf-Genfer beobachten das Treiben der Internationalen und der Reichen eher mit Misstrauen. Dazu kommen noch Spannungen zwischen dem städtischen und dem ländlichen Teil von Genf. Die Stadt und das Land haben etwa gleich viel Einwohner, sodass jeder jeden blockieren kann. In Zürich steht nicht einfach Stadt gegen Land, sondern es ist viel komplizierter. Die Stadtbevölkerung macht weniger als dreissig Prozent aus, vor allem aber gibt es nicht nur Stadt und Land, sondern auch eine grosse Agglomeration. Und es gibt Winterthur als fünftgrösste Stadt der Schweiz, die auch auf dem «Land» liegt. Das zwingt uns zu einer vieldimensionalen Diskussion. In Genf hingegen gibt es die Stadt, eine kleine Agglomeration, und dann kommt ein «Naturschutzgebiet». Die vielen, vielen Pendler, die in Genf arbeiten, aber im Kanton Waadt oder in Frankreich wohnen, haben in Genf politisch nichts zu sagen.
Auch in der nationalen Politik bringen sich Genf und Zürich nicht gemeinsam ein. Beide Städte und Kantone lassen sich immer von ihren umgebenden Landkantonen einbinden. Damit wird die internationale und globale Schweiz sehr oft durch die konservative und ländliche Schweiz blockiert. Doch die Zukunft der Schweiz braucht eine enge Zusammenarbeit zwischen Genf und Zürich. Die beiden Agglomerationen müssen sich einigen, welche Punkte auf die nationale Agenda gesetzt werden sollen, und sich gemeinsam einbringen. Bildung, Politik und Wirtschaft müssen sich zwischen Genf und Zürich besser vernetzen.
In Zürich fehlt der kritische Blick auf die Trends und in Genf der kritische Blick auf die Tradition.
Diese Vernetzung, die heute praktisch nicht mehr existiert, war vor den Achtzigerjahren deutlich besser. Damals fand man zum Beispiel in den Verwaltungsräten der grossen Unternehmen in Zürich auch Genfer Persönlichkeiten. Mit der Globalisierung ist das verloren gegangen. Die Verwaltungsräte von CS, UBS, Swiss Life, Zürich Versicherung und Swiss Re sind globalisiert worden. Mit der Folge, dass sich in all diesen Gremien keine Romands mehr finden.
Als Zürcher Freisinniger, der stolz ist auf den Zürcher Finanzplatz mit seinen 70 000 Arbeitsplätzen (und 140 000 weiteren, die er generiert), war ich ganzbesonders gespannt auf den Genfer Finanzplatz. Das Erste, was einem auffällt,ist, dass die Leute an der Spitze der grossen Institute den gleichen Namen wie die Bank tragen. Denn die Herren Odier, Pictet, Hentsch oder Mirabaud existieren real, und jene, dieandere Namen tragen, gehören trotzdem zur Familie. Da findet man Familien, die bereits über fünf und mehr Generationen Bankenhäuser führen. Der Preis dafür ist, dass diese Familienunternehmen in den letzten siebzig Jahren nicht so schnell wachsen konnten wie die UBS oder die CS. In Zürich werden die grossen Institute von anonymen Managern geführt, in Genf die kleinen Institute von Besitzern mit den grossen Familiennamen. In Zürich wird Wissen gemanagt, in Genf innerhalb der Familie weitergegeben. In Zürich wird das Neue schnell in die Strategien integriert, in Genf hält man lange an den Traditionen fest. Als Unternehmer weiss ich, dass es in einemerfolgreichen Unternehmen immer beides braucht: Kultur, Werte und Traditionen, aber auch Offenheit, Agilität und Innovationsfähigkeit. Die globalen Konzerne in Zürich stehen in einem besonderen Spannungsfeld, denn ihnen muss es gelingen, die Kultur, die in den einzelnen Städten ihrer Standorte herrscht — Zürich, London, New York, Singapur, Hongkong — mit ihrer Unternehmenskultur zu verschmelzen. Während es aber an den konkurrierenden Finanzplätzen immer noch die starken Familien gibt, die in der Branche am Standort neben den globalen Konzernen tätig sind, haben wir das in der Schweiz separiert. In Zürich die globalen Player, in Genf die Familieninstitute. Damit fehlt in Zürich der kritische Blick auf die Trends und in Genf der kritische Blick auf die Tradition.
Deshalb ist Genf nicht die Konkurrenz von Zürich und umgekehrt, sondern Zürich und Genf brauchen sichgegenseitig, um zu bekommen, was es für einen langfristigen Erfolg in der schnelllebigen Finanzindustrie braucht, nämlich traditionsbewusste Familien und die Fähigkeit, globale Talente optimal in eine Organisation zu integrieren.
Ruedi Noser, 49, ist Unternehmer und Zürcher FDP-Nationalrat.
Einfach nur peinlich, das Gejammer von Herr Noser, er ist bei weitem nicht der einzige Fremdsprachige im Kanton Genf. Dazu verantwortungslos, zieht einfach in die Romandie und lässt dann seine Frau sich um die Integration seiner Kinder kümmern, während er noch peinlichere Kolumnen über Banalitäten im Matin veröffentlicht. Nimmt es ihn wirklich wunder wie es Migrantenfamilien geht, kann er sich auch in seinem eigenen Kanton umschauen. Wobei die FDP jeweils nicht führend ist mit innovativen Integrationsangeboten, denn das wäre zuviel Einmischung des Staates.
Auch verstehe ich nicht wie Herr Noser jetzt noch stolz sein kann auf den Zürcher Finanzplatz. Pictet und Co. haben meines Wissens ja keine Staatshlife erhalten.
Grand merci pour ce rapport intime. j’ai lu avec affection.
Ich bin nicht immer der gleicher Meinung wie Herr Noser, doch hier schreibt er mir aus dem Herzen, mit ähnlichen Erfahrungen.
Doch eines darf ergänzt werden. So z.B. in Biel, wo es Firmen gibt, die keine Deutschschweizer anstellen, oder nur mit Ausnahme, oder umgekehrt.
Immigranten, war selber in einem Land ein Immigrant, muss man sich den Gegebenheiten anpassen.
Heisst, sich bemühen die Sprache zu erlernen. Da könnten sich die Schweizer Kantone noch entschliessen mehr für die Immigranten zu tun, als nur teure Sprachschulen zu unterstützen.
Wenn ich versuche französisch zu sprechen, habe ich andere Erfahrungen, werde ich nicht nur von den Deutschschweizer lächerlich korrigiert, sondern auch von den Welschschweizern. Das wiederum ist mir in Frankreich noch nie vorgekommen. Im Gegenteil, die bemühen sich mich zu verstehen und haben Freude daran, dass ich versuche mich in ihrer Sprache zu verständigen!
Unabhängig von der Klassenzugehörigkeit liefert Ruedi Noser eine treffende Analyse der Verhältnisse in Genf, des schweizerischen Nebeneinanders und der Situation der Immigrantenkinder. Man sollte sich erst eine Meinung machen wenn man die parteipolitischen Scheuklappen abgenommen hat. Er schildert