Plüss, empirisch

05.02.2010 von Mathias Plüss , 4 Kommentare

Die in der Region Zürich grassierende Werbekampagne für das Musical «Ewigi Liebi» hat offenbar viele Leute (auch den Verfasser dieser Zeilen) zum gleichen Verleser verführt: Das Erfolgsmusical mit der grössten Mundarthritis — statt «mit den grössten Mundarthits». (Mit Dank an Leo Sch.)

Wenn man ein T-Shirt wöchentlich wäscht, dauert es rund dreiundfünfzig Jahre, bis es sich in der Waschmaschine vollständig aufgelöst hat.

In den Zwanzigerjahren haben Blaumeisen im englischen Southampton gelernt, wie man vor Haustüren deponierte Milchflaschen öffnet. Die Meisen bevorzugten dabei die Vollfettmilch mit dem Silberdeckel — die Magermilch mit dem blauen Deckel liessen sie meist stehen.

Berge machen gesund: Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, korelliert mit der Höhe des Wohnorts. Pro tausend Höhenmeter sinkt es um 22 Prozent.

Anders als an dieser Stelle vor Kurzem behauptet wurde, hat die Redensart «Me cha nid s Füfi und s Weggli ha» sogar mehrere hochdeutsche Entsprechungen, wie uns verschiedene Leser berichten. Allerdings scheint keine davon besonders weit verbreitet zu sein: Man kann den Kuchen nicht aufessen und behalten; man kann nicht Mehl im Mund haben und gleichzeitig blasen; man kann keinen Kuchen (oder: keine Omelette) backen, ohne Eier zu zerbrechen.

Die Diskussion

4 Reaktionen

  1. truniger

    guten tag herr plüss die t-shirt empirie finde ich interessant. ich habe mich nach dem tumblern schon gefragt, wie lange es dauert, bis sich das shirt in luft auflöst. da muss man ja immer den filter reinigen und da befindet sich nach dem tumblern nicht ein unerheblicher baumwollfilz! gibt es da empirien dazu? ich schätze die lebensdauer wird mindestens halbiert! gruess

  2. Mathias Plüss

    tumbler-abreibung ist sicher erheblich; habe dazu leider keine daten. allerdings habe ich an dieser stelle schon einmal über die reibung an den bauchhaaren berichtet:

    In einem mehr als dreijährigen Selbstversuch hat ein Wiener Chemiker herausgefunden, dass Bauchnabel-Fusseln im Schnitt 1,82 Milligramm wiegen und dadurch entstehen, dass sich das Leibchen an den Bauchhaaren reibt. Ein durchschnittliches T-Shirt wird durch diesen Prozess innert tausend Jahren vernichtet.

  3. Skeptiker

    Cool.
    Auf 5000m Höhe hätte man also ein Herzinfarktrisiko von minus 110 Prozent.

  4. S.Surace

    Skeptiker, wie kommen Sie darauf? 0.78^5=0.29. Auf 5000m beträgt das Herzinfarktrisiko noch 29% dessen, was es auf Meereshöhe beträgt.

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