01.06.2007 von Alice Schwarzer , 11 Kommentare
Woran erkennen wir, ob ein Bild oder ein Text pornografisch ist? An der Menge der Haut, die zu sehen ist? Nein. Daran, dass es um Sex geht? Nein. Am Grad der Erotik? Schon gar nicht, im Gegenteil. Wir erkennen Pornografie an der Verknüpfung von sexueller Lust mit der Lust an Erniedrigung und Gewalt – und zwar für Täter wie Opfer. Was das Gegenteil von Erotik ist, bei der es keine Hierarchie gibt, nichts festgelegt ist, sondern alles offen.
Der Begriff Pornografie stammt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet ursprünglich «über Huren schreiben». In der Pornografie von heute geht es nicht mehr nur um «Huren», sondern um alle Frauen. Sind jetzt alle Frauen Huren? Drei Beispiele, die eine Antwort auf die Frage geben:
Dolce & Gang Bang
Beispiel 1: Die Frau liegt im schwarzen Badeanzug an einem surrealistischen, menschenleeren Strand auf dem Rücken, die Augen wie ohnmächtig halb geschlossen, den grellroten Mund leicht geöffnet. über sie gebeugt ist ein Mann, mit nacktem, muskulösem Oberkörper, er drückt die Arme der Frau auf beiden Seiten nieder. Daneben steht ein zweiter halb nackter Mann, drei weitere (noch) angezogene Männer nähern sich. Die Stimmung ist unheimlich, ja bedrohlich. Das Ganze ist eine Werbung von Dolce & Gabbana – für Jeans und Badeanzüge, veröffentlicht im Frühling 2007.
In Spanien protestierte das Frauenministerium gegen die Anzeige, sie musste zurückgezogen werden. Das Gleiche in Italien, wo sich auch Amnesty International dem Protest anschloss und die grösste Gewerkschaft mit einem Boykott der Marke drohte, wenn Dolce & Gabbana sich nicht entschuldige. Sie taten es. übrigens: Gang Bang, Gruppenvergewaltigung, ist eines der beliebtesten Pornomotive und boomt im Leben vor allem in Italien seit Mitte der Siebziger, in direkter Reaktion auf die «Donne in Revolte».
Beispiel 2: Sie liegt in der Herrentoilette auf dem Rücken, die gespreizten Beine Richtung Pissoirs. Allein.
Ihre Augen sind weit aufgerissen, die Pupillen haben die Starre einer Toten. Sie trägt Modeschmuck, Ohrringe und eine dreireihige Perlenkette, dazu eine schwarz-rote Weste, einen rosa Rock, Netzstrümpfe an Strapsen und goldene Pumps. Auf dem Boden neben ihr liegt ihre Jacke und die geöffnete Handtasche, aus der rosa Perlen quellen. Also kein Raubmord. Ein Lustmord. Die «Spiegel»-Bildzeile zu dem Foto lautet: «Tatort Toilette: Shinohara Ryoko, tot auf dem Herrenklo, in einem Kleid von Vivienne Westwood». Aufgenommen von dem Modefotografen Izima Kaoru, der, ganz wie seine Kollegen Nobuyoshi Araki und Helmut Newton, längst als museumswürdig gilt. Kaoru ist nicht irgendein Modefotograf, sondern ein «Künstler», was wir schon daran erkennen sollen, dass er seine Models «Ort und Art ihres Todes frei wählen lässt», wie der «Spiegel» zu berichten wusste.
Dieses Foto und weitere rissen eine Journalistin der «Süddeutschen Zeitung» zu der schwärmerischen Anmerkung hin: «Trotz ihrem gewaltsamen Tod vermitteln alle Frauen eine subtile Erotik, die die Fantasie des Betrachters nährt.» Wessen Fantasie? Die des Herrn, der das Kleid zwar bezahlen musste, dafür aber wenigstens davon träumen darf, dass er sie im Männerklo kaltmacht? Oder die der Dame, der ganz heiss wird, wenn sie an ihren Preis denkt für ihr Eindringen in die Männerdomäne Männerklo?
In Frankreich musste die Projektion von ebenfalls unter dem Label «Kunst» präsentierten Folterpornos von Kaorus Vorbild Araki, der seine Karriere im Porno-Underground begonnen hatte, auf dem Fotofestival in Arles 1996 wegen anhaltender Proteste des Publikums abgebrochen werden. «Das sind ja KZ-Fotos», rief eine empörte Pariser Galeristin. Die Ausstellung «Tokyo Novelle» wanderte von da aus ins Kunstmuseum Wolfsburg. Unbeanstandet. Besonders in Deutschland funktioniert das gut: Es muss nicht Kunst sein, es muss nur Kunst draufstehen. Dann ist alles erlaubt. Die Pornografen wissen das seit Jahrzehnten zu nutzen.
Und noch ein drittes, nur scheinbar ganz anderes Beispiel: Sido, der brutalste unter den deutschen Brutalo-Rappern, tritt auf. Im Saal Jungen wie Mädchen, sie kreischen gemeinsam zu Sidos «Arschficksong». Der geht so: «Es fing an mit 13 und ner Tube Gleitcreme / Da braucht man nicht erst lockern, sondern kann ihn gleich reinschieben / Kathrin hat geschrien vor Schmerzen, mir hat es gefallen / Ihr Arsch hat geblutet, und ich bin gekommen. / Seit diesem Tag singe ich den Arschficksong.» Und die Mädchen singen mit. Sie halten das für «geil», sie sind solche Sprüche gewohnt. «Ich fick dich in den Arsch» ist heute Standard auf den Schulhöfen der Hauptschulen und nicht nur der.
Hassobjekt Powerfrau
Als Sidos Kollege Bushido vor zwei Jahren röhrend ankündigte, er wolle «Tunten vergasen», da ging ein Aufschrei durch die öffentlichkeit. MenschenrechtlerInnen und Homo-Organisationen protestierten bei der Plattenfirma Universal. Mit Erfolg. Bushido musste sich für seine «Dummheit» entschuldigen und die entsprechende Textstelle auf dem schon fertigen Album streichen. Gegen den allgegenwärtigen Frauenhass der Brutalo-Rapper protestieren keine Menschenrechts-Organisationen. Schwulenhass scheint eben politisch unkorrekter zu sein als Frauenhass.
Ja, alle Frauen sind Huren. Zumindest suggeriert uns das der Blick, der auf ihnen ruht. Während die Frauen selbst zunehmend zum Subjekt ihres Lebens werden, macht der Blick der männerdominierten Kulturindustrie sie verstärkt zum Objekt. Wir kennen das aus der Politik: Propaganda kann schwerer wiegen als Realität. Und Pornografie propagiert nicht zufällig in Zeiten der zunehmenden Gleichberechtigung Frauenverachtung und Frauenhass – ihr liebstes Objekt ist dabei die Powerfrau.
Vergewaltigung, Folter und Frauenmord grassieren seit Jahrzehnten in Popkultur, Film und Werbe- beziehungsweise Modefotografie. Würden solche Fotos, Filme und Texte zum Beispiel mit Schwarzen inszeniert – also der augenrollende Neger mit dem Rhythmus im Blut, der gerne seinem Herrn dient und vom Ku-Klux-Klan ganz sexy aufgehängt oder von Glatzen dekorativ zusammengeschlagen wird –, dann kämen solche Bilder selbstverständlich gar nicht erst auf den Markt, sondern würden schon vorab als «rassistisch» indiziert, beziehungsweise sie wären nur illegal zu konsumieren. Aber in dem Fall sind es ja nur Frauen, und das hat bisher bestenfalls ein paar Feministinnen und Gleichgesinnte empört.
Das Grauen kommt
Und Achtung! Bis jetzt war nur von der pornografisierten Kultur die Rede und noch nicht von der Ware, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts als «Pornografie» gehandelt wird. Da geht es noch härter zu. Der grösste Pornomarkt ist heute das Internet. So fanden sich im März 2007 in der Internet-Suchmaschine Google unter dem Stichwort «Sex» 377 Millionen Links, bei Yahoo 499 Millionen, und unter «Pornography» 17 Millionen Links, bei Yahoo 80 Millionen! Die beiden Genres lassen sich aufgrund der umfassenden Pornografisierung der Sexualität allerdings kaum noch auseinanderhalten.
Prinzipiell könnte der virtuelle Raum selbstverständlich auch im sexuellen Bereich neue Freiheiten eröffnen – aber er birgt eben auch neue Gefahren. Darauf deutet schon die Tatsache hin, dass 82 Prozent der «häufigen Internetnutzer» Männer sind.
Die neue Dimension des Mediums ist die Interaktion. Hier wird Pornografie oft nicht mehr nur passiv konsumiert, sondern auch aktiv produziert und interaktiv konsumiert. Ein Effekt, der die Intensität der Wirkung verstärkt. Die Trennung zwischen «virtuell» und «real», wie sie von manchen noch gemacht wird, ist in Wahrheit unhaltbar. Denn das wichtigste menschliche Sexualorgan ist das Gehirn – und das ist im Internet voll im Einsatz.
Allerdings ist die Wirkung nicht bei jedem gleich. So veröffentlichte das Hamburger Institut für Sexualforschung 2006 ein Résumé internationaler Studien, die beweisen: Die Wirkung von Pornografie hängt von zahlreichen Faktoren ab. Angefangen bei der situativen Verfassung des Konsumenten (ob gelassen oder wütend, nüchtern oder betrunken) bis hin zum familiären Milieu und kulturellen Kontext (ob aus Gewalt- oder aus emanzipierten Verhältnissen, geliebt oder traumatisiert).
Die höchste Risikogruppe ist die mit einer «feindseligen Männlichkeit und Promiskuität», also Männer mit einem hohen Frauenkonsum plus niedriger Meinung und aggressiver Haltung zu Frauen. Eine amerikanische Studie von Malamuth/Addison/Koss mit 1713 repräsentativ ausgewählten Studenten ergab: Rund jeder achte Mann gehört zu dieser Höchstrisikogruppe. übrigens, alle diese wissenschaftlichen Studien werden quasi ausschliesslich mit Männern gemacht. Grund: Es sind fast nur Männer, die Pornografie konsumieren beziehungsweise sexuelle Gewalt ausüben.
Im Frühling 2007 schlug der Münchner Neuropsychologe Prof. Henner Ertel Alarm. Sein Institut für rationelle Psychologie macht seit dreissig Jahren Langzeitstudien zu den Auswirkungen von Pornografie. Bei der Auswertung der Daten aus den letzten zwanzig Jahren stellten die WissenschaftlerInnen «eine dramatische Entwicklung in den letzten fünf Jahren» fest: «Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen.» Die Psychologen registrieren veränderte Verhaltensweisen – «Gewalt ist heute ein legitimes Mittel, Ansprüche durchzusetzen» – und die Neurologen Veränderungen im Gehirn: «Das Gehirn passt seine Verarbeitungsstrategien an und schützt sich gegen die Flut von Gewalt und Pornografie durch Abstumpfung.» Ertel: «Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen. Sexualität ist heute für die Mehrheit der jungen Männer, aber auch für viele junge Frauen unlösbar mit Gewalt verknüpft. Wobei die Männer sich mit den Vergewaltigern identifizieren, die Frauen mit den Vergewaltigten.»
Kein Mitleid mit Porno
Zusätzlich alarmierend: Nicht nur die sexuelle Kommunikation, auch das allgemeine Einfühlungs- und Mitleidensvermögen sinkt bei den KonsumentInnen von Pornografie rapide, und KonsumentIn ist heute die überwältigende Mehrheit unter den Jugendlichen. Verantwortlich sind die Medien, allen voran das Internet.
Steuern wir auf eine herz- und seelenlose Zukunft zu?
Einige Monate zuvor, im Februar 2007, war der «Stern» hochgeschreckt. In seiner Geschichte «Voll Porno» beklagte das Blatt die «sexuelle Verwahrlosung», vor allem der «Unterschicht», infolge des Pornokonsums (was so nicht zutrifft: Es betrifft alle Schichten). Bisher habe sich ja leider niemand dafür interessiert, wie der Pornokonsum «die Sexualität und die Persönlichkeit verändert», klagte das Blatt. Dabei sei das so alarmierend, dass jetzt sogar Pädagogen, Sexualwissenschaftler und Hirnforscher warnen und nicht nur «verklemmte Spiesser, Fundamentalfeministinnen oder prüde Kirchenmänner».
Mit «Fundamentalfeministinnen» sind wohl «prüde Emanzen» wie ich gemeint, die nicht erst 2007, sondern bereits 1977 vor der Pornografie und ihren Folgen warnten, nicht zuletzt vor der Pornografie im «Stern». Schade eigentlich. Schade, dass ausgerechnet das Blatt, das durch den 1978 von «Emma» initiierten Prozess gegen seine pornografischen, frauenerniedrigenden Titelbilder eine so historische (wenn auch wenig rühmliche) Rolle beim Kampf gegen die Pornografisierung von Medien und Kultur gespielt hat, die Entwicklung und Forschung der letzten dreissig Jahre glatt verpennt hat. Oder auch einfach nicht für so wichtig hielt.
Aber damit steht der «Stern» nicht allein. Erst allmählich, nach der nicht mehr rückgängig zu machenden Pornografisierung mehrerer Generationen – und den alltäglichen Fällen vergewaltigender und mordender Männer, die die konsumierten Pornos spiegelgleich im Leben nachstellen –, erst jetzt kommt Sorge auf. Jetzt, wo es vielleicht zu spät ist.
Doch reden wir zunächst vom Geschäft. 1998 hat «The Economist» den weltweiten Handel mit Pornografie auf rund 20 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr geschätzt. Seither boomt es. 2006 wurde allein für die USA der Umsatz nur mit Pornofilmen auf 9 bis 12 Milliarden Dollar geschätzt.
Und, Good News: Als zweitgrösster Pornomarkt der Welt gilt Deutschland, direkt nach den USA. Monatlich erscheinen in Deutschland über tausend neue Porno-DVDs. Der deutsche Jahresumsatz allein im DVD-Bereich wird zurzeit auf 800 Millionen geschätzt, Tendenz steigend. Bei der – dank dem billigen Menschenmaterial – branchenüblichen Gewinnspanne von 500 bis 1000 Prozent sind das Summen, die sich die Profiteure ungern entgehen lassen.
Steif und stumpf
Es erschliessen sich immer neue Märkte. Zum Beispiel die Handy-Pornografie, die stramm auf dem Vormarsch ist und für die Analysten für das Jahr 2009 einen Umsatz von 2 Milliarden Dollar prognostizieren. Klar, dass dieser Markt schon lange nicht mehr nur in Schmuddelhänden und auch nicht mehr nur Sache der Mafia ist. Pornoaktien werden hoch gehandelt an den Börsen. Und der Boom ist dank den neuen Medien nicht aufzuhalten. Die neuen Medien verdanken überhaupt nur der Pornografie ihre Expansion. Ohne dieses lukrative Pornogeschäft hätten sich Video, DVD oder Internet gar nicht in dieser rasenden Geschwindigkeit entwickeln und verbreiten können.
In dieser rundum pornografisierten Kultur muss sich die eigentliche Pornoindustrie immer stärker spezialisieren. Neben den sogenannten Features, in denen die Geschlechtsakte noch mit einer dürftigen Story bemäntelt sind, machen heute vor allem Gonzos Kasse: In Gonzos wird nur noch gerammelt, in alle Löcher und in Nahaufnahme. Versteht sich, dass die Auswirkungen auf die sexuellen Fantasien vor allem der noch formbaren Jugendlichen entsprechend sind, vor allem, da Pornogucken unter «echten» Jungen schon lange Pflicht ist: Wer nicht mitmacht, gilt als Memme beziehungsweise als «schwul». PädagogInnen berichten heute von sechsjährigen Jungs, die Vergewaltigung spielen, und elfjährigen Mädchen, die beunruhigt sind, weil sie noch nie Sex hatten. Das ist kaum noch zurückzuholen.
Es hätte nicht so weit kommen müssen. Schliesslich warnen nicht nur «Fundamentalfeministinnen», sondern auch Pädagogen, Psychologen und Kriminologen schon seit Langem, genau gesagt seit dreissig Jahren. Und nun kommen auch noch die Neurobiologen hinzu. So bestätigt Klaus Mathiak von der Universität Aachen dem «Stern»: Selbstverständlich sei die «Katharsis-Hypothese widerlegt», also die Annahme, dass der Pornokonsum die sexuelle Spannung abbaut. «Wir wissen, solche Filme wirken eindeutig verstärkend.» Auch das hätte man seit Langem wissen können. Mathiak weiter: «Vom Anblick leidender Menschen sexuell stimuliert zu werden, dazu muss man die Empathie ausschalten, sonst wirkt es nicht. Und das muss man erst lernen – indem man es immer und immer wieder anschaut.» Indem man immer und immer wieder Gewaltpornos konsumiert – oder im Internet surft, Computerspiele macht oder in Zeitschriften blättert, schon das genügt.
Der permanente Pornokonsum prägt also nicht nur die Software, das Begehren, sondern wird auch auf der Festplatte gespeichert, im menschlichen Gehirn. Die Spuren des veränderten Begehrens nach Pornokonsum können heute physiologisch nachgewiesen werden. Und auch in dem Bereich gilt die Wechselwirkung zwischen Prägungen und Festschreibungen.
Dass es einen Zusammenhang zwischen Fantasie und Tat gibt, ist beim Sexismus so selbstverständlich wie beim Rassismus oder Antisemitismus. Für die beiden letzteren Gruppen wird das auch schon lange nicht mehr geleugnet, Hasspropaganda gegen «fremde Rassen» oder Juden wird gesetzlich geahndet. Nur beim Sexismus scheint das dem Gesetzgeber bisher nicht der Rede wert, dabei legt gerade der das Fundament des gesamten hierarchischen Denkens. Warum sollte ein junger Mann, der seine geprügelte Mutter und die missbrauchte Schwester verachtet, Respekt vor Fremden haben?
Was in diesen letzten dreissig Jahren ebenfalls nicht bedacht wurde, ist: Der pornografisierte Mann desensibilisiert sich nicht nur gegenüber den Frauen (beziehungsweise den in einen Frauenpart gestossenen Männern), sondern er verliert die Empathiefähigkeit für alle Menschen und Lebewesen. Verschärfend kommt hinzu, dass bereits die Gewalt an sich sexualisiert ist, dank der systematischen Verknüpfung von Sexualität und Gewalt. Darum spielt es zum Beispiel eigentlich auch keine Rolle, ob die Frauenleiche davor oder danach noch vergewaltigt wurde – es kann auch ohne diesen Akt ein «Lustmord» gewesen sein, wie es so nett heisst.
Stopft ihr das Maul
Das alles könnte seit Langem im öffentlichen Bewusstsein sein, und entsprechende Massnahmen hätten schon vor dreissig Jahren ergriffen werden können. Denn bereits in den Siebzigerjahren reagierte die Wissenschaft auf den, nach de Sade Anfang des 19. Jahrhunderts, zweiten Schub der Demokratisierung von Pornografie mit ersten Erforschungen der Folgen. Zunächst in Amerika, wo die Sensibilisierung durch Feministinnen früher begann als in Europa und wo zum Beispiel der Psychologe Prof. Edward Donnerstein eine Untersuchung mit männlichen Studenten nach dem bekannten Milgram-Experiment machte. Dabei werden Menschen aufgefordert, ihnen Unbekannten für deren angebliches Versagen zur Strafe Stromstösse zu versetzen (sie wissen nicht, dass der Strom nicht angeschlossen ist). Donnerstein zeigte der ersten Gruppe vorher eine Szene aus einer Talkshow, der zweiten eine Sexszene und der dritten einen Hardcore-Porno mit Vergewaltigung. Die Probanden der dritten Gruppe «bestraften» ihr Opfer viel härter für deren «Versagen» als die der anderen Gruppen – allerdings bestraften sie nur die Frauen. Später variierte Donnerstein das Experiment und zeigte zweierlei Pornos: solche, in denen Frauen ihre Schmerzen zugaben – und solche, in denen die Frauen die Gewalt «genossen». Mit dem Resultat, dass die Probanden der zweiten Gruppe ihre Opfer noch härter malträtierten als die anderen. Und genau das suggeriert ja auch der klassische Porno: dass die Opfer es auch noch geniessen.
In den Achtziger- und Neunzigerjahren gab es dann eine ganze Reihe von Wirkungsforschern, die viel über das Ausmass des Pornokonsums und seine Auswirkungen herausfanden, auch in Deutschland. So belegte der Bamberger Psychologe Prof. Herbert Selg, dass der Kartharsis-Effekt unhaltbar ist und Pornografie keine Aggressionen abbaut, sondern sie im Gegenteil erzeugt. Und der Neuropsychologe Prof. Henner Ertel stellte schon 1990 bei der Befragung von 9000 Männern und Frauen fest, dass die Mehrheit der Jungen nicht nur frei zugängliche, sondern auch indizierte Pornografie konsumiert. Er warnte schon damals vor dem «Abstumpf-Effekt», der bereits beim Konsum von drei, vier Pornos in der Woche eintritt, und der
«Gefahr, die eine Erotisierung von Gewalt mit sich bringt» – und sieht sich jetzt knapp zwanzig Jahre später dramatisch bestätigt.
Bereits 1988 kannten 82 Prozent der 1400 befragten Grundschüler Pornos, doch die Mädchen waren «Gewaltdarstellungen in Medien gegenüber kritischer eingestellt» (so der Augsburger Pädagoge Prof. Werner Glogauer). Und laut einer Untersuchung des Hamburger Instituts für Sexualforschung hatten Anfang der Neunzigerjahre lediglich vier von zehn Frauen zwischen 18 und 65 schon mal einen Porno gesehen, zwei von drei fanden ihn «ekelerregend» und «abstossend».
Die immer wieder unterstellte Freude von Frauen an Pornografie hält sich bis heute in Grenzen. Wenn sie überhaupt gucken, dann meistens Männern «zuliebe». Und die ab und an propagierten «Pornos für Frauen» sind genauso plötzlich wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht waren. Sie sind auch ein Widerspruch in sich. Denn die rein genitale Sexualität ist traditionell eher Männersache, Frauen funktionieren erotisch komplexer. Das direkt Genitale und die Gewalt sind jedoch das Wesen von Pornografie – was sich für Frauen nicht einfach umdrehen oder zwischen Frauen kopieren lässt.
Dass der Pornoboom eine direkte Reaktion auf die Emanzipation ist, zeigt auch seine Geschichte. Der erste berühmte und gesellschaftsfähig gewordene Pornofilm war 1972 «Deep Throat». In diese Zeit, in der der «Women’s lib» Furore machte und die Frauen der westlichen Welt «ihre» Sexualität entdeckten – und mit ihr das zentrale weibliche Sexualorgan, die Klitoris –, war dies nicht zufällig die «Story» des Films: Die weibliche Hauptdarstellerin Linda Lovelace hatte die Klitoris nicht zwischen den Schamlippen, sondern – im Rachen. Es durfte ihr also das Maul gestopft werden. Der Film, dessen Produktion 25 000 Dollar gekostet hatte, spielte 6 Millionen ein. Und es galt als fashion, ihn zu sehen, also standen auch Jack Nicholson und Jackie Kennedy in New York in der Schlange an der Kinokasse.
Es gibt nur eine Antwort
Zwanzig Jahre später veröffentlichte Linda Lovelace alias Linda Boreman in einer Autobiografie ihre Wahrheit. Das Mädchen aus strengem, puritanischem Hause hatte sich mit 20 in den Ex-Marine und Vietnam-Veteranen Chuck Traynor verliebt. Der holte sie raus aus dem Elternhaus und rein ins Rotlicht-Mileu; das erste Mal mit fünf Geschäftsmännern in einem Hotelzimmer. «Zieh deine Kleider aus oder du bist eine tote Nutte», herrscht Traynor die ahnungslose Linda an. Von nun an wird sie unter seinen Schlägen sein williges Werkzeug. Er prügelt sie auch auf dem Set grün und blau und zwingt sie, mit vorgehaltener Pistole, zum Sex mit Hunden (eine in Diktaturen gängige Foltermethode für Frauen). Ihren Rachen weitet er für «Deep Throat» mit einem Gartenschlauch. Der Film gilt bis heute als Meilenstein im Kampf gegen das prüde Amerika – und wurde zum Auslöser des Protestes von Feministinnen gegen Pornografie.
Was also tun in dieser durch und durch pornografisierten Welt? Es gibt nur eine Antwort: Den Sexismus ernst nehmen. So ernst wie den Rassismus zum Beispiel. Wer das durchdekliniert – vom Theater und Museum über Mode und Werbung bis hin zur DVD und dem Internet –, der begreift, dass gehandelt werden muss. Auf allen Ebenen.
Ob der Zug noch zu stoppen oder mindestens abzubremsen ist, das werden wir in den kommenden Jahren sehen. Abgefahren ist er auf jeden Fall schon längst. Die von Psychologen und Neurologen konstatierte Brutalisierung des sexuellen Begehrens hat epidemische Ausmasse. Und der weit darüber hinausgehende Verlust von menschlicher Empathiefähigkeit spiegelt sich nicht nur emotional, sondern längst auch neural. Diese Unfähigkeit, mitfühlend mit Menschen zu sein, ist seit mehreren Generationen schon ins Gehirn gebrannt – die Folgen entnehmen wir täglich den Medien beziehungsweise erleben sie nebenan oder am eigenen Leib.
Auch die Männer, das (zwangs)pornografisierte Geschlecht, haben also längst ein existenzielles Interesse daran, den Hebel umzuwerfen.

Alles Weitere spielt sich hier im Kopf ab. | Bild: Gabriela Domeisen

Bild: Gabriela Domeisen

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Ein Artikel den ich ungeteilt und mit ganzem Herzen begrüsse.
Einzig die Einschätzung, dass die neuen Medien nur der Pornographie ihre Expansion verdanken ist eine Übertreibung.
Hier schiesst der Schriftstellerin doch klar über die Latte. Wie auch Freud alles versuchte mit den „3 Trieben“ zu erklären was man aber später dann doch klar Entwicklungspsychologisch relativierte, scheint mir auch hier eine Fokussierung daher eine begrenzte Wahrnehmung der Fall zu sein. Zu vielschichtig und wichtig ist zum Beispiel das Internet, als dass man seine Verbreitung den Pornos zuschreiben könnte. Vielmehr schient mir trotz der enormen Anzahl von Seiten und dem Umsatz der damit erzielt wird diese Schiene eine Nebengeschichte zu sein, was die Ausbreitung des Internets anbelangt. Ebenso ist die Vielfalt and Filmen und anderem bei DVD einfach zu gross als dass man nun die Ausbreitung auf die Pornos reduzieren könnte. Letztendlich spielen sie doch auf einem Nebenschauplatz und nicht in den grossen Kinos.
Und wahrscheinlich sind dann die Umsätze bzw. der Marktanteil verglichen mit dem grossen Kino insgesamt doch eher wieder klein.
Nichts desto trotz trifft der Artikel ins Schwarze wenn man die gesamte Lage betrachtet; insbesondere den Anstieg im Konsum von Pornos sowie ihre Art (immer mehr und härter) und die gesamten daraus folgenden gesellschaftlichen Konsequenzen analysiert.
Gut, was Alice Schwarzer schreibt. Aber sie und andere Feministinnen waren nicht die Ersten, die vor Pornografie gewarnt haben. Es waren Christinnen und Christen, und/oder andere "MoralistInnen", schon jahrhundertelang. Das ist nun allerdings egal. Wichtig ist: Schwarzer hat recht. Und: es geht halt immer auch um Moral. "Moral" wurde lange genug lächerlich gemacht. Es wurde so viel an Werten abgetragen, welche eine Gesellschaft zusammen halten, dass es nun schwierig ist, Moral plötzlich wieder zu fordern. Vielleicht ist es schon zu spät. Wenn nicht, dann wird es nicht ohne Verbote und Einschränkungen gehen. So wie das halt in allen menschlichen Bereich notwenig ist. An die Vernunft zu appellieren wird nicht reichen. Ein Thema, das es Wert ist, gründlich behandelt zu werden.
Dieses in apokalyptischem Ton vorgetragenes Pamphlet gegen die Pornografie, wirkt in seiner Mischung aus Halbwahrheiten, Statistik und selbstgerechtem „Ich hab’s ja schon immer gesagt“ etwa so halbseiden, wie das Geschäft, welches damit an den Pranger gestellt werden soll. Die Meinungen von Neurologen und Psychologen zum Thema sind weit weniger einhellig, als hier der Anschein gemacht wird. Und einmal mehr muss Linda Lovelace (alias Boreman) als pièce de resistance der Porno-Kritk herhalten – dabei wird natürlich die tragische Nachgeschichte verschwiegen, wie die Darstellerin nach ihrem Ausstieg aus dem Pornogeschäft von feministischen Aktivistinnen zunächst instrumentalisiert und dann fallengelassen wurde. Besonders enttäuschend aber ist, dass Alice Schwarzer in ihrem Text nichts schreibt, was nicht bereits in ihrem Buch „PorNo“ von 2001 geschrieben stände. Es gäbe zum Thema andere und weitaus komplexere Untersuchungen von feministischer Seite, etwa von der Philosophin Judith Butler oder der amerikanischen Rechtswissenschaftlerin Drucilla Cornell, deren Buch „Die Versuchung der Pornographie“ bereits seit 1997 auch auf Deutsch vorliegt. Wie fadenscheinig wirkt demgegenüber Alice Schwarzers simplifizierende Angstmache. Sie leistet dem wichtigen Anliegen des Feminismus damit einen Bärendienst.
Alice Schwarzers Text wider die Pronographie ist so klug wie auch nötig. Die Bebilderung der Story scheint mir jedoch weder das Eine noch das Andere zu sein. Der ach-so künstlerisch schwarzweiss entfremdete Barbie-Sex ist weder originell noch verstörend oder sonst wie anregend. Die Fotos scheinen eher darauf hinzudeuten, dass die Redaktion den Magazin-Lesern nicht zutraut einen Artikel über Pornographie auch ohne das ach so obligate ikonografische Beigemüse zu lesen. Eine wahrlich lendenlahme Kapitulation vor dem Corpus Delicti!
Dieses Essay ist nichts anderes als eine Hetzschrift gegen Pornografie.
Alice Schwarzer geht es nicht um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit, sondern um ihr Lieblingsziel: ein komplettes Verbot von Pornografie. Ihr wichtigstes Mittel dabei: die Gleichsetzung von Pornografie mit Gewalt. So bedeutet "Gang Bang" Gruppensex und nicht Gruppenvergewaltigung, was für Frau Schwarzer freilich dasselbe ist. Damit und mit diversen üblen Unterstellungen zieht sie Konsumenten von Pornografie in den Schmutz. Wem die Freiheit des Individuums und der Kunst am Herzen liegt, muss sich gegen Alice Schwarzers Diffamierungskampagne zur Wehr setzen.
Endlich mal ein Text, der ungeliebte, allzu oft ignorierte Fakten auf den Tisch legt, die absolut bedenklich sind und schon längst im ganz normalen Leben wiederspiegelt werden!
Als Gymnasiastin treffe ich leider selten Menschen, schon gar nicht meines Alters, an, die sich ernsthaft zu dieser Entwicklung Gedanken machen, was meiner Ansicht nach diese Tatsachen nicht verbessert, sondern Mitursache der unreflektierten Verbreitung einer menschenverachteten Industrie ist.
Ich frage mich allerdings, was dagegen unternommen werden könnte, denn die Fakten sind beängstigend.
Schon seit geraumer Zeit wird die erniedrigende Sexualbehandlung von Frauen, übrigens meiner Ansicht nach aber auch von Männern und Kindern, mit falscher Toleranz geduldet, unter den Deckmantel der Kunst geschoben oder schlichteg bagatellisiert!
Es ist traurig mit anzusehen, was die sogenannte Sexuelle Revolution erreicht, oder eben nicht erreicht hat! Im Zeitalter des Individualismus würde ich mir etwas mehr Menschenwürde wünschen!
Ja, natürlich Frau Schwarzer, ist der sogenannte Katharsis-Effekt beim Pornokonsum ein Unsinn. So wie der Sport nicht zum Aggressionsabbau führt sondern aufgeilt. Aber, setzen Sie doch Ihre Thesen auch einmal in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang. In einer vom Neoliberalismus geprägten Welt ist Empathie nur ein Karrierehinderungsgrund.
Ein durchschnittliches Leben in einer Genossenschaftssiedlung führend, mit einer liebenswerten Frau und zwei ebensolchen Kindern, lasse ich täglich den Blick durch das Fenster meines Wohnzimmers in den Gartensitzplatz mit seinen Grünflächen, selbst angebauten, mehrjährigen Kräutern und Beerensträuchern schweifen. Ein kleines Paradies also. Nun muss ich mit grossem Schrecken und tiefer Anteilnahme für die betreffenden Opfer, im Artikel von Frau Schwarzer von „den alltäglichen Fällen vergewaltigender und mordender Männer, die die konsumierten Pornos spiegelgleich im Leben nachstellen“ erfahren. Inständig bleibt mir zu hoffen, dass die Autorin selbst auch mal meine bescheidene, aber gängige Idylle erleben durfte und nicht ihre schönsten Jahre in einer so gefährlichen und sexophilen Müllhalde verbringen musste. Ihre geradezu verbissene Mission, einer unter immer grösser werdenden pornografischen Gewaltspirale leidenden Frauenwelt, straft bereits die Geschichte Lügen. Schon im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung zelebrierte der römische Kaiser Caligula in grausamster Weise sexuelle Orgien. Es ist wohl kaum anzunehmen, dass unter den damalig betroffenen Protagonistinnen immer eitel Freude herrschte! Die Meinung von Frau Schwarzer, die Pornographie hätte in den letzten 30 Jahren dramatisch zugenommen, ist rein spekulativ. Zugenommen hat einzig die Transparenz derselben durch die modernen Medien – und Frau Schwarzers Bankkonto
So glaubwürdig Alice Schwarzers Warnruf bezüglich der Folgen der Pornografisierung klingt – es könnte frau noch tiefer schürfen. Denn zum einen ist die omnipräsente Pornografie ja nur eines von vielen ähnlichen Übeln, welche unsere Gesellschaft ernsthaft gefährden; zu nennen wären etwa die Trivialisierung und Infantilisierung eines grossen Teils der Medienwelt, die Barbarisierung des öffentlichen Raumes sowie eine alles durchdringende Kommerzialisierung, die – zum Beispiel im Bereich des Sports – wohl noch um einiges radikaler ausgefallen ist als man sich das noch vor wenigen Jahren hätte vorstellen können. Zum andern aber ist all das ja die Frucht einer unheiligen Allianz zwischen rein gewinnorientierten Wirtschaftsliberalen und denjenigen Exponenten der (vornehmlich linken) Intelligenzija, welche – in einer unglaublich undifferenzierten und naiven Interpretation des Mündigkeitsbegriffes – während der letzten vier Jahrzehnte eben nirgendwo „Halt“ zu sagen wagten, sondern a priori alles als des Teufels ansahen, was auch nur im Entferntesten als Infragestellung des Primats der individuellen Freiheiten erschien. Und die gerade mit dieser Haltung wunderbar das ideologische Terrain für diejenigen vorbereiteten, die heute nach dem Motto „Es darf jeder selber entscheiden, was ihm gut tut“ mit Hardcore-Produktionen ihre Millionen scheffeln. Sicher ist: Solange in Bezug auf den Stellenwert von „Mündigkeit“ keine (selbst)kritische Reflexion einsetzen darf und solange jeder nur schon deshalb des Totalitarismus verdächtigt wird, weil er die Frage nach der geistigen Führung in der Postmoderne als mögliches Thema einer gesellschaftlichen Debatte erwähnt, solange wird Schwarzers sicher ernst gemeinter Wunsch, es möge jemand bezüglich der Pornografisierung „den Hebel umwerfen“, reines Wunschdenken bleiben.
Ohne die negativen Folgen der Pornografie schön reden zu wollen, möchte ich doch anfügen, dass es auch Studien gibt (zumindest für die Schweiz), die klar belegen, dass die heutigen Jugendlichen entgegen der verbreiteten Meinung „sehr einfühlsam, verantwortungsbewusst und anstrengungsbereit sind“ (Schweizerischer Kinder- und Jugendsurvey COCON, (PDF)). Diese Resultate des Jacobs Center for Productive Youth Development der Universität Zürich widersprechen, also der Meinung von Herrn Ertel („Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen“) diametral! Dies nur so als Ergänzung. Zudem schliesse ich mich der Meinung einiger meiner Vorredner an, dass die (vermeintliche?) Verrohung der „Jugend“ wohl nicht nur bei der Pornografie gesucht werden kann, sondern eher bei unserer äusserst kompetitiven Gesellschaft, in der Mitgefühl leider wenig bis gar nichts zu zählen scheint.
Guter Beitrag über die aktuelle Entwicklung einer ehemals mässigen christlichen Gesellschaft die zum kompletten Verfall hinsteuert. Wird unsere Gesellschaft länger als die Römer bestehen? Wie war das Ende der Römer? Wir sind auf dem guten Weg in eine komplete Katastrophe, die Pornografie ist einen Teil davon.
Die Pornoflut, sollte unbedingt gestoppt werden. Aber wenn eine Gesellschaft keine Werte mehr hat und will ist schwierig.
Schlussendlich muss sich niemand beklagen, die Jugendlichen seien
gewalttätig, sexsüchtig und ohne Perspektiven wenn die Eltern dies vorleben!!!!