Rauchende Kindsköpfe

Gegen Rauchverbote gehen Raucher mit den bizarrsten Argumenten vor. Sie sollten sich besser Gedanken zu sich selber machen.

06.06.2008 von Thomas Meyer , 45 Kommentare

Viele Menschen reagieren reichlich seltsam auf Kritik an ihrem Benehmen: Erst behaupten sie, falsch verstanden worden zu sein, dann erklären sie die Kritik zum eigentlichen Fehlverhalten und feuern aus allen Rohren auf den dreisten Hund, der es wagt, schlechte Dinge über sie zu sagen.
Raucher funktionieren fast ausnahmslos so. Erklärt man ihnen höflich, ihr Rauch störe einen, sie mögen doch bitte davon lassen, gucken sie finster und beklagen sich lauthals darüber, eingeschränkt und diskriminiert zu werden. Kein Wort darüber, dass sie eventuell ihre Mitmenschen einschränken – sie schimpfen nur über beschnittene Freiheiten und stecken sich zur Wiedergutmachung gleich noch eine Zigarette an.
Dass sich die Debatte über das Rauchverbot etwas heftig gestaltet, verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass man sie mit solchen Leuten führen muss. Sie wird im ganzen Land geführt; mehrere Kantone wie Graubünden, das Tessin, das Wallis, Genf, Solothurn und am vergangenen Wochenende Uri haben bereits weit gehende Rauchverbote beschlossen, im Kanton Zürich soll im September abgestimmt werden, und auch auf nationaler Ebene berät man ein Gesetz zum Schutz vor Passivrauchen.
Raucher verteidigen ihre bedrängte Position unter anderem mit dem lustigen Argument, uns drohe eine «Verbotsgesellschaft». Genauso gut könnten Raser behaupten, die Tempolimiten würden sie diskriminieren; und Diebe könnten sich darüber beschweren, das Strafgesetz schränke sie in ihrer Freiheit ein, jederzeit an sich nehmen zu können, was ihnen gefällt.
Nun ist es so, dass Gesetze gegen Raserei und Diebstahl der Unversehrtheit des Menschen dienen. Das begreifen sogar jene, die sich nicht daran halten. Auch ein Rauchverbot zielt nicht darauf ab, das Volk zu schikanieren, sondern ist dazu da, Nichtraucher vor der Zumutung zu bewahren, die Passivrauchen darstellt. Anders gesagt: Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie jene des Nächsten berührt.
Aber Raucher haben eine eigene Logik, die sich nicht an der Vernunft orientiert, sondern an der Lüge. Schliesslich gelingt es ihnen, sich jahrelang Gründe einzureden, warum Rauchen eine wunderbare Sache sei. Sie haben ihr Schamgefühl so domestiziert, dass es ihnen nichts ausmacht, ihrem Gegenüber Rauch ins Gesicht zu blasen und das dann Genuss und Freiheit zu nennen und im Übrigen ihr gutes Recht.
Es wäre auch naiv, von jemandem Rücksicht zu erwarten, der sich selbst nicht schont. Einem Raucher ist es nämlich gleichgültig, dass er seine Gesundheit gefährdet. Man redet hier an blanken Fels, das zeigt auch die Wirkungslosigkeit der Warnhinweise auf den Packungen.
Aber warum ist das so? Warum sind Raucher so starrsinnig? Warum gefallen sie sich so in ihrer Respektlosigkeit? Woher nehmen sie die erstaunliche Selbstsicherheit, vom weitaus grösseren Teil der Bevölkerung zu verlangen, ihr Verhalten schweigend hinzunehmen, obwohl sie jeden Tag feststellen können, dass sie ihre Umwelt belästigen?
Die Antwort liegt im Zeitpunkt verborgen, zu dem ein Mensch mit dem Rauchen anfängt: in einem Alter, in dem man die Polizei für einen brutalen Terrorapparat hält und Anarchie für die ideale Staatsform. Man malt entsprechende Symbole auf seine Jeans und verehrt Che Guevara und andere Mörder; man besäuft sich, kotzt aufs Trottoir und findet den Papa spiessig, weil er Hemden trägt. Und man raucht Zigaretten, weil man glaubt, das sei erwachsen. Kurz und gut: Man ist völlig unreif.
Für einen Teenager ist das in Ordnung. Viele kommen aber nie aus dieser Welt heraus: Sie tragen noch mit vierzig ausgelatschte Turnschuhe, sie applaudieren, wenn Polizisten mit Flaschen beworfen werden, sie betrügen ihre Versicherung und halten für alles, was auch nur ansatzweise bürgerlich ist, beispielsweise eine gepflegte Toilette oder das Bestehen auf Pünktlichkeit, Vergleiche mit dem Nationalsozialismus bereit. Entsprechend halten sie sich für links, dabei sind sie nur zu faul, eine richtige Zeitung zu lesen. Werden sie kritisiert, kritisieren sie den Kritiker, und während am Nebentisch einer Familie mit kleinen Kindern das Frühstück serviert wird, zünden sie sich eine Zigarette an. Kurz und gut: Sie sind immer noch völlig unreif.

Was die Zigarette sagen will Rauchen ist also nichts anderes als die Weigerung, erwachsen zu werden. Man fängt damit an, um sich selbst und der Welt zu zeigen, wie abgebrüht man ist, und man macht weiter damit, weil man – mitunter aus schierer Unsicherheit – niemals das Bedürfnis ablegt, diese Botschaft zu verbreiten. «Seht alle her», sagt die Zigarette, «ich bin ein richtig harter Kerl. Ihr könnt mir alle gestohlen bleiben.»
Das ist die Botschaft der Zigarette. Eine andere hat sie nicht. Eine Zigarette kann nicht sagen: «Hallo, liebe Freunde, ich habe euch sehr gern und freue mich, hier zu sein.» Das ist die Botschaft eines Blumensträussleins oder einer Krawatte. Eine Zigarette dagegen kann nur pubertär nörgeln.
Für einen erwachsenen Menschen aber, der möchte, dass man ihn auch so wahrnimmt und nicht als Junkie, ist Rauchen inakzeptabel, so wie es für ihn auch keine Option ist zu stehlen, betrunken Auto zu fahren, Schaufenster einzuschlagen oder solches Verhalten von anderen zu akzeptieren.
Für eine Gesellschaft, die sich selber ernst nimmt, ist es demzufolge auch nicht möglich, das rücksichtslose Verhalten der Raucher zu dulden. Im Gegenteil: So, wie sie mit Vandalen und Hooligans umgeht, so hat sie auch deren Brüder im Geiste anzupacken, die Raucher. Rauchen stört die Nichtraucher und muss darum verboten werden.
Während sich diese Einsicht weitum in Europa und in den USA durchgesetzt hat, müssen die hiesigen Nichtraucher noch immer mit riesigem Aufwand für eine Selbstverständlichkeit kämpfen, nämlich das Recht auf saubere Atemluft.

«Eigenverantwortung»? Ha! Wir rufen noch immer sofort nach der Hausverwaltung, wenn der Nachbar zu laut Musik hört, schweigen aber, wenn der Bürokollege das Sitzungszimmer vernebelt. Noch immer lässt es sich unsere Volkswirtschaft jedes Jahr zehn Milliarden Franken kosten, weil die Raucher krank werden und andere krank machen. Noch immer kuschen wir sofort, wenn einer vom wirtschaftlichen Schaden warnt, den ein Rauchverbot nach sich zöge, auch wenn wir rundherum sehen können, dass in Ländern mit Rauchverbot die Nichtraucher wieder lieber ausgehen und die Wirtschaft überhaupt keinen Schaden genommen hat.
Darum, liebe Stimmbürger, stimmen Sie bitte für ein Rauchverbot, sobald sich die Gelegenheit bietet. Nur so werden die Raucher zu einem sozial verträglichen Benehmen angehalten. Denn allein aus «Eigenverantwortung» – ein anderes Argument der Raucherlobby – schaffen sie es ja offensichtlich nicht.
Und falls sich der Leser die Frage gestellt hat: Ja, auch der Verfasser war einst ein Raucher. Er raucht nicht mehr, denn er malt sich auch keine Symbole mehr auf die Jeans; er hat gar keine Jeans mehr, denn er kleidet sich jetzt wie der Papa. Die Raucher werden ihm auch daraus einen Vorwurf stricken: Siehst du, du hast auch mal geraucht!, rufen sie, als hätte man früher Frauen geschlagen und sollte heute besser schweigen, wenn ein anderer es auch tut.
Wenn ihnen dann gar nichts mehr einfällt, sagen die Raucher noch, dass die ehemaligen Raucher sowieso die schlimmsten Nichtraucher seien. Darin liegt noch nicht einmal der Ansatz eines Arguments, aber es geht den Rauchern ohnehin nur darum, in Ruhe weitermachen zu können mit ihrer Unbewusstheit.
Es ist an der Zeit, sie aus dieser Unbewusstheit herauszuholen. Und wenn das durch vernünftiges Zureden nicht geht, dann muss man sie halt per Gesetz daran erinnern, dass sie nicht allein sind auf der Welt.

Die Diskussion

45 Reaktionen

  1. Richard Kurz

    WOOOOOOW!!!!!!! Da redet mir jemand aus der Seele!

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    Christian Röthlisberger

    oh je, jetzt auch noch hier dieses unsäglich billige raucher bashing und dann auch noch mit einem besonders moralisierenden unterton in einer doch sehr heftigen polemik, die inhaltlich aber einen eher infantilen eindruck hinterlässt. sehr befremdend.

  3. Marc Bieri

    Turnschuhe? Turnschuhe tragen die Raucher? Schlimm. Die sollten wir auch verbieten, sind ja ungesund, die Gummisohlen und so. Stöckelschuhe am Besten auch gleich. Die sind für Frau auch schädigend, wenn sie anderen auf die Füsse tritt sowieso.

    Auch als Raucher liest sich Ihr Artikel wunderbar, Herr Mayer, weil sie ihn von innen aushöhlen. Unreif ist Ihr passendes Wort: dass man Menschen, egal ob Raucher oder Nicht-Raucher, weder strikte trennen kann noch in einen Topf werfen, das wusste ich schon lange bevor ich meine erste Marlboro anzündete.

    Aber schön haben Sie für sich eine Lösung sämtlicher Probleme von Umwelt bis Gesellschaft gefunden. Und die Lösung gleich dazu.

  4. df

    So so offenbahr war der gute Thomas Meyer als Jugendlicher noch wie er es nennt “ein Linker”, bis, allem Anschein nach, jemand an ihn herangetreten ist um ihm zu sagen dass dies ja alles schoen und gut sei aber leider, da nicht alle Menschen gleich seien und… blabla den Rest kennt man ja. Ohne irgend etwas verstanden zu habe hat er anscheinend gedacht dass dies alles schrecklich gescheit toene und daher stimmen musste. Folgerichtig hat er seine jeans entsorgt um sich bald mit Krawatte und Anzug auszustatten und sich fortan ueber alle boesen jeans tragenden Junkies auszulassen. Nun, da er aber den eigentlichen Inhalt der an ihn gerichteten Aussage nicht verstanden hat und statt seinem Menschenbild bloss seine kleider gewechselt hat, war unausweichlich dass unser guter Werber ein paar Jahre spaeter wieder da steht und es sich schon wieder anhoehren muss: “Hey es sind nicht alle Menschen/Raucher gleich! Auch wenn du als Mann der Werbung vielleicht muehe hast dies in dein Weltbild einzubauen, es ist wirklich wahr.”

  5. Karin Huber

    Mich würde interessieren, ob der Autor denn auch konkrete Vorstellungen hat, wie dem Rauen, Frauen schlagen und sonstigen Widrigkeiten beizukommen ist? Anzug statt Jeans allein versprechen da wohl noch keine Abhilfe…

  6. marcel sigrist

    also da schreibt doch wieder einmal einer einen (dazu noch bezahlten) text) der sich von der vermeintlich obersten warte aus vorallem als schullehrer outet.
    ist wie ein missionar nach seinen langen pubertären jahren auf den RICHTIGEN WEG gekommen.
    schon mal davon gehöhrt, dass jemend wegen dem rauchen gestorben ist? auch wenn es heute millionenfach anders gepredigt wird, raucher sterben – wie alle andern auch – an den verschiedensten krankheiten und unfällen oder, wenn sie – wie alle andern auch – glück haben, eines natürlichen todes.
    keine statistik der welt belegt etwas anderes. keine statistik belegt die häufigkeit einer krankheit, der raucher häufiger erliegen.
    es gibt allerdings statistiken die zahlen auflisten, die suggerieren, dass rauchen schädlich sei. das ist aber eine andere geschichte, denn statistiken sind nur zu dem einen zweck da, die eigene vorstellung als eine allgemein gültige hinzustellen ohne dabei irgendetwas selber begründen zu müssen.
    so quasi, ich bin unfehlbar, denn ich habe zahlen.
    nur, zahlen sind annonym. sie können zusammengezählt oder weggelassen werden. keiner schaut hin. stirbt ein raucher an lungenkrebs, wir die zahl unbesehen den rauchern zugeschlagen, unabhängig davon wo, wie und wie lange dieser anderen schadstoffen (freiwillig oder unfreiwillig) ausgesetzt war, diese krankheit in der familie (auch ohne rauchen) gehäuft vorkommt oder auf eine anderen ursache mit einer lungenentzündung beruht. Zahlen eben wie man sie gerade gebraucht.
    so kommt es dann wie es kommen muss mit diesen missionaren. unschlagbar posaunen sie die ewige wahrheit in die welt hinaus und millionenfach plappert man ihnen ohne eigenen verstand nach.
    herr thomas meyer, gehen sie auf die strasse, stoppen sie den verkehr. er stinkt nicht nur, er macht krank bis hin zu angeblich tödlichen folgen dieser krankheiten. dann, aber erst dann sind sie berechtigt irgend ein wort über raucher zu verlieren.
    übrigens rauche ich, ich fahre auch kraftstoffbetriebene autos, ich fliege mit kerosinbetriebenen flugzeugen, ja ich trinke sogar alkohol (das nächste angriffsziel der missionare) und esse notgedrungen ohne zu wissen wann, schädliche lebensmittel. schliesslich ist das leben etwas tödliches.
    nun werden sie aber wahrscheinlich das argument der belästigung durch die raucher bemühen. mindestens damit gehe ich mit ihnen einig. überall muss es nicht sein, das rauchen. aber verbote? diese sind nun wirklich nur dort angebracht, wo man sich notgedrungen aufhalten muss. (zb. an schaltern, im bus, in läden, veranstaltungssälen und dergleichem etc.) dass die bahn die raucherabteile abgeschafft hat, war ja der grosse flopp. längere strecken fahren raucher nun im eigenen auto. am arbeitsplatz ist es eine frage der belästigung anderer, ob ein rauchverbot ausgesprochen werden soll. dies aber individuell und sicher nicht durch ein gesetz. in gaststätten kann man es getrost dem/der inhaberIn überlassen, ob es ein nichtraucher oder ein raucherlokal ist. das wäre aussen am lokal auch ohne probleme markierbar.
    lieber herr meyer, sie müssen die jeans nicht wieder anziehen.
    der anzug den sie jetzt aber tragen, trägt dazu bei, dass unsere gesellschaft bald nur noch aus randständigen besehehen wird.
    also weg damit.

  7. Richard Oppermann

    Nette Provokation ; )
    Gegen subjektive Totschlag Argumente von rauchenden Mitstreitern hilft einseitiger Frustrationsabbau aber auch nicht weiter….

  8. Fritz Leibundgut

    Voller Vorfreude macht man sich an einen mit „Rauchende Kindsköpfe“ überschriebenen „Magazin“-Artikel mit der hohen Erwartung, Unbekanntes oder Bekanntes zum Thema in neuen Worten, geistreich und witzig und böse und intelligent formuliert, vorgesetzt zu bekommen, immerhin wird im Inhaltsverzeichnis eine „Polemik“ angekündigt, ein Text also, der nur so sprüht vor Geist. Und wie so oft, wenn man die Erwartungen zu hoch ansetzt, folgt die Enttäuschung auf dem Fuss.

    Was erfährt man in Thomas Meyers „Polemik?“ Alle Raucher (Raucherinnen sind mitgemeint, nehme ich an) sind rücksichtslose, nicht erwachsen werden wollende Kindsköpfe in ausgelatschten Turnschuhen, die immer noch Che-Guevara-Posters in ihren Schlafzimmmern hängen haben und kleinen Kindern (den Schwächsten unserer Gesellschaft!) Rauch ins Gesicht blasen! D.h. alle Raucher nehmen es in ihrem grenzenlosen Egoismus billigend in Kauf, unschuldige Nichtraucher umzubringen. Womit sich die Debatte auf zwei Menschentypen reduziert hätte: Es gibt die guten, unschuldigen Nichtraucher und die bösen, schuldigen Raucher, die Opfer und die Täter… Kein Wort über Sinn oder Unsinn von Rauchverboten, und darum ginge es ja eigentlich.

    Damit nicht genug: Ohne erkennbare Logik unterstellt die Meyer’sche Polemik allen Rauchern mangelnde bzw. eine abstruse Logik und billige Argumentationsketten – nach welcher Logik? Mit welchen Argumenten? Das beste Argument behält er sich für den Schluss auf („Pointe“?): Er outet sich als Ex-Raucher, ist mithin vom Saulus zum Paulus geworden – ob das wohl ausreicht, um die fehlende Qualität seiner Argumente wettzumachen?

    Eine zweite Lektüre des Artikels könnte vielleicht zu weiterer Erkenntnis führen, aber dazu ist der Text ganz einfach zu langweilig geschrieben.
    Thomas Meyer treibt es etwas gar weit mit seiner Art, Komplexität zu reduzieren, das Muster ist bekannt („Gewalt ist ein männliches Prinzip“, „Balkanstämmige Jugendliche sind kriminell.“). Dagegen ist nichts einzuwenden – es soll politische Parteien geben, die die Dinge ähnlich vereinfachen und damit grossen Erfolg haben. Störend ist jedoch, dass das Magazin zwei kostbare Seiten opfert für ein simples Argument, das man bereits kennt, wenn man den Titel des Artikels gelesen hat.

  9. Markus Steiner

    Ich bin selbst Raucher und trotzdem unterstütze ich jedes Anliegen der Nichtraucher und werde bei Abstimmungen mit ihnen stimmen. Doch das Rauchen als pubertäre Tätigkeit abzutun, ist wohl eher eine Provokation als eine differenzierte Analyse der Sache. Das Argument “Weisst du, ich bin jetzt erwachsen und als Erwachsener tut man sowas nicht mehr.” zeugt von extremer Biederkeit. Insofern haben Sie, Herr Meyer, in diesem Artikel mehr über sich selbst ausgesagt als über das Problem des Rauchens.

  10. Irene Brandi

    Lieber Herr Meyer

    Ich muss Sie leider enttäuschen, es sind nicht alle Raucher so. Wahrscheinlich sogar die Wenigsten. Rauchen ist eine Sucht, ich versuche andere nicht zu stören mit meinem Qualm, rauche nur da wo es eh schon viel Rauch hat. Zudem plagt mich der Gedanke, dass ich die letzte Raucherin sein könnte. Habe Probleme, die ein Nichtraucher nicht hat. Verbieten finde ich eine gute Lösung, das hält mich und nächste Generationen davon ab. Aber zu Ihnen, ich denke auch wenn Sie noch rauchen würden, cool wären Sie auch dann nicht mehr. Schade eigentlich, obwohl ich vermute, dass Sie es auch als Jugendlicher nie wirklich waren. Ich empfinde Ihren Artikel nicht als Provokation, er ist ganz einfach fürchterlich dumm, zu dumm ihn ernst zu nehmen!

  11. Wolfgang Bogey

    Irgendwie schade, Herr Meyer, dass sie den Versuch der Provokation derart überspitzen, dass er zu einem schlichten Rundumschlag degradiert.
    Dabei hätten sie doch alle Trümpfe in der Hand!
    Aber falls die interne Wette war, wer am meisten Kommentare zu seinem Artikel abräumt, haben sie die Wette wohl bald gewonnen…
    Gut gemacht?
    Nein: nice try!

  12. Sabina Maler

    Klar melden sich auf diesen Artikel wieder fast nur aufgebrachte Raucher, die mit genau diesen fadenscheinigen Argumenten daher kommen wie sie Herr Meyer in seinem wunderbaren Artikel anspricht.
    Somit geben sie der Argumentation gerade selbst ihre Richtigkeit.
    Es ist geradezu bezeichnend wie sehr sich die Gemüter der Raucher von 0 auf 100 erhitzen droht man ihnen den Glimmstängel aus der Hand zu reissen. Egal ob man die Raucher nun alle in einen Topf schmeisst oder nicht – das Problem bleibt bestehen. Die Nichtraucher sind jene die zurückstecken müssen! Da hilft absolut gar kein Gegenargument der Raucher – und sei es noch so weit und umständlich an den Haaren herbei gezogen.
    Es ist nichts dagegen einzuwenden wenn sich ein Raucher in seiner Wohnung einnebelt – das soll jedem seine „Freiheit“ bleiben – wenn man gewillt ist „Sucht“ als „Freiheit“ anzuerkennen.
    Das Rauchverbot in Bars und Restaurants, sowie auf allen öffentlichen Plätzen MUSS aber kommen. Und das lieber früher als später.

    Das Argument „Hört ihr mal auf mit Autofahren, dann höre ich mit Rauchen auf“ ist einfach nur lächerlich, und zielt völlig am Thema und der Problematik vorbei.
    Ich würde mich gerne als Verliererin geschlagen geben wenn mir nur einmal ein ECHTES Argument der Raucher vorgesetzt werden würde!

    Ich kann nur sagen machen sie weiter so, Herr Meyer, auch wenn Sie in Ihrem Artikel noch mehr beim Thema hätten bleiben können.

  13. Johannes Labusch

    Lustig, wenn mir jemand zu sehr aus der Seele spricht, regt sich, ausgerechnet, Widerspruch! Interessant waren jedenfalls auch die bereits platzierten Kommentare von schrecklich beleidigten Nikotin-Junkies, die sich, qualmenden Kopfes, beeilten, die Argumente, den Stil, die Sprache des Artikels anzugreifen.

    Und das ist der Aspekt, auf den ich gern noch ein kleines bisschen eingehen möchte, und der in Meyers Text nicht vorkommt: Wir alle haben doch schon einmal gehört, dass Nikotin etwa 5 mal effizienter ist im Abhängig-machen als Heroin. Obwohl mir nicht ganz klar ist, wie man so etwas messen oder beweisen will, dennoch eine beeindruckende Zahl. Und nehmen wir mal milde an, es handle sich um eine überspitzte Aussage, und Niko sei nur zwei mal so süchtigmachend wie Hero. Immer noch der Hammer, gell? Wir haben es also, ich muss es so sagen, mit einem Suchtphänomen zu tun. Und Sucht ist eines jener zentralen Themen, wie Sex, Rasse, Aggression oder Liebe, die unser tierhaftes Wesen bestimmen und die wir mit den schlauesten Argumenten nicht wegdiskutieren können. Die suchtfreie Gesellschaft ist im Amerika der 20er Jahre, als man Alkohol verbot, ebenso gescheitert wie heute im “War on drugs”, der ungefähr so gut funktioniert wie ein Zippo unter Wasser.

    Nun ist es aber so, dass Raucher mit ihrem mal fröhlichen, mal hasserfüllten Bekenntnis zur Sucht uns Abstinenzlern Einiges voraus haben. Sicher, sie rösten sich die Lungenflügel zu crisper Kohlenkruste, und hinterlassen auch die eine oder andere Aschenspur auf unseren ansonsten jungfräulichen Atmungsorganen, aber sie leben wenigstens nicht mit der Lebenslüge, dem Tod sei auszuweichen. Jede Fluppe, die sie sich sich lässig anzündeln, ist ein grinsendes “Fuck You” in die Fratze des Todes. Dafür bewundere ich sie, grimmig hüstelnd. Auch lässt sich leider nicht leugnen, dass die Zigi bei Bogart nicht nur tödlich, sondern tod-sexy aussieht. Bei Keith Richards sowieso, weshalb seine Gitarre an der Stelle, wo man den Sargnagel fürs Solo unter die Saiten klemmt, einen verächtlichen Brandfleck aufweist. Einfach cool.

    Raucher sind ehrlicher mit der Endlichkeit des Lebens. Aber das sind Selbstmörder auch, von Kamikazefliegern ganz zu schweigen. Und solche Zugeständnisse wollen mir auch nur so lange über die rauchfreien Lippen, so lang in meiner Nähe niemand einen solchen Stinkwickel in Brand setzt. Also, rein theoretisch: Hut ab, liebe Nikontinkonsumenten, und fröhliches Röcheln im Lungenhospiz! Es stimmt zwar, dass ich auch sterben muss, aber wenigstens bin ich an diesem Geschehen dann weitgehend unbeteiligt. Man muss auch mal was dem Schicksal überlassen. Auf dieses gelassene Fazit würde ich mir glatt eine anstecken, wenn ich mir die entsprechende Todesverachtung rechtzeitig antrainiert hätte.

  14. Erwin Lori

    “Es ist nun an der Zeit, dass sich die seit Jahrzehnten dem Rauchqualm ausgesetzten und stillen “Bücklinge” unserer mehrheitlich nichtrauchenden MitbürgerInnen endlich zur Wehr setzen und sich mit einem Rauch-Verbot in öffentlichen Räumen endgültig “frische Luft” verschaffen können.”

  15. Mario Stuebi

    Welch entzückende Vergleiche in diesem Essay! Da erkenne ich doch gleich die Argumentation meiner (rauchenden) Mutter wieder, welche mir jegliche Diskussion zu diesem Thema mit ihr verleiden liess.
    Bei dieser Gelegenheit: Wissen Sie, warum sich die Zigarettenpreise in der Schweiz jeweils nur in Rappenschritten erhöhen? Damit nicht zu viele Raucher auf einmal abspringen, bin ich überzeugt. Das Rentenalter lässt sich nicht erhöhen, also ist die AHV umso mehr auf alternative Einnahmequellen angewiesen. Die rauchende Gesellschaft ist eine davon – besten Dank!

  16. Ronald Hofmann

    Ohne die überzogene Polemik hätte der Artikel sicher mehr Wirkung gehabt.
    Wieder eine vertane Chance, schade.

    Raucher sehen in dieser Diskussion nur einen Aspekt. Das ist jemand, der ihnen das Rauchen verbieten will. Nur geht es darum nicht. Von mir aus kann jeder Rauchen soviel er mag. Fast alle Nichtraucher denken so. Sie mögen es aber bitte so tun, dass ich nicht die Abgase einatmen muss. Das fehlende Unrechtsbewusstsein ist einmal darauf zrückzuführen, dass sie süchtig ist. Sie erkennen garnicht, dass jemand der nicht raucht sich schlecht fühlt, wenn er dem Qualm ausgesetzt ist. Deshalb beziehen sie auch nie Stellung zu der Belästigung des Nichtrauchers. Es wird immer von “Man kann nicht alles verbieten”, “Alkoholikern verbietet man das auch nicht”, “Autoverkehr kann man auch nicht verbieten”, “Was ist mit der Industrie” geredet und ähnlichem.

    Es zählt aber das Argument des Rauchers nicht, dass man alles verbieten will. Rauchen hat eine andere Qualität. Wenn geraucht wird, wird in einem ziemliche Umkreis die Atemluft erheblich beeinträchtigt. Das ist beim Alkoholiker nicht so. Ich bin weder das eine, noch das andere. Mich würde aber interessieren was ein Raucher sagen würde, wenn ich Ihn (jetzt hypothetischer Alkoholiker) zwingen würde jedes zweite Glas mitzutrinken. Rechtlich würde das auf Körperverletzung hinauslaufen.

    Und genau das ist es auch was der Raucher demjenigen antut, der nicht rauchen will. Er tut ihm Gewalt an. Traurig, das gerade hier in der Schweiz sich diese Denkweise nicht durchsetzen kann. Zwei Mitbewohner in unseren Haus, die im Erdgeschoss wohnen, vertreten tatsächlich den Standpunkt: “Ich rauche wann und wo ich will. Wenn es Sie stört, Ihr Problem”. Mit dieser Einstellung terrorisieren sie das ganze Haus mit dem Gestank und der Staat deckt dieses Verhalten.

    Ich will garnicht leugnen, dass mich die Umweltverschmutzung durch KFZ und Industrie auch stören. Das lässt sich allerdings nicht so ohne weiteres verhindern und muss von der Gesellschaft anders gelöst werden.

    Arme Schweiz

  17. Kathrin Bachmann

    Es ist eine bekannte psychologische Strategie, sich auf einen Nebenkriegs-Schauplatz zu verlegen, wenn einen der Hauptkriegs-Schauplatz überfordert oder man sich ihm nicht gewachsen fühlt. Es erstaunt mich immer wieder, mit welchem Fanatismus man sich der Raucherbekämpfung widmet, während man den grossen Problemen ausweicht. Der Ansatz mit der Raserbekämpfung ist ganz richtig, um nur einen Hauptkriegs-Schauplatz zu erwähnen. Wenn man nun diesen Gedanken analog der Antiraucher-Strategie weiterspinnt, dann muss man konsequenterweise die Autos verbieten: Keine Autos mehr im öffentlichen Raum, denn sie verpesten die Luft, sie verursachen Kosten in Milliardenhöhe (Strassenbau, Abgase, Unfallopfer, Lärmschutz usw.), gefährden das Weltklima mit schwersten Folgen für die ganze Menschheit!
    Ich wünschte mir, dass endlich mit der gleichen Vehemenz und Energie, die man für die Raucherbekämpfung aufwendet, die wirklichen Probleme unserer Zeit angegangen würden! Aber den starken Lobbys auf den Hauptkriegs-Schauplätzen fühlt sich anscheinend niemand gewachsen. Wie feige!

  18. Michael von Bergen

    Der Raucher – Ein Wesen mit überaus hoher Sozialkompetenz

    Einmal abgesehen davon, wie viel Geld unsere Nikotin geniessenden Bürger dem Fiskus über die Tabaksteuer spenden, damit sich die Allgemeinheit eine gute Altersvorsorge leisten kann, setzen sie sich fürsorglich und selbstlos dafür ein, dass sie ihren geliebten Mitmenschen nicht all zu sehr auf der Tasche sitzen. Hier sei zum Beispiel lobenswert erwähnt, dass sie die eh schon raren und sündhaft teuren Plätze im Altersheim lieber ihren Mitbürgern überlassen und auch nicht den Anspruch haben Jahrzehnte lang die AHV- und Pensionskassengelder zu verprassen. Auch für die Krankenkassen sind sie – wie es nun eine holländische Studie wissenschaftlich belegt – ein wahrer Segen, denn Anstelle dass sie sich im Alter vielfältigen und langwierigen Krankheiten und Gebrechen aussetzen, ziehen sie aus Nächstenliebe und ungefähr zum Zeitpunkt an dem sie ihren Wert für das Erwerbsleben verlieren, das weitaus ökonomischere Bronchialkarzinom vor. Von der präventiven Wirkung des Tabaks gegen Übergewicht, wollen wir schon gar nicht erst sprechen.

    Unabhängig vom gesundheitlichen Aspekt darf man aber auch ihren marktwirtschaftlichen Mehrwert für die Gastronomen nicht unterschätzen, denn im allgemeinen betrachtet sind die Raucher weitaus geselligere Menschen, die den Alkoholausschank bei den Gastronomen, welcher für viele von ihnen in der Bilanz einen Existenz sichernden Faktor ausweist, statistisch gesehen sicherlich überdurchschnittlich ankurbeln. Oder wieso denken sie, liebe Nichtraucher, dass die meisten Schankwirte und auch ihre Angestellten (Stichwort Trinkgeld und umsatzabhängiger Lohn) lieber im Nebel servieren als die Grüntee-Fraktion zu bedienen?
    Sie sehen, entgegen dem Homo Politicus, welcher – wie in Deutschland bereits passiert – die Unternehmer lieber an den Galgen treibt und die Angestellten zur Fürsorge schickt, setzt sich der Raucher selbstlos für eine blühende Vielfalt im Gastgewerbe ein. Und im Endeffekt, was will man den Bulgaren und Rumänen denn überhaupt noch bieten, wenn man den Rauchern nicht einmal mehr gestattet den Billiglohnsektor zu erhalten?

    Über dies hinaus muss man den leidenschaftlichen Qualmern auch auf dem Gebiet der proaktiven – was auch immer dieses Modewort bedeuten mag – Psychotherapie ein Kränzchen winden: Stellen sie sich einmal vor, all die Gutmenschen befinden sich gegenüber den wirklichen Problemen dieser Erde, auf welcher in vielen Teilen Krieg und nackte Gewalt den Alltag beherrscht, Vergewaltigung und Verstümmelung an der Tagesordnung sind, in der kleine, unschuldige Kinder verhungern oder sich Bombengürtel um den Bauch schnallen, in einer absoluten Ohnmacht. Nun kann es für all die Frustrierten doch nur äußerst erbauend sein, wenn ihnen der rauchende Genussmensch in einer stoischen Ruhe wieder einmal die Gelegenheit gibt, sich die Nase zu rümpfen um mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, damit man hernach mit einem Gefühl der Erhabenheit, sich dieser Welt verbessernden Tat rühmend, davon stolzieren kann.
    Ja, die Raucher hörten sich diese ewigen Triaden der Schande selbst noch in den Raucherabteilen der Bahn völlig gelassen an, es muss viele Schmerzen dass sie nun nicht mehr in diese einsteigen können um sich dann beim durchgehen darüber zu enervieren, wie Übel es doch da drin riecht und wie dreckig diese Luft verpestende Spezies doch ist. Wo sollen sie denn nun mit all ihrem angestauten Unmut über die eigene Unfähigkeit auch hin, wenn man die ganzen Prügelknaben aus der Öffentlichkeit verbannt hat?

    Mit nebulösen Grüssen aus den tellurischen Wirrungen der hel(l)vetischen Unterwelt:

    Dr. Luci Fee (sich zynisch lächelnd eine Kippe ansteckt)

  19. Ueli Meier

    also nun ich verzichte absichtlich ohne ein fuck it anyway raucher zu sein auf konventionen und konsorten was jedoch leicht vergessen geht bei der ganzen diskussion hier ein rauchverbot ist das beste was den rauchern nicht den nichtrauchern pasieren kann oder machen veraenderung etwa angst nicht rauchen zu muessen bedeutet frei zu sein vor allem wenn man raucher ist wenn mans doch tut oder es nicht sein lassen will kanns auch getrost in netter gesellsacht auf ner terasse oder dem gehsteig vor ner bar sein. so viel dazu

  20. Markus Schneider

    Die abstrusen Vergleiche und Argumentationsketten von Thomas Meyer erinnern mich an die Diskussionen mit meinem pubertierenden Sohn. Ein schreibender Kindskopf eben.

  21. Reto Stebler

    Wie schon seine Plakatkampagne für die Jungfreisinnigen (“Sorry, lieber Steuerzahler…”) ist Tomas Meyers Beitrag eine einzige, mutwillig Provokation und im Gegensatz zu jener stellenweise sogar lustig. Der Beitrag ist aber deshalb, genau wie die Kampagne, nicht ernst zu nehmen (was er vielleicht ja gar nicht will), sondern lediglich darauf ausgelegt Aufsehen zu erregen. Nur so viel: Hinter den Symbolen auf Jeans, der Forderung nach Anarchie, dem öffentlichen Besäufnis und wohl oft auch hinter der ersten Zigarette des pubertierenden Schnösels steckt vor allem eines: Das Bedürfnis auf biegen und brechen zu provozieren. Meine Güte, wie unreif!

  22. Simon Mugier

    Thomas Meyer schreibt einen amüsanten Artikel, bei dem man nicht genau weiss, woran man ist. Dass er für den Nichtraucherschutz plädiert, ist sicher ernst gemeint, denn da geht es ja um den Schutz der Gesundheit von Nichtrauchern. Aber ist die Botschaft wirklich, dass man um jeden Preis endlich erwachsen werden soll? Dass man ab 30 keine Jeans mehr tragen darf? Das Leben spielt sich doch gerade dort ab, wo wir nicht erwachsen sein wollen, sondern unsere gegenwärtige, freudige und kindliche Seite geniessen. Ein etwas kürzeres Dasein zu riskieren ist immer noch besser, als gar nicht zu leben.

  23. birte eriksen

    Lieber Herr Thomas Meyer
    Meinem Chef Herr Dr. med. Karl Klingler, LungenZentrum Hirslanden Zürich, der sich – wie Sie vielleicht wissen – sehr viel mit Rauchern und Nicht-Rauchern beschäftigt ist begeistert von Ihrem hervorragenden Bericht.
    Freundliche Grüsse
    Birte Eriksen

  24. Daniel Nufer

    Hm. – Humorlos. Verbissen. Verkrampft. Mehr fällt mir zu diesem fürchterlich biederen Artikel nicht ein.

  25. Daniele Meyer

    Hm. – Herrlich. Locker. Us em Buch use, mehr fällt mir bei diesem Artikel nicht ein… Ausser, wann können wir im Kanton ZH endlich abstimmen?

  26. dani Sprecher

    Schreibender Kindskopf ist treffender. Es ist bedenklich das eine mehr oder weniger renomierte Zeitschrift solchen Querschlägern eine Plattform bietet.Natürlich sind die Argumente der Raucher zuweilen etwas abgedroschen.Aber Herr Meyer ist sich in seiner eigenen Unintelligenz nicht bewusst, dass z.B. in Italien ca. 2000 Restaurants schliessen mussten und dadurch rund 10′000 Personen arbeitslos wurden.Leider werden diese Zahlen von linken Politikern unter Verschluss gehalten.Diesen liegen dann dem Staat wieder auf der Kassen!Ich möchte ja auch nicht wissen wie sich Herr Meyer äussern würde wenn ihm der Staat vorschreibt, dass er nur noch zwischen 8Uhr und 9Uhr Pinkeln darf.Es soll dem mündigen Bürger überlassen sein was er wann und wie macht und sicher nicht irgendwelchen Politikern.Wir sind ja alle Erwachsen.

  27. Mela Rom

    tztztz Herr Meyer!
    So wie ich (zum Glück) nicht Sie bin, bin ich auch nicht eine von Ihnen beschriebene Raucherin. Ich finde es allerdings eine verdammte Frechheit für diesen äusserst langweiligen Frustartikel Vergleiche mit Rasern und Dieben herzustellen. Wieso haben Sie nicht gleich Mörder geschrieben, das wollten Sie doch sagen.
    Peinlich dazu einmal mehr unpassend den Nationalsozialismus zu erwähnen und sich anzumassen, dass Hemdentragen erwachsen sei.

    Übrigens Herr Meyer: Es gibt tatsächlich Raser, die sich über die Tempolimiten lauthals beschweren. Zudem ist Ihr Artikel fürs Toilettenhäuschen: das Gesetz ist doch im Kommen. Noch schnell eins draufhauen gäll. Pfui wie infantil!

  28. Stefan Ryser

    Lieber Herr Meyer
    Dieser Text ist Ihnen nicht würdig. Ich weiss, dass Sie das besser können. Traurig. Traurig auch, dass Sie noch im letzten Herbst Werbung für einen Zigarettenpapierhersteller machten. Aber irgendwie passt das ziemlich perfekt in ihr verquastes Weltbild. Also, das nächste Mal bitte zuerst gut durchatmen und dann nochmals von vorn beginnen. Und nochmals. Und nochmals. Und endlich einsehen, dass sich Borniertheit abstreifen lässt wie ein Paar zu enge Jeans. Oder hat Sie das Hemd beim Schreiben derart gestört?
    Trotzdem herzlich, Stefan Ryser

  29. Alexander Leu

    Sie stellen Raucher mit Verbrechern und mit Hooligans gleich, degradieren sie zu unverantwortlichen, rücksichtslosen Teenagern und Junkies. Niemals habe ich eine solche, für eine Zeitschrift unwürdige Diffamierung gelesen.
    Entgegen Ihrer Aussage habe ich noch keinen, sich beschwerenden Nichtraucher als Nationalsozialisten bezeichnet. Sie sind bisher der Einzige, welcher selbst Herrn Goebbels in seiner Polemik in den Schatten stellt.
    Dass es ein friedliches Miteinander geben kann, wird Ihnen nie in den Sinn gekommen sein. Selbst Sie können nicht über eine „Minderheit“ von 30% hinwegsehen. Wie wäre es, wenn wir einfach die Lokale 7:3 aufteilen? In dem Fall könnten wir Raucher in Ruhe eine Zigarette paffen, während Sie sich über etwas anderes aufregen. Vielleicht haben Sie etwas gegen Fettleibige, gegen Teenager oder gegen Hundehalter? Wir hören sicher von Ihrer Präferenz in einer folgenden Ausgabe. Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hass zerfressen, sonst sterben Sie als Erster an Krebs.
    Übrigens trage ich sehr gerne ausgelatschte Turnschuhe. Kaputte Knie und Hallux überlasse ich gerne Ihnen.

  30. Matt Kimmich

    Eine gute Polemik ist für den Leser interessant, ob man mit ihr einverstanden ist oder nicht. Leider ist Herr Meyers Polemik gegen Raucher, Jeansträger und andere Kindsköpfe vor allem dies: geist- und witzlos, und dazu grenzenlos selbstgefällig. Und langweilig, was vielleicht das grösste Verbrechen ist, das ein solcher Artikel begehen kann.

  31. Peter E. Stalder

    Beneidenswert, wie souverän Herr Meyer die infantile Raucherphase mitsamt den Jeans und Turnschuhen hinter sich gelassen hat! Dass er sich nun aber in seinen eleganten Anzügen noch immer in Kreisen bewegt, wo man ihm Rauch ins Gesicht bläst, und er sich sogar in verqualmten Sitzungszimmern aufhalten muss (wo gibt es so etwas noch?), ist schwer zu verstehen. Irgend etwas in Leben von Herrn Meyer scheint da schiefgelaufen zu sein. Seinen witzlosen Betrachtungen wäre im gleichen vulgär-psychologischen Stil zu entgegen, dass Ex-Raucher deshalb so allergisch auf Raucher reagieren, weil nur schon ihr Anblick den kleinen Nikotin-Suchtteufel im Hirn wieder aufzuwecken droht.

  32. Andreas Künzi

    Mehrfach albern und daneben, also definitiv kein intellektueller Beitrag zum Thema, aber dennoch nicht halb so platt wie oben stehender Artikel:

  33. Andreas Künzi

    Mehrfach albern und daneben, also definitiv kein intellektueller Beitrag zum Thema, aber dennoch nicht halb so platt wie oben stehender Artikel: http://www.youtube.com/watch?v=Xz4tDAEtJkE

  34. Ruedi Maeder

    Lieber Herr Meyer,

    kurz nachgefragt: Was hat man Ihnen bloss angetan? Ungeheuerliches muss Ihnen widerfahren sein. Ich rate mal: Ihre Mutter hat zwischen Stillphase und Ihrer Pupertät geraucht wie ein Schlot, hält auch heute noch wacker durch, und findet darüber hinaus klein Thomas immer noch nicht so richtig erwachsen, aller bunter Krawatten zum Trotz, richtig? Ihre letzte und einzige Freundin, eine überzeugte Jeansträgerin, hat Sie kürzlich in einem Anfall von aufkeimender Lebensfreude wortlos verlassen – ohne eine einzige Träne – und sich beim Auszug singend schon im Treppenhaus die erste Kippe angesteckt, stimmts? Zudem: Menschen erscheinen Ihnen fast ausnahmslos suspekt (auch Anzug- und Krawattenträger, die Verräter horten zu Hause heimlich Jeans in grossen Mengen), unreifes Pack, tolldreistes Gesindel, verkappte Vandalen, Kindsköpfe und Hooligans, so weit das Auge reicht, korrekt?

    Immerhin, Sie haben sich Ihr Leid jetzt endlich mal öffentlich von der Seele geschrieben. Ein guter Anfang. Möglicherweise auch eine Sackgasse, klar, aber dennoch nicht vergebens: Ihr Traktätchen erzeugt Mitgefühl – und das nicht zu knapp! Bloss, und als Anregung für Ihr Ihre nächste publizierte Beichte, deklarieren Sie Ihre Gedanken nicht als Polemik, tarnen Sie sich nicht als Provokateur, das sind Umwege, die einen vergeblich nach Inhalten suchen lassen. Gehen Sie den direkten Weg, stellen Sie sich einfach mutig vor uns hin und sagen Sie: Mein Name ist Thomas, ich fühle mich heute so Scheisse wie gestern und ich befürchte, morgen wird auch nicht anders! Und Zack, wir alle entgegnen im Chor: Richtig, Herr Meyer, das befürchten wir auch! Sehen sie den Unterschied? Sie erzeugen Wirkung und erschreiben sich damit unser aller Mitgefühl aufs Neue! Also kein langfädiges Ausweichen auf Nebenkriegsschauplätze mit stumpfen Schwertern, entwaffnen Sie uns in Zukunft mit Ihrer Offenheit!

  35. Tommy

    Wenn Sie den Rauchern mal wieder richtig eine reinzuwürgen wollen, können Sie das gerne machen, aber tun Sie es mit Klasse und verschonen Sie mich mit solch abgedroschenem Gefasel. Ich schlage vor, Sie stecken ihr Gummischwert wieder weg und kaufen Sie sich eine neuen Seiden-Lumber oder was man als “reifer Erwachsener von Welt” halt so trägt.

  36. Rolf Steiner

    Wo er recht hat, hat er recht: Für das reine Überleben ist Rauchen so wenig wichtig wie Liebe, Kunst und Religion. Und seien wir ehrlich, wer von uns möchte schon nochmals so unwissend wie ein Teenager durchs Leben irren, so ganz ohne Fonds-Sparplan und immer mit der Angst im Nacken, später einmal mit 90 in einem Altersheim sitzen zu müssen, dass eventuell nicht komplett rauchfrei sein könnte.

  37. Irma Novakovic

    Wenn ich sowas lese, bleibe ich doch lieber Raucherin.
    Ausserdem, werter Autor, wird es wohl einen Grund haben, wieso Ihnen fremde Menschen Rauch ins Gesicht blasen möchten.

  38. Tom Bauer

    Als Werbetexter sollten Sie eigentlich unsere infantile Gesellschaft mehr zu schätzen wissen. Schliesslich gedeihen ihre plumpen Texte dort am fruchtbarsten zu Bedürfnissen, die sie sonst gar nicht hätten.

  39. Peter Staeuble

    Bravo. Der Artikel von Thomas Meyer ist mir echt aus dem Herzen geschrieben. Es sollten noch viel mehr Artikel und Aktionen rauskommen, um der Notwendigkeit eines Passivraucher-Schutzes mehr Nachdruck zu verleihen. Sonst bringt es Zürich – als bald einziger Kanton der Schweiz – noch fertig, das Rauchverbot aufzuweichen und somit unbrauchbar zu machen.

    Vor allem die Alt-Raucher, die mit dem Stink-Stengel krampfhaft versuchen, sich an ihrer Jugend festzuhalten, tun alles, damit sie mit ihrer rücksichtslosen Selbstbefriedigung auf Kosten anderer weitermachen können.

    Ich, als ehemaliger Raucher habe nun mal einen objektiveren Blick auf dieses Problem, weil ich wirklich beide Seiten gut kenne (mit und ohne).

    Ich kann somit aus Erfahrung sagen, dass Rauchen schlicht und einfach doof ist.

  40. Michael Zulauf

    Der Artikel hat offenbar prächtig funktioniert, bessere Reaktionen hätte man sich kaum wünschen können.
    Eine andere Perspektive: Überall dort, wo es nach Rauchgewohnheiten getrennte Lokalitäten gibt (Pausenräume, Restaurants, Bars), sind die interessanteren Leute in den berauchbaren. Das wird wohl auch der Grund sein, warum sich ohne Gesetze rauchfreie Lokale nicht durchsetzen können – die RaucherInnen – pubertär oder nicht – machen sie erst zu richtig attraktiven Orten.

  41. Wolfgang Bogey

    Potz Blitz!
    40(!) Reaktionen.
    Und? Haben sie die Wette gewonnen, Herr Meyer?

  42. Peter Aufenast

    Zerknirscht muss ich zur Kenntnis nehmen: “Ich bin ein rauchender Grufti-Kindskopf!” Sorry, mein lieber Thomas Meyer!

    Wehmütiger Rückblick eines Genussrauchers:

    Während meinen beruflichen Tätigkeiten genoss ich als qualmender Zugpassagier auf der Hin- und Rückreise zu Besprechungen jeweils meine mit edlem Kraut gestopfte Pfeife. Je nach Ausgang der Sitzungen habe ich meine Genugtuung oder meinen Ärger, vermischt mit dem blauen Dunst in die Abteilluft abgelassen.

    Aber auch meine geschäftlichen Überseeflüge habe ich noch in bester Erinnerung. Verglichen mit den heutigen vollgestopften fliegenden Kantinen mit gestresstem Servicepersonal, waren die damaligen, manchmal nur zur Hälfte ausgebuchten DC 8 fliegende Gourmettempel und das nicht nur bei der Swissair. Nicht ganz billig, aber zum Glück bezahlt von meinem Arbeitgeber. Nach einem hervorragenden Essen serviert auf Porzellangeschirr, begleitet mit einem herrlichen dazu passenden Tropfen anstelle des heute bei den meisten Passagieren so beliebten Wassers mit oder ohne “Blöterli”, qualmten wir jeweils unsere Pfeifen oder eine exzellente handgerollte Zigarre und diskutierten mit weiteren Fluggästen über Gott und die Welt und überstanden, eingehüllt in herrlich schmeckenden Rauchschwaden auch die obligaten Turbulenzen auf gewissen Flugstrecken.

    Amüsiert erinnere ich mich auch noch an einen Flug in die Türkei. Leider waren beim Einchecken sämtliche Raucherplätze bereits ausgebucht und ich musste mit der Nichtraucherzone vorlieb nehmen. Während dem ganzen Flug war ich eingehüllt in türkischen Rauchschwaden. Vorn, hinten und neben mir wurde in vollen Zügen geraucht oder zutreffender, gepafft! Als Gast soll man sich den Ländersitten anpassen. Das habe ich auch gemacht und das Kraut in meiner Pfeife in Glut versetzt.

    Auch in Tunesien habe ich mich den Gepflogenheiten des Landes angepasst. Und dazu gehört nun mal das rauchen einer Wasserpfeife. Einheimische haben mich in die Geheimnisse des Wasserpfeifenrauchens eingeführt. Allein das auswählen des Tabaks aus unzähligen Sorten und das ganze Prozedere beim anzünden der Pfeife macht Spaß. Der anschliessende Genuss ist vorprogrammiert!

    Als inzwischen pensionierter Zugfan muss auch ich mich der Mehrheit fügen. Leider gilt das Rauchverbot in Zügen inzwischen nicht nur in der Schweiz sondern auch auf historischen Strecken wie der Transsib. Und das in normalen Linienzügen mit den obligaten Zigarettenschmugglern. Dank Wodka inmitten von Einheimischen kann man jedoch auch eine mehrtägige Bahnfahrt genussvoll überstehen.

    Ein Eldorado für Raucher war der Geheimtipp Kuba. Und solange die Kubaner mit oder ohne „Fidel“ noch ihre Cohibas, Montecristos, Romeo y Julietas, Partagos, & Co qualmten, war die Welt, wenigstens in dieser Beziehung auf diesem „Inselchen“ noch in Ordnung. Bei den Kubanern gehörte der Genuss einer Zigarre wie die Musik zum Lebensgefühl. Ein Kubaner sagte mir einmal: Eine Zigarre raucht man nicht, man genießt sie! Leider ist das alles Schnee von gestern. Ab Februar 2005 ist das Rauchen auf diesem paradiesischen „Inselchen“ stark eingeschränkt. Und Kuba ist auf dem besten Weg, wieder auf den Vorrevolutions-Status zurückzufinden. Mit anderen Worten: Von der Mafia kontrolliertes USA-Bordell!“

    Auch in unseren Breitengraden ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das Rauchen in sämtlichen Gaststätten und öffentlichen Gebäuden per Gesetz verboten wird. In den Kirchen muss das Verbot nicht mehr durchgesetzt werden. Papst Urban VIII, veranlasste schon zu seiner Zeit, das „Teufelszeug“, dessen Qualm sogar den Weihrauch übertrumpfte, per päpstlicher Bulle aus den Gotteshäusern zu verbannen.

    Etwas Hoffnung lässt lediglich folgende Feststellung — frei nach dem Motto: „es geht auch so!„ aufkommen:

    Kurztrip nach Marbella (SP). Wie immer besuchte ich mein urgemütliches Stammlokal (ein Familienbetrieb) das vorwiegend von Einheimischen aus dem Quartier frequentiert wird. Beim Eingang ein vergilbter Anschlag der darauf hinweist, dass gemäss gesetzlichen Bestimmungen in diesem Lokal nicht geraucht werden darf. Also alles klar! Nicht ganz — in meinem Stammlokal wird geraucht wie eh und je! Kein Gast reklamiert. Überzeugte Nichtraucher (vorwiegend Ausländer!) meiden das Lokal und die Raucher sind zufrieden und meiden Lokale in denen konsequent nicht geraucht werden darf. So einfach ist das — und alle, inkl. die Wirtefamilie sind zufrieden!

    Mit den Worten des Genießers Winston Churchill „Cigars, no Sports!“ schließe ich meinen nostalgischen Rückblick.

  43. Profile Pic
    Beat Itman

    meine eigene infantile reaktion auf so einen todlangweiligen text wäre bei mir eigentlich, dass ich sofort mit dem rauchen beginne. dummerweise schmeckt es mir einfach nicht und somit bleiben mir eben nur das che-poster und die turnschuhe….

  44. Claudia Meier

    Ich habe mich beim Lesen die ganze Zeit gefragt, ob der Text ernst gemeint ist, oder ob der Autor nur provozieren oder sich über uns Leser lustig machen will. Nun tendiere ich zu der Annahme, dass der Artikel ernst gemeint ist. Der Autor ist offenbar hauptberuflich Werber, und wenn man sich die meist infantile (manche sagen auch debile) Werbung anschaut, dann wird es vielleicht verständlicher. Ich glaube nicht, dass es sich um Provokation oder eine Lachnummer handelt – ich glaube, die sind wirklich so.

  45. BrandySimpson19

    One knows that life seems to be expensive, however we require money for various stuff and not every person gets enough cash. So to receive fast loans and just college loan will be a correct solution.

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